FERTIG, im wahrsten Sinne des Wortes.

Ein Mensch der Zukunft arbeitet für eine Art Polizei, die Organiks. Die Welt ist weit fortgeschritten. Die Bevölkerung ist auf bestimmte Wochentage aufgeteilt, damit die Erde weniger belastet wird. Es gibt sogenannte Versteinerer, in denen die nicht genehmigten Wochentage im Kälteschlaf verbracht werden.
Dieser Organik, der Hauptcharakter des Buches, lebt an allen Tagen. Er ist ein Immer.
Und an jedem einzelnen Wochentag hat er eine neue Identität, einen neuen Namen, eine neue Familie, ein neues Leben...
Die Ehefrauen reichen von Marke durchgeknallt, über Zicke, zu lieb, aber glücklich in einer Massenehe... wo das Los über den Sexualpartner entscheidet ... bis zu keiner Ehefrau.
Etwas ist jedoch immer gleich. Ein sogenannter Tagbrecher... ein nicht authorisierter Mensch auf Abwegen. Und Mr. Organik jagt ihn. Mich haben diese ewigen Verfolgungen, Heimlichtuereien und Intrigen ziemlich genervt. Ich mag so schon keine Krimis, ein Zukunftkrimi ist auch nicht besser, jedenfalls wenn er so schlecht ist.
Ich hatte immer noch die Hoffnung, dass Farmer mehr auf den Zustand der Welt und die Hintergründe eingeht. Erklärungen gibt, wie es sich entwickelt hat... und das Leben der Figuren einfach einbindet. Aber nichts... die Story geht los, geht weiter und weiter und *gähn*
Nein wirklich, für mich ein Fall für die Tonne. Mir schwirrt der Kopf. Das anfängliche Interesse aufgrund des Klappentextes war bereits im ersten Drittel des Buches völlig verflogen. Ab dem Zeitpunkt war es nur noch Kampf ums Ende.
Dieses war noch verhältnismäßig gut aufgebaut. Es gab wieder einen Hauch von (Zukunfts-)Normalität.
Im Vorwort wird eine Kurzgeschichte von Farmer erwähnt, auf der der Roman aufbaut. Die habe ich natürlich nicht gelesen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass der Roman lediglich die Idee daraus wieder aufgreift und keine wirkliche Hilfe wäre.
Fazit: Große Mängel, noch größere Verwirrung. Durchgefallen!

P.S. Da fällt mir ein, ich habe mal einen Zukunftkrimi gelesen: "Das Unsterblichkeitsprogramm"... von dem war ich begeistert.
Soviel zum Krimihass
