Huhu ihr Lieben!
Heute habe ich bei Thalia "Das letzte Einhorn" als Graphic Novel entdeckt und musste nicht lange überlegen. Nach kurzem Durchblättern und für-wunderschön-Befinden der Zeichnungen, habe ich es mit nachhause genommen.

Inhalt:Wundersam. Lyrisch. Ergreifend. Peter S. Beagles beliebter, vielfach gepriesener Roman "Das letzte Einhorn", zum ersten Mal in Comic-Form adaptiert. Eine Geschichte für Jung und Alt, über die Wunder der Magie, die Macht der Liebe und die Tragik des Verlusts. Ein Einhorn, das allein in seinem verzauberten Wald lebt, findet heraus, dass es das letzte seiner Art sein könnte. Zögerlich begibt es sich auf eine Reise, um seine Artgenossen zu finden, selbst wenn das bedeutet, den Zorn des Roten Stiers und die heimtückische Boshaftigkeit des Königs herauszufordern, der über den fürchterlichen Stier befiehlt ...
Meine Meinung:Für alle, die sowohl den Zeichentrickfilm als auch den Roman kennen: Dieser Comic lässt die beiden wunderbar miteinander verschmelzen. Einige Szenen sind praktisch identisch mit der Umsetzung im Film, aber einige Kleingikeiten, die es nur im Roman gab, wurden hier auch inkludiert und haben mich besonders gefreut. So wird etwa Schmendricks Geschichte zumindest ein bisschen besser beleuchtet und die Stadt vor König Haggards Turm kommt auch vor.
Ich habe den Comic auf Deutsch gelesen und ich denke, da ging bei der Übersetzung sehr viel verloren. Die Dialoge, die ich noch aus dem Film auf deutsch kannte, wurden leicht verändert und haben sich - vermutlich hauptsächlich wegen der Gewohntheit der Filmdialoge - fremd angefühlt. Die Beschreibungen zwischendurch fand ich aber sehr gelungen und ähnlich poetisch wie Beagles Originalroman.
Nun zu den Zeichnungen: *seufz*

Ausnahmslos wunderschöne Bilder, auf jeder Seite. Erinnerungen, Geschichten und abstrakte Ideen wurden schön und verständlich dargestellt. Das Einhorn ist so strahlend wie man es sich vorstellt und auch Schmendrick und Molly Grue sind schön getroffen. Am Ende des Comics, nach der eigentlichen Geschichte, gibt es noch ein paar Seiten mit einzelnen Zeichnungen der Charaktere oder bestimmter Szenen von verschiedenen Künstlern.
Am besten hat mir gefallen, wie gut die melancholische, märchenhafte Atmosphäre von der Zeichnerin eingefangen wurde. Ein Comic ist zwar schnell gelesen, aber die Geschichte des letzten Einhorns hat mich auch in dieser kurzen Stunde wieder begeistert. Und eines ist klar: Wenn ich das nächste Mal den Roman lese, werde ich sicher zwischendurch im Comic blättern und den Soundtrack zum Film hören - das verspricht ein rundum gelungenes Leseerlebnis zu werden.

Ein klarer Fall von
Liebe Grüße,
Wendy