Ich habe gestern Abend das Buch verschlungen und kann mich den Lobeshymnen von Aldawen und Heimfinderin nur anschließen.
Horatio Hornblower als Hauptfigur war mir von Anfang an sympathisch. Seine kühle und berechnende Art lassen ihn zwar emotionslos erscheinen, aber wenn er dann doch von seinen Gefühlen überrannt wird, wächst er schier über sich hinaus. Diese beiden verschiedenen Seiten zu beobachten war spannend und sie haben ihm zu einem ambivalenten Charakter gemacht, von dem ich noch viel erwarte.
Die zahlreichen seemännischen Fachbegriffe habe ich größtenteils überlesen. Ich weiß gerade noch, dass das Bug vorn und das Heck hinten ist. Welches Segel nun gerade gesetzt wird, war für mich nicht unbedingt wichtig um der Handlung folgen zu können. Das Wichtigste habe ich auch so verstanden, ohne große nautische Kenntnisse.
Obwohl ich hier vorher von der Episodenhaftigkeit des Buches gelesen habe, hat mich der erste Wechsel etwas irritiert. Doch ich hab schnell in die neue Situation hereingefunden und wie hier schon gesagt wurde, bietet das Amt eines Fähnrich nicht so viele Möglichkeiten für größere Abenteuer, wie es sie wohl später in der Reihe geben wird.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und war genau das, worauf ich gerade Lust hatte: eine recht geradlinige, spannende Geschichte mit einem sympathischen Helden, mit dem ich mitfiebern konnte. Die Folgebände werden definitiv den Weg zu mir finden, schließlich will ich wissen, wie es mit Horny weiter geht.

