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Autor Thema: Martin Suter - Der Koch  (Gelesen 367 mal)

Jona77

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Martin Suter - Der Koch
« am: 24. Februar 2010, 08:50:14 »

Der Koch von Martin Suter

Die Geschichte:

Maravan, ein tamilischer Asylbewerber anfang 30, kann kochen wie ein junger Gott. Doch in Zürich darf er nur als Küchenhilfe arbeiten was ihn frustriert. Er kann herrliche aphrodisierende Gerichte zaubern und als eine ehemalige Kollegin vorschlägt die Firma/Catering Love Food zu gründen, sagt er zu. Nur aus Geldnot, denn er muss seine Familie in Sri Lanka unterstützt, dort spitzt sich die politische Lage immer mehr zu und Maravans Tante braucht teure Medikamente.

Durch ihre Liebesmenüs machen sie sich schnell einen Namen, allerdings werden auch immer mehr Menschen aus Politik und Wirtschaft ihre Kunden und somit auch Menschen, die krumme Geschäfte tätigen. Maravan und Andrea bekommen mit der Zeit mehr Einblick als es ihnen lieb ist ...

Meine Meinung:

Anfang und Mittelteil haben mir sehr gut gefallen. Maravan war mir sofort sympathisch, was er kocht wird immer genau beschrieben und man hat regelrecht einen Zimt-Curry-Duft in der Nase :-) Man erfährt einiges über die Lage in Sri Lanka, der Asylbewerber in der Schweiz und wie Politiker und Wirtschaftsmenschen diese Lage schamlos ausnutzen.

Im Anhang des Buches befinden sich alle Menüs mit Rezepten, finde ich schön.

Dann allerdings das Ende des Buches. Schnell, abgehackt, unpersönlich, enttäuschend. Schade, das Buch war wirklich ein Wohlfühlbuch - also das bleibt es auch aber das Ende liest sich als hätte Suter keine Lust mehr gehabt zu schreiben  :sauer:

Trotzdem kann ich das Buch empfehlen, angenehmer Schreibstil und nicht zu lang (geeignet für 1-2 Abende).Und es ist auch ein Buch über die Sorgen von Menschen unter uns die wir nur all zu gerne übersehen ...

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Andreas Tombrink

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Re: Martin Suter - Der Koch
« Antwort #1 am: 08. Februar 2012, 19:51:09 »


Moin

Ich fand das Buch auch sehr klasse: es ist wirklich sehr gut umschrieben, liest sich gut und bietet eine gewisse Spannung. Zwischen Liebes-Menue, Kriegswirren und Managertum hat es div. Facetten
zu bieten.

Leider muss ich mich meinem Vorschreiber anschliessen: das Ende wirkt sehr abgehakt....da hatte Suter wohl wirklich keine Lust mehr. Da hätte man wirklich mehr rausholen können. Schade.
Aber da es eines der wirklich guten Bücher war, die ich in letzter Zeit gelesen habe, gibt es auch von mir
 4ratten
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Opa Pittschikowski aus dem Ruhrrevier, kennt die Blauen Knappen schon seit 1904 - niemals tat er fehlen, nur einmal war er krank - Oma tat er quälen wenn er schon morgens sang:

Ob ich verroste und verkalke: ich geh immer noch auf Schalke - ob ich erlahme und ergrau...ich liebe Königsblau!

knödelchen

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Re: Martin Suter - Der Koch
« Antwort #2 am: 22. Februar 2012, 20:35:25 »

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Anfang und Mittelteil sind klasse und man hat ständig den Geruch von Curry und Kokosnussöl in der Nase  :breitgrins:. Dann geht es etwas durcheinander mit dem Catering-Service, dubiosen Waffengeschäften und dem Bürgerkrieg in Sri Lanka bevor sich die Fäden wieder zusammenfügen.
Das Ende fand ich gar nicht mal so schlecht, auch wenn es tatsächlich etwas abrupt war. Wenigstens bezahlt einer der "Bösen" für seine üblen Machenschaften...

Deshalb vergebe ich:
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:lesen: Daphne Kalotay: Die Tänzerin im Schnee