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Autor Thema: Buchausgaben  (Gelesen 1662 mal)

Horrendus

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Buchausgaben
« am: 03. Mai 2004, 15:56:44 »

Hi Leute!

Ich will hier in diesem Thread eine Erklärung der unterschiedlichen Ausgaben von Büchern und einer Gegenüberstellung der englischen & deutschen Ausdrücke machen.

Ich fang mal an, vorallem mit vielen vielen Fragen :)

Ist Broschiert das gleiche wie ein Taschenbuch?
Ist gebunde Ausgabe das was im englischen Hardcover bezeichnet wird? (dicker/fester Einband, meist grösser als ein Taschenbuch)
Was ist der Unterschied (vorallem auf Amazon) zwischen Paperback und Mass Market Paperback? (soweit ich das richtig verstehe sind beides Taschenbücher)
Was ist Turtleback? Zum Beispiel hier

lg Stefan[/url]
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Iris

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Re: Buchausgaben
« Antwort #1 am: 03. Mai 2004, 16:33:42 »

Hallo Stefan!

Zitat von: DerTeufel
Ist Broschiert das gleiche wie ein Taschenbuch?

Broschiert umfasst m.W. das "normale" Taschenbuch (TB) ebenso wie Trade Paperbacks (größer und fester gebunden als "normale" TBs, z.B. Bücher der Reihe dtv premium) und die Klappenbroschur (fester geleimt, schöner gesetzt als "normale" TBs, z.B. Bücher der Reihen piper original oder heyne original - die Verlage machen einander alles nach :zwinker: ).

Zitat
Ist gebunde Ausgabe das was im englischen Hardcover bezeichnet wird?

Ja, richtig. :smile:

Zitat
Was ist der Unterschied (vorallem auf Amazon) zwischen Paperback und Mass Market Paperback?

Bei MMPBs handelt es sich um die Zweitverwertung bei Taschenbüchern, in der Aufmachung sehr billig, schlecht geleimt, meist auch schlecht gesetzt, das flotte Buch für zwischendurch. :zwinker:

Zitat
Was ist turtleback?

Ich bin mir nicht sicher, aber m.W. gibt es einen Verlag für "Drittverwertung" von Büchern namens Turtleback Books Inc.. Vermutlich sind Ausgaben dieses Verlags gemeint.
Das dürfte es bei uns in dieser Form nicht geben, da wir in Europa ein echtes Urheberrecht kennen und nicht nur ein Vervielfältigungsrecht (Copyright), und deshalb die Vervielfältigungsrechte nach Ende der Vertragsdauer stets wieder an den Autor zurückfallen und nicht vom Verlag als häufig alleinigem Copyrightinhaber auch ohne Wissen des Autors weiterverkauft werden können.
Wer unter US-Recht einen Vertag abschließt, braucht nicht nur einen Agenten, sondern auch ein paar gewiefte Advokaten. :zwinker:
Herzliche Grüße  :blume:
Iris  :sonne:

Horrendus

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Buchausgaben
« Antwort #2 am: 04. Mai 2004, 09:21:24 »

Danke für die Antworten :)

Jetzt weiss ich das ich ruhig zu Mass Market Paperbacks greifen kann, weil ich ein Buch ehh nur ungefähr 1 Monat brauche, danach verschwindet es ehh auf meinem Bücherregal.

Eine lustige Ausgabensart hat Amazon noch: Library Binding?
Ich mein ich kenn Bibliotheken, aber was da so anders drann ist ...

Aber vielleicht auch eine amerikanische Spezialität.
So wie in vielen amerikanischen Büchern die Warnung steht das man das Buch nicht ohne Einband kaufen soll, da es sonst als "nicht verkauft" dem Verlag gemeldet wurde und trotzdem weiterverkauft wurde. Findet man in paar deutschen Büchern auch, aber nicht in sovielen :)

lg Stefan
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Iris

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Buchausgaben
« Antwort #3 am: 04. Mai 2004, 09:50:08 »

Hallo Stefan!

Zitat von: DerTeufel
Eine lustige Ausgabensart hat Amazon noch: Library Binding?
Ich mein ich kenn Bibliotheken, aber was da so anders drann ist ...

Das gibt's für deutsche Bücher auch: Bibliotheksausgaben sind Sonderbindungen eben für Bibliotheken; diese Bücher sind fester gebunden, gelegentlich sind es sogar broschierte Ausgaben mit festem Einband. Dafür sind sie üblicherweise auch etwas teurer als die broschierten, aber billiger als "normale" gebundene Ausgaben.

Zitat
So wie in vielen amerikanischen Büchern die Warnung steht das man das Buch nicht ohne Einband kaufen soll, da es sonst als "nicht verkauft" dem Verlag gemeldet wurde und trotzdem weiterverkauft wurde. Findet man in paar deutschen Büchern auch, aber nicht in sovielen

Das würde in den USA glatt als Raubkopie gehandelt - wird man erwischt, geht's in den Bau. :zwinker:

Und zu deiner Frage im Thread http://www.literaturschock.de/forum/viewtopic.php?p=1907#1907" target="_blank">In english, please:
Zitat
Heisst das wir Bewohner des deutssprachigen Raums haben besseres Papier als die Amis?

Richtig, Bücher aus USA haben sehr, sehr oft eine extrem schlechte Qualität: miserables Papier (geradezu hochsaugfähiges Küchenkrepp!), schlecht lesbare Schrifttypen, die Seiten mit winzigen Buchstaben extrem eng bedruckt, wenig Rand und Cover, bei denen man sich vor Lachen selbst wegschmeißen möchte. Positiv formuliert: rundum geschmacksfrei. :zwinker:
Ich kaufe mir, wann immer es geht, lieber UK-Ausgaben, die sind wenigstens ein fitzelwinziges bisschen besser gemacht.

Du willst jetzt aber nicht auch noch wissen, was Lizenzausgaben, Clubausgaben etc. sind, oder? :zwinker:
Herzliche Grüße, :blume:
Iris :sonne:

Horrendus

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Buchausgaben
« Antwort #4 am: 04. Mai 2004, 10:18:19 »

Oja kannst du mir gerne erzählen.

Ist ja echt interessant ... eigene Ausgaben für Bibliotheken (Mitteldinger zwischen Taschenbuch & Hardcover :) ) ... :)

Die englischen Bücher sind nur ein bischen besser?
Dann beantwortest du damit nämlich auch meine Frage ob es sich auszahlt UK Bücher zu kaufen die das doppelte von den US Büchern kosten. :)

Aber wenn ich vor der Entscheidung steh lass ich mir bei meinem Buchhändler beide bestellen und nehm nur das das mir besser gefällt :))

lg Stefan
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sandhofer

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Bücher bestellen
« Antwort #5 am: 04. Mai 2004, 10:55:05 »

Hallo zusammen!
Hallo Teufelchen (oder wie soll man Dich anreden?)

Zitat von: DerTeufel
Aber wenn ich vor der Entscheidung steh lass ich mir bei meinem Buchhändler beide bestellen und nehm nur das das mir besser gefällt :))

Funktioniert das bei Euch noch? Hier in der Gegend haben die Buchhändler seit langem damit begonnen, für jedes zur Ansicht bestellte, aber nicht abgenommene Buch einen Unkostenbeitrag zu verlangen. Im Falle eines englischen oder amerikanischen Taschenbuchs, wäre der dann im Verhältnis hoch genug, dass man geradesogut das TB behalten kann ...

Grüsse

Sandofer
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Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

Iris

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Buchausgaben
« Antwort #6 am: 04. Mai 2004, 10:55:35 »

Hallo Stefan!

Zitat von: DerTeufel
Oja kannst du mir gerne erzählen.

Das bringt mich in jedem Fall meinem eigenen Amazon-Sachbearbeiter näher. :zwinker:

Zitat
Ist ja echt interessant ... eigene Ausgaben für Bibliotheken (Mitteldinger zwischen Taschenbuch & Hardcover :) ) ... :)

Naja, diese Bücher gehen ja auch durch ein paar Hände.
Solche Ausgaben werden allerdings nicht von jedem Buch durch den Verlag hergestellt - nur bei Bestsellern und Dauersellern. Ansonsten geben die Bibliotheken gelegentlich selbst eine Neubindung beim Drucker/Buchbinder in Auftrag.
Sofern Korpus (Seitenblock) und Einband nicht ohnehin getrennt geliefert werden, wird das Originalcover behutsam vom Korpus gelöst, mit einer neuen Bindung auf Hartkarton gezogen und mit dem dann gebundenen Korpus gut verleimt.
Da Bibliotheken allerdings notorisch unter Geldsorgen leiden und unbedingt sämtliche dieser teuren Bestseller schon im Hardcover bestellen müssen, um überhaupt noch mitspielen zu können, kommt das nur noch selten vor. Deshalb zerfleddern ihnen die TBs leider sehr schnell, werden schäbig und nicht mehr ausgeliehen. Im Grunde genommen ist genau dieser den Bibliotheken aufgezwungene "Geiz" unrentabel.

Zitat
Die englischen Bücher sind nur ein bischen besser?

Nicht wirklich viel besser. Papier und Verarbeitung lassen immer noch zu wünschen übrig. Und die Cover sind nur unwesentlich geschmackvoller als in den USA.
Scheint ein Kulturproblem zu sein. Oder die Grafiker werden zu schlecht bezahlt ... Ich habe keine Ahnung ...
Wir Deutschen sind in diesen Dingen echt verwöhnt (obwohl auch hier die meisten Cover eher in die Kategorie "geschmacksfrei" fallen) - Bücher sind halt Kulturgut und nicht nur Ex-und-hopp-Konsumware.
Herzliche Grüße  :blume:
Iris :sonne:

Horrendus

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Buchausgaben
« Antwort #7 am: 04. Mai 2004, 11:08:32 »

Wobei ich auch bei einem deutsche Buch mal einen echt extrem schlechten Einband erlebt habe. Das erste Problem drann war: Ich wollte das Preisettikett runterbekommen. Dabei ging gleich ein Teil der obersten Schicht vom Einband mit :) Das zweite: Ich hab für das Buch zum lesen 11 Tage gebraucht. Aber der Einband schaut ärger aus als bei anderen Büchern die ich ein Monat regelmässig mit mir rumgeschleppt habe :)

Aber was solls, hauptsache man kann es lesen. :)

lg Stefan
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Iris

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Buchausgaben
« Antwort #8 am: 04. Mai 2004, 11:37:51 »

Hallo Stefan!

Zitat von: DerTeufel
Wobei ich auch bei einem deutsche Buch mal einen echt extrem schlechten Einband erlebt habe.

Klar, kommt vor - allerdings eigentlich nur im Bereich "normales TB" oder "Billig-TB".

Zitat
Ich wollte das Preisettikett runterbekommen. Dabei ging gleich ein Teil der obersten Schicht vom Einband mit :)

Meist liegt das weniger an der Laminierung des Einbands als an den Etiketten - je überflüssiger Sie sind ("Nur 6 €!", "Bestseller!" u.Ä.), desto aggressiver ist der verwendete Klebstoff. Einige dieser Klebstoffe (keine Leime!) fressen sich durch die Laminierung bis ins Papier. Leider passiert das meist bei den Preisetiketten, die der Buchhandel nochmal draufhaut.

Einer der wenigen Buchhändler, der akzeptable (geleimte, also haftende!) Etiketten verwendet, ist amazon.de - bei amazon.co.uk und amazon.com habe ich immer diese ekligen Dinger gekriegt, die sich schier nicht entfernen lassen. :grmpf:

Zitat
Das zweite: Ich hab für das Buch zum lesen 11 Tage gebraucht. Aber der Einband schaut ärger aus als bei anderen Büchern die ich ein Monat regelmässig mit mir rumgeschleppt habe :)

Dann war's wirklich ein sehr schlechter Einband. Klingt nach Bastei-Lübbe. Lübbe macht hervorragend verarbeitete Hardcover, aber die TBs sind meist grausig. :o(
Herzliche Grüße :blume:
Iris  :sonne:

Horrendus

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Buchausgaben
« Antwort #9 am: 04. Mai 2004, 11:44:00 »

Zitat von: Iris

Klar, kommt vor - allerdings eigentlich nur im Bereich "normales TB" oder "Billig-TB".


Ich kauf nur Taschenbuch, Hardcover ist mir zu schwer zum transportieren und zu teuer.

Zitat

Dann war's wirklich ein sehr schlechter Einband. Klingt nach Bastei-Lübbe. Lübbe macht hervorragend verarbeitete Hardcover, aber die TBs sind meist grausig. :o(


Nein war Heyne ScienceFiction ... ziemlich viele Bücher die ich hab sind von Heyne :)

lg Stefan
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