
InhaltAsfa-Wossen Asserate ist ein Großneffe von Haile Selassie, dem letzten Kaiser von Äthiopien. Auch Asfa-Wossens Vater stand weit oben in der kaiserlichen Hierarchie und so war ein Leben in Palästen und von Dienern umgeben für Asfa-Wossen und seine GEschwister eine SElbstverständlichkeit. Trotzdem genossen sie eine realtiv normale Erziehung, sie gingen auf öffentliche Schulen und hatten keine Berührungsängste mit Menschen ausserhalb des Palasts. 1974 kam es zur Revolution in Äthiopien, die Mitglieder des Kaiserhauses wurden verhaftet, viele (auch sein Vater) wurden ermordet. ASfa-Wossen arbeite zu der Zeit an der Universität von Frtankfurt an seiner Doktorarbeit und entging so dem Schicksal seiner Familie. Auch nach Ende seines Studioiums blieb er in Deutschland. Als großer Freund der deutschen Kultur wurde Deutschland zu seiner neuen Heimat. Es sollte Jahre dauern, bis seine Familie aus dem Gefängnis entlassen wurde.
Meine MeinungAsfa-Wossen berichtet von seiner überraschend normalen Kindheit und Jugend. Doch seine Erziehung vermittelt ihm auch strenge Werte von Etikette und Moral. Das Aufeinandertreffen dieser Werte mit der deutschen Kultur führt manchmal zu interessanten Erlebnissen. Leider wirkt er manchmal arrogant denjenigen gegenüber, die seine hohen Werte nicht teilen.
So oft er auch vom Aufeinandertreffen mit Menschen außerhalb des Palasts spricht, so erwähnt er nie in welchem zustand sich das Land befindet. Hat er es nicht gesehen oder ignoriert? So wirkt seine Geschichte sehr einseitig und läßt ihn und seine Familie ein wenige unsympathisch erscheinen. Trotzdem finde ich seine Geschichte interessant, denn ich wusste und weiß immer noch zu wenig über Äthiopien.

Liebe Grüße
Kirsten