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Autor Thema: [Nautik] C. S. Forester – Fähnrich zur See Hornblower (Hornblower 1)  (Gelesen 2698 mal)

Aldawen

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Inhalt: Im Januar 1794 betritt Horatio Hornblower, 17 Jahre alt, zum ersten Mal ein Kriegsschiff als Fähnrich, die HMS Justinian. Der Beginn seiner Karriere steht unter keinem guten Stern, denn das Schiff ist alt, der Kapitän krank, die übrigen Offiziere überaltert, deshalb hat man auch Probleme, die Mannschaft aufzufüllen und die Justinian liegt lange im Spithead vor Anker. Zudem ist Hornblower zum Gespött geworden, weil er beim Übersetzen zur Justinian im Januarsturm schon seekrank geworden war. Daß er als jüngster Fähnrich in den Unterichtsstunden des Steuermanns auch noch als einziger die richtigen Ergebnisse der nautischen Aufgaben abliefert, macht ihn bem Messeältesten Simpson, der gerade mal wieder eine Leutnantprüfung vergeigt hat und nun weiß, daß er im Alter von 33 jede weitere Beförderung abschreiben kann, nicht gerade beliebter. Da sich ihm sein Leben als einziges Elend darstellt, sinnt er auf Abhilfe. Eine Gelegenheit bietet sich, als er Simpson wegen einer Beleidigung zum Duell fordern kann: Pistolen, auf kurze Distanz, nur eine geladen. Zwar kommt bei dem Duell keiner zu Schaden, für Hornblower erweist es sich trotzdem als Glücksfall, denn sein Kapitän sorgt für seine Versetzung auf die HMS Indefatigable unter Edward Pellew.

Neben langweiligem Blockadedienst vor der französischen Atlantikküste sucht Pellew aber immer auch die Konfrontation, und so findet sich Hornblower binnen kurzem als Kommandierender auf einer französischen Prise wieder. Da eine Rumpfbeschädigung zu spät erkannt wurde, platzt das Schiff wegen seiner aufquellenden Reisladung aber auseinander – Hornblower hat sein erstes Schiff verloren. Bei einer tollkühnen Aktion in der Girondemündung, der Entführung einer französischen Korvette, kann er sich dafür auszeichnen. Und so reihen sich Patrouillendienst, Gefechte und amphibische Operationen aneinander, und Hornblower wird schließlich zum diensttuender Leutnant. In Gibraltar sind sogar genügend Kapitäne anwesend, so daß Leutnantsprüfungen angesetzt werden, auch Hornblower soll sich dem Examen stellen. Aber die Prüfung wird durch einlaufende spanische Brander unterbrochen ...


Meine Meinung: Hornblower war der erste fiktive Seeheld der napoleonischen Kriege, den ich vor vielen Jahren kennengelernt habe, und das Ganze hat mich von Beginn an derartig fasziniert, daß ich nicht nur diese Serie inzwischen mehrfach gelesen habe, sondern auch jede andere Serie zusammengesammelt habe und noch sammle, die aus diesem Genre stammt. Das hat maßgeblich mit dem Charakter Horatio Hornblowers zu tun. Er ist kein strahlender Held, der selbstsicher bis zum Abwinken grandiose Entscheidungen trifft, keine Fehler begeht und sich mutig bis zur Tollkühnheit in jedes Abenteuer stürzt. Er ist im Gegenteil jemand, der sich über seine Schwächen selbst genauestens Rechenschaft ablegt, seine Entscheidungen sind meist wohlüberlegt und, soweit möglich, „mathematisch“ berechnet. Und er weiß, daß er sich – obwohl kein Feigling – in einen Rausch steigern muß, um seine Angst zu überwinden. Dann allerdings wird er zu einem unwiderstehlichen Anführer, der seine Leute mitreißen kann. Und er erlaubt sich, im Dienst zu denken und nicht nur Befehle auszuführen, was bei einem Vorgesetzten wie Pellew auch kein Problem ist.

Dieser Band ist zwar chronologisch betrachtet der erste, da er den Anfang von Hornblowers Karriere erzählt, wurde aber erst nach den Bänden mit Hornblower als Kapitän bzw. Kommodore geschrieben. Dadurch waren gegenüber den ersten Bänden einige kleinere Anpassungen an seinen Lebensdaten notwendig, aber selbst wenn man die Bände in chronologischer Reihenfolge liest, fällt dies nicht allzu sehr auf oder auch nur ins Gewicht. Die chronologisch später angesiedelten Bände sind zum Teil weniger episodenhaft aufgebaut als dieser, aber mit wachsender Verantwortung und entsprechenden Aufträgen der Admiralität läßt sich auch leichter eine kontinuierliche Handlung entwerfen als für einen angehenden Offizier, der von den Befehlen höherer Stellen abhängig ist. Solange allerdings gesegelt wird und hinreichend Geschütze donnern, und das ist hier der Fall, stört mich das Episodenhafte nicht besonders. Dieser Fähnrichsband gehört schon lange zu meinen Lieblingsbänden der Serie und deshalb lese ich ihn auch immer mal wieder, obwohl ich so viele Details daraus nicht mehr vergesse und genau weiß, was als nächstes passiert. Er ist einfach bei jedem Wiederlesen gut.

 4ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

Schönen Gruß,
Aldawen
« Letzte Änderung: 26. Februar 2011, 11:25:13 von Aldawen »
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Antw:C. S. Forester – Fähnrich zur See Hornblower
« Antwort #1 am: 21. Februar 2010, 12:16:26 »

Ich bin gerade dabei das Buch zu lesen und hatte gestern Abend den quellenden Reis vor Augen. Was für ein Bild! :breitgrins:  :entsetzt:

Mir gefällt das Buch mittlerweile richtig gut, nachdem ich anfangs ein paar Schwierigkeiten mit dem Stil hatte. Ich empfand und empfinde die Sprache immer noch als recht nüchtern und eher beschreibend , so dass ich erst dachte, keinen Bezug zu Hornblower finden zu können, aber erstaunlicherweise konnte ich doch recht bald mit ihm mitfühlen, also scheint die Sprache doch Emotionen zu übermitteln.  :zwinker: Doch, es gelingt sehr gut, Hornblower zu verstehen und gerade seine Gedanken und Unsicherheiten machen ihn sehr menschlich. Während des Duells und den Umständen, die ihn überhaupt erst dazu brachten hatte ich echt Angst um ihn.

Die Beschreibungen der Arbeiten an Deck sind für mich schon schwieriger zu lesen, denn ich muss viele Begriffe nachlesen (zum Glück gibt es hinten eine "Übersetzung" der vielen seemännischen Begriffe), aber ich denke mit der Zeit habe ich immer mehr davon im Kopf.

Nur eines verstehe ich nicht so ganz. Wieso bekommt ein Fähnrich die alleinige Leitung über ein Schiff? Ist das nicht zu früh oder gehört das zur Ausbildung, dass man auf eigene Verantwortung schon ein Schiff führt?
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Antw:C. S. Forester – Fähnrich zur See Hornblower
« Antwort #2 am: 21. Februar 2010, 12:31:26 »

Nur eines verstehe ich nicht so ganz. Wieso bekommt ein Fähnrich die alleinige Leitung über ein Schiff? Ist das nicht zu früh oder gehört das zur Ausbildung, dass man auf eigene Verantwortung schon ein Schiff führt?

Das ist ganz leicht zu erklären: Es gibt an Bord der Indefatigable (wie jedem anderen Schiff dieser Klasse) nur eine begrenzte Anzahl von Offizieren und anderen nautisch ausgebildeten Leuten, vorwiegend sind letzteres noch der Steuermann (coxswain) und vielleicht noch der ein oder andere der petty officers. Wenn ein Kriegsschiff nun wie hier vor der französischen Küste gegnerische Schiffe als Prise aufbringt und diese in einen englischen Hafen geführt werden sollen, dann muß mindestens ein Mensch mit solchen Kenntnissen an Bord sein, sonst landet das Schiff womöglich in Amerika oder am Kap der Guten Hoffnung  :breitgrins:  Und deshalb trifft auch schnell mal einen Fähnrich die Verantwortung, denn mindestens der Kapitän und der Erste Offizier können ja ihr eigenes Schiff nicht für eine solche Trivialität verlassen.

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impala

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Antw:C. S. Forester – Fähnrich zur See Hornblower
« Antwort #3 am: 21. Februar 2010, 12:32:38 »

Lesen werde ichs wohl nicht, aber ich habe gerade die acht Fernsehverfilmungen
gesehen, die funnyflyingdutchgirl auf YouTube gestellt hat.

http://www.youtube.com/watch?v=IOwwst0Wm7o

Die fand ich eigentlich ganz gut. Ab und an hat es geschwächelt, und das
Ende war komisch, aber sonst hats Spass gemacht. Nicht so perfekt
wie Master und Commander, aber TV hat ja auch nicht so ein Budget,
und dafür, dass es so viele Filmstunden waren, ist es im Großen und
Ganzen gelungen. :winken:
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Grisel

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Antw:C. S. Forester – Fähnrich zur See Hornblower
« Antwort #4 am: 21. Februar 2010, 12:37:13 »

Wobei die Verfilmungen, so nett sie sind, größtenteils nur sehr "frei nach" sind. Ioan Gruffudd ist vor allem nicht ganz der fast schon psychotisch verschlossene Mann, der Horny eigentlich ist. Eh klar, in einer Verfilmung, ohne die erklärenden Zwischentexte würde so ein Held auch sehr merkwürdig wirken.

Schöne Rezension übrigens,  Aldawen!
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Antw:C. S. Forester – Fähnrich zur See Hornblower
« Antwort #5 am: 21. Februar 2010, 13:07:01 »

@Aldawen
Danke für die Erklärung. Das macht natürlich Sinn! Das habe ich wohl nicht so da herausgelesen. Was ich dabei sehr gut fand, waren die Beschreibungen über sein Vorgehen. Seine Überlegungen, was er alles beachten und der Reihe nach tun muss, seine Idee, sich Daten auf einen Zettel zu schreiben, damit er sie nicht vergisst und auch sein Erschrecken darüber, dass er doch etwas vergessen hat zu prüfen. Man merkte richtig, dass er keine Routine, keine Erfahrung hat und ihn die Sache etwas überforderte. Das wirkte alles sehr realistisch.

Und sehr lustig fand ich den maulenden französischen Kapitän, der so gerne an der französischen Küste abgesetzt werden wollte.  :breitgrins: Aber Hornblower zeigt hier echt Konsequenz. 
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« Antwort #6 am: 21. Februar 2010, 13:10:17 »

und auch sein Erschrecken darüber, dass er doch etwas vergessen hat zu prüfen. Man merkte richtig, dass er keine Routine, keine Erfahrung hat und ihn die Sache etwas überforderte. Das wirkte alles sehr realistisch.

Zumal er im Grunde auch zu wenig Leute dafür hat, denn auf die Mitarbeit der Franzosen ist natürlich nur bedingt zu rechnen. Warum sollten sie sich auch anstrengen, das Schiff nach England zu bringen und dort in Kriegsgefangenschaft zu geraten oder – soweit es die einfachen Seeleute betrifft – zum Dienst auf einem anderen Schiff gepreßt zu werden?
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« Antwort #7 am: 21. Februar 2010, 13:23:12 »

Zumal er im Grunde auch zu wenig Leute dafür hat, denn auf die Mitarbeit der Franzosen ist natürlich nur bedingt zu rechnen.
Ja genau. Die Situation empfand ich schon teilweise als gruselig (zumindest wenn ich mich in seiner Situation vorstellte). Die Begeisterung seiner wenigen Leutchen war nicht gerade überschäumend und von den Franzosen erwartete ich, zumindest als sie frei waren, die ganze Zeit einen Kampf oder zumindest den Versuch (gut vielleicht kommt das ja noch jetzt auf dem kleinen Boot. Ich warte irgendwie darauf, dass irgendjemand über Bord geht  :schwitz: ) Ob ihm seine drei Pistolen dabei reichen würden?
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« Antwort #8 am: 21. Februar 2010, 14:05:46 »

Ob ihm seine drei Pistolen dabei reichen würden?

Sofern der französische Kapitän als erstes erschossen wird: sehr wahrscheinlich.
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Antw:C. S. Forester – Fähnrich zur See Hornblower
« Antwort #9 am: 21. Februar 2010, 18:59:02 »

Ob ihm seine drei Pistolen dabei reichen würden?

Sofern der französische Kapitän als erstes erschossen wird: sehr wahrscheinlich.
Na,die Frage hat sich ja schnell erledigt...  :breitgrins:

Das französische ehemalige Sklavenschiff ist doch ein Piratenschiff, auch wenn sich Kaperschiff etwas eleganter anhört, oder? Ich bin mir etwas unsicher, da sich der Kapitän so "offiziell" anhörte. Oder besteht zwischen dieser Art Kaperschiffe und den wilden Piraten  :breitgrins: die man so kennt, ein Unterschied? Ich merke, wie wenig ich mich mit dem Thema auskenne, aber ich bin ja fast so lernwillig wie Hornblower.  :zwinker:

Was  mich auch fasziniert bzw. gewundert hat, ist die Nachtfahrt zu dem zu kapernden Schiff. Wie kann man bei völliger Dunkelheit auf dem Wasser den Weg finden?  :entsetzt: Sie haben zwar dauernd gelotet, aber es war doch eigentlich  stockdunkel, wie soll man da was erkennen? Hornblower hat ja auch ganz fasziniert dem Kapitän bei seiner Arbeit zugeschaut (wahrscheinlich so weit er was erkennen konnte), aber leider wurde ich als Leser nicht weiter über diese Vorgänge  informiert.  :grmpf:  :breitgrins:

Ich merke jetzt auch, dass es episodenhaft erzählt ist, aber es stört mich bisher nicht so sehr. Klar ist eine längere zusammenhängende Handlung meist schöner und spannender, aber um Hornblower kennen zu lernen, finde ich dies eine gute Einleitung.
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« Antwort #10 am: 21. Februar 2010, 19:06:26 »

Das französische ehemalige Sklavenschiff ist doch ein Piratenschiff, auch wenn sich Kaperschiff etwas eleganter anhört, oder? Ich bin mir etwas unsicher, da sich der Kapitän so "offiziell" anhörte. Oder besteht zwischen dieser Art Kaperschiffe und den wilden Piraten  :breitgrins: die man so kennt, ein Unterschied?

Oh ja, ein sehr wesentlicher Unterschied. Piraten stehen außerhalb jedes Gesetzes und überfallen nur zu ihrem eigenen Vorteil. Kaperer haben einen offiziellen Kaperbrief ihrer Regierung und überfallen andere Schiffe sozusagen in staatlichem Auftrag.

Was  mich auch fasziniert bzw. gewundert hat, ist die Nachtfahrt zu dem zu kapernden Schiff. Wie kann man bei völliger Dunkelheit auf dem Wasser den Weg finden?  :entsetzt: Sie haben zwar dauernd gelotet, aber es war doch eigentlich  stockdunkel, wie soll man da was erkennen? Hornblower hat ja auch ganz fasziniert dem Kapitän bei seiner Arbeit zugeschaut (wahrscheinlich so weit er was erkennen konnte), aber leider wurde ich als Leser nicht weiter über diese Vorgänge  informiert.  :grmpf:  :breitgrins:

Nun ja, stockdunkel ist natürlich auch relativ. Schließlich gibt es noch ein bißchen Mond- und Sternenlicht. Das reicht gerade, um die unmittelbare Umgebung zu erkennen und die Ufer, die einen dunkleren Schatten geben. So kleine Boote, wie die, mit denen die Engländer da unterwegs sind, fallen auf dem Wasser allerdings nicht besonders auf, deshalb können sie sich relativ unbemerkt der Papillon nähern.
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« Antwort #11 am: 21. Februar 2010, 19:27:59 »

Oh ja, ein sehr wesentlicher Unterschied. Piraten stehen außerhalb jedes Gesetzes und überfallen nur zu ihrem eigenen Vorteil. Kaperer haben einen offiziellen Kaperbrief ihrer Regierung und überfallen andere Schiffe sozusagen in staatlichem Auftrag.
Ah, danke. Dann habe ich mich also nicht getäuscht mit diesem "offiziellen Gefühl". Danke für den Link. Naja, dass das dann auch mal privat ausgenutzt wurde, kann ich mir gut vorstellen.

Nun ja, stockdunkel ist natürlich auch relativ. Schließlich gibt es noch ein bißchen Mond- und Sternenlicht. Das reicht gerade, um die unmittelbare Umgebung zu erkennen und die Ufer, die einen dunkleren Schatten geben.
Es hörte sich nach der Beschreibung für mich wahrscheinlich einfach dunkler an, als es für die Seeleute war, die wohl auch geübt darin sind, sich in Dunkelheit zu bewegen. Mir kam es sehr dunkel vor und ich konnte mir kaum vorstellen, wie man ohne Scheinwerfer den Weg finden will  :breitgrins:  (allerdings darf ich das wohl mit mir auch nicht vergleichen, die beim Autofahren in Dunkelheit immer wieder froh ist, dass es das Fernlicht gibt  :sonne:  :breitgrins: )
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« Antwort #12 am: 21. Februar 2010, 20:57:11 »

Ah, danke. Dann habe ich mich also nicht getäuscht mit diesem "offiziellen Gefühl". Danke für den Link. Naja, dass das dann auch mal privat ausgenutzt wurde, kann ich mir gut vorstellen.

Für die Opfer des Überfalls machte es eh keinen Unterschied, ob Pirat oder Kaperer, und für den Kaperer selbst, wenn er dem Gegner in die Hände fiel, auch nicht mehr  :breitgrins:
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« Antwort #13 am: 22. Februar 2010, 11:57:38 »

Ich bin jetzt in der Hälfte des Buches und gerade etwas verwirrt, da französische Truppen an Bord genommen werden. Kurz zuvor war noch Krieg mit ihnen....  :confused: Welchen Zeitraum umfassen die einzelnen Episoden hier eigentlich genau? Ich habe gar keine Angaben über das Datum, in dem ich mich gerade befinde, oder habe ich das überlesen? Zu Napoleons Zeiten spielen ja nur die späteren Bände, oder? Hornblower ist ja noch sehr jung. Sind wir hier in der Französischen Revolution oder sogar noch davor? (zumindest die Guillotine, die die Franzosen mit sich führen  :breitgrins: , würde passen. ) Schade, dass man gar nichts darüber erfährt, warum sie nun plötzlich die Franzosen unterstützen anstatt sie zu bekämpfen...

Und sie gehen sogar an Land. Damit mit habe ich jetzt gar nicht gerechnet. Man ist also nicht auf dem Schiff "festgefroren", sondern wird auch an Land eingesetzt? Hier fällt es mir teilweise etwas schwerer, die Zusammenhänge mitzubekommen, was wahrscheinlich an der episodenhaften Erzählweise liegt.

Toll fand ich die Beschreibungen, als Hornblower damit zu kämpfen hatte, heil von dem abgeschossenen Mast herunterzukommen. Ich wurde zwar erschlagen von den vielen Begriffen zu den einzelnen Segeln, Stangen und Tauen, aber das war trotzdem richtig spannend! Mir wurde auch fast schlecht von dem ganzen Geschwanke und der Höhe.  :schwitz: Allerdings wusste ich nicht immer genau, wo Hornblower sich gerade befand, habe aber im Nachhinein mal recherchiert, welche Segel und Stangen sich wo befinden, merken kann ich mir das aber glaube ich, kaum. Von den vielen verschiedenen Segelmanövern ganz zu schweigen. Am besten drucke ich mir mal ein Bild eines Segelschiffes aus, mit all den Bezeichnungen dabei.  Ich habe schon lagen kein Buch mehr gelesen, für das ich so viele Begriffe recherchieren musste. Aber es macht richtig Spaß!  :smile: Und zumindest weiß ich nun, dass es Pferde nicht nur auf der Weide gibt.  :breitgrins:

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« Antwort #14 am: 22. Februar 2010, 12:30:35 »

Ich bin jetzt in der Hälfte des Buches und gerade etwas verwirrt, da französische Truppen an Bord genommen werden. Kurz zuvor war noch Krieg mit ihnen....  :confused: Welchen Zeitraum umfassen die einzelnen Episoden hier eigentlich genau? Ich habe gar keine Angaben über das Datum, in dem ich mich gerade befinde, oder habe ich das überlesen? Zu Napoleons Zeiten spielen ja nur die späteren Bände, oder? Hornblower ist ja noch sehr jung. Sind wir hier in der Französischen Revolution oder sogar noch davor? (zumindest die Guillotine, die die Franzosen mit sich führen  :breitgrins: , würde passen. ) Schade, dass man gar nichts darüber erfährt, warum sie nun plötzlich die Franzosen unterstützen anstatt sie zu bekämpfen...

Also, wir haben 1794, die Französische Revolution und ihre Nachwirkungen sind im vollen Gange. Aber wie das bei Revolutionen nun schon mal passiert, mögen nicht alle Menschen im Land sie, vor allem diejenigen nicht, die etwas dabei zu verlieren haben. Deshalb gibt es französische Truppen der Royalisten, die den König wieder einsetzen wollen. Und diese sollen mit den englischen Schiffen transportiert werden. England führt nämlich nur Krieg gegen das revolutionäre Frankreich, nicht gegen Frankreich an sich. Mit dieser Truppenverschiffung trägt man also quasi einen Bürgerkrieg ins Land. Jedenfalls ist das die Idee dahinter. Über die Ausführung speziell auf französischer Seite ... nun ja ...   :breitgrins:

Und sie gehen sogar an Land. Damit mit habe ich jetzt gar nicht gerechnet. Man ist also nicht auf dem Schiff "festgefroren", sondern wird auch an Land eingesetzt?

Jein. Grundsätzlich verlassen sie ihr Schiff nach Möglichkeit nicht, aber es hier liegt ein Landungsunternehmen, eine amphibische Operation, vor. Für solche Fälle sind ja auch die „Rotröcke“, die englischen Seesoldaten an Bord. Das sind keine Seeleute, sondern sie bilden eine eigene Truppe mit eigenen Kommandostrukturen, auch wenn der Kapitän bis zu einem gewissen Grad Befehlsgewalt hat, jedenfalls solange sich diese Soldaten an Bord befinden.

Mir wurde auch fast schlecht von dem ganzen Geschwanke und der Höhe.  :schwitz:

  :breitgrins:

Allerdings wusste ich nicht immer genau, wo Hornblower sich gerade befand, habe aber im Nachhinein mal recherchiert, welche Segel und Stangen sich wo befinden, merken kann ich mir das aber glaube ich, kaum. Von den vielen verschiedenen Segelmanövern ganz zu schweigen. Am besten drucke ich mir mal ein Bild eines Segelschiffes aus, mit all den Bezeichnungen dabei.

Und im nächsten Buch hast Du einen anderen Schiffstyp und schon paßt's nicht mehr  :zwinker:  Zum Glück sind diese Details für die Handlung aber meist nicht so wichtig, daß man ohne sie gar nicht wüßte, was los ist.


Schönen Gruß,
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