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Autor Thema: J. R. R. Tolkien - Der kleine Hobbit  (Gelesen 3326 mal)

YRachel

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Antw:J. R. R. Tolkien - Der kleine Hobbit
« Antwort #45 am: 26. Februar 2010, 21:55:22 »

Ich hinke anscheinend ziemlich hinterher. Ich komme gerade erst so richtig in einen Lesefluss. Ich habe mich am Anfang etwas schwer getan, in die Geschichte hineinzukommen. Das ging mir mit Herr der Ringe genauso, wenn ich mich recht entsinne. Momentan bin ich gerade erst beim 3. Kapitel angelangt  :redface: Ich hatte beruflich doch mehr um die Ohren, als ich erwartet hatte...

Bisher habe ich auch die Lieder eher überflogen, sie sind mir teilweise auch zu lang, um ihnen genügend Aufmerksamkeit zu schenken. Gandalf erscheint mir bisher auch etwas merkwürdig. Ich habe ihn in Herr der Ringe irgendwie anders, sympatischer erlebt. Hier erscheint er plötzlich auf wundersame Weise und ist dann auch wieder sehr rasch wieder weg. Außerdem ist er wie Tami geschrieben hat, auf eine eher nervige Art und Weise allwissend. Bilbo ist so wie ich ihn erwartet hatte: ein merkwürdiger Kauz.
Bisher konnte ich noch keinen Zugang zu irgendeiner Person finden. Das macht das Lesen für mich eher schwerfällig. Ich hoffe, das wird sich bald ändern. Ich werde heute Abend noch ein wenig weiterlesen. Mal schauen, wie weit ich es noch schaffe.
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:leser: Orhan Pamuk - Rot ist mein Name

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kaluma

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Antw:J. R. R. Tolkien - Der kleine Hobbit
« Antwort #46 am: 07. März 2010, 22:44:27 »

Hallo zusammen,

ich habe das Buch inzwischen meiner Tochter zuende vorgelesen und kann ein kurzes Fazit ziehen, obwohl ich ja kein offizieller Leserundenteilnehmer bin.

Auf jeden Fall ist das Buch schon für Zehnjährige geeignet. Wir hatten beide viel Freunde daran: an der Spannung und am Humor. Meine Tochter wollte es nicht selber lesen, weil ihr der Anfang zu schleppend war. Sie erklärte es so: sie dachte beim Lesen des Buchanfangs, im ganzen Buch geht es nur darum, wie Leute zusammen Tee trinken, und das fände sie langweilig. Aber wenn sie gewußt hätte, wie spannend es noch wird, hätte sie durchgehalten.  :smile:

Die Unfreundlichkeit der Elben habe ich mir damit erklärt, daß sie einfach nicht gut auf Zwerge zu sprechen sind.

Warum weder Gandalf noch Elrond die Reisegesellschaft vor dem Hinterhalt der Orks in den Bergen gewarnt haben, wird im Buch damit erklärt, daß die Orks früher einen anderen Pass belagert haben und erst seit sehr kurzer Zeit auf ebendiesen gewechselt waren, weil der erstere mittlerweile als unsicher bekannt war und nicht mehr genutzt wurde.
Das habe ich so geschluckt.

Auch Nachkommen von Beorn kann ich mir durchaus vorstellen, er wird ja eigentlich recht sympathisch geschildert, in seiner Sorge um die Ponys und um Tiere allgemein.

Die Übersetzung vom Wolfgang Krege war nicht so schlimm, wie ich erwartet hatte. Stellenweise schien die Satzstellung etwas zu holpern, was beim Vorlesen etwas gestört hat, aber ob das in anderen Übersetzungen besser ist, weiß ich ja nicht.

Die Gier der Zwerge nach dem Schatz, besonders als sie ihn dann hatten, und auch das Verhalten von Bilbo dem Gold gegenüber erinnerte mich schon an die Wirkung des Rings im HdR.
Genau diesen Gedanken hatte ich an dieser Stelle auch.
Als ich den Hobbit vor Jahren das erste Mal las, habe ich das nicht so empfunden, weil ich den HdR noch nicht kannte.

Diese Wirkung an sich scheint hier ja noch nicht gegenüber Bilbo zum Tragen gekommen zu sein, auch wenn er den Ring ja oft und länger aufgezogen hatte. Seltsam eigentlich............
das stimmt natürlich auch wieder. Ist es nicht so, daß die Macht des Ringes später (also beim Beginn der Handlung von HdR) erstarkt ist? So konnte ihn Bilbo 50 Jahre früher vermutlich relativ unbesorgt tragen, ohne gleich schlimmen Wirkungen zu unterliegen.

Grüße,
kaluma

« Letzte Änderung: 17. Januar 2011, 21:40:31 von kaluma »
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Antw:J. R. R. Tolkien - Der kleine Hobbit
« Antwort #47 am: 09. März 2010, 18:28:16 »

ich habe das Buch inzwischen meiner Tochter zuende vorgelesen

Das ist besonders fein! Meine Kinder haben diese Erfahrung noch vor sich. Hat sich deine Tochter bei der Schlacht der Fünf Heere nicht zu sehr gegruselt?

Die Übersetzung vom Wolfgang Krege war nicht so schlimm, wie ich erwartet hatte. Stellenweise schien die Satzstellung etwas zu holpern, was beim Vorlesen etwas gestört hat, aber ob das in anderen Übersetzungen besser ist, weiß ich ja nicht.

Eigentlich nicht. Die Scherf-Übersetzung ist an manchen Stellen auch recht merkwürdig; obendrein ist ihm bei den Dialogen manchmal entfallen, wer gerade spricht, obwohl es im Original steht; und das macht es manchmal recht schwierig, wenn man mit verteilten Stimmen und Akzenten vorliest: Hat das nun Bilbo gesagt oder Balin?

das stimmt natürlich auch wieder. Ist es nicht so, daß die Macht des Ringes später (also beim Beginn der Handlung von HdR) erstarkt ist? So konnte ihn Bilbo 50 Jahre früher vermutlich relativ unbesorgt tragen, ohne gleich schlimmen Wirkungen zu unterliegen.

Sie ist erstens stärker, zweitens zeigen sich die Wirkungen auf einen Hobbit erst langfristig. Dieser Umstand führt ja sogar Mr. Gandalf Neunmalklug zig Jahrzehnte lang in die Irre.



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kaluma

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Antw:J. R. R. Tolkien - Der kleine Hobbit
« Antwort #48 am: 10. März 2010, 00:51:52 »

Hat sich deine Tochter bei der Schlacht der Fünf Heere nicht zu sehr gegruselt?
Nein, sie hat sich nicht gegruselt. Sie ist ja durch Harry Potter abgehärtet.  :breitgrins:
Die Schlacht nimmt ja auch nur einen geringen Teil des Textes ein. Allerdings war das nicht gerade ihre Lieblingsstelle, und es tat ihr leid, daß es so viele Opfer gab. Aber ich glaube, so richtig nahegerückt sind ihr die Personen nicht, die da ihr Leben lassen mußten. Wäre Bilbo umgekommen - ja das wäre richtig schlimm gewesen.

Grüße, kaluma
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Re: J. R. R. Tolkien - Der kleine Hobbit
« Antwort #49 am: 24. März 2010, 19:11:45 »

Was ist denn eigentlich aus unseren Tolkienlesern geworden? Alle in den Mückenwassermooren versumpft?

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