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Autor Thema: Peter F. Hamilton - Der Stern der Pandora. Die Commonwealth-Saga 01  (Gelesen 805 mal)

Aeria

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"Der Stern der Pandora" von Peter F. Hamilton
1. Band der "Commonwealth-Saga"


Klappentext:

Wir schreiben das Jahr 2380. Das intersolare Commonwealth, ein etwa 400 Lichtjahre durchmessendes Raumgebiet, birgt über 600 Welten. Sternenschiffe sind überflüssig geworden, denn die Planeten sind durch ein Netz aus Wurmlöchern miteinander verbunden. Am äußeren Rand des Commonwealth beobachtet ein Astronom das Unmögliche: Ein Stern verschwindet einfach – vom einen Moment auf den anderen. Da er zu weit vom nächsten Wurmloch entfernt liegt, wird eigens ein überlichtschnelles Schiff gebaut. Seine Mission: herauszufinden, ob das Phänomen eine Bedrohung darstellt. Bald stellt sich heraus, dass es nie eine größere Bedrohung für die Menschheit gab ...

Eine Rezi wird das hier (noch) nicht, ich lese das Buch noch. Aber vorstellen kann ich es ja schonmal  :zwinker: . Vielleicht findet sich ja jemand, der mich überredet, nicht schon jetzt aufzugeben.

Ich bin auf Seite 150 und weiß immer noch nicht, wo der Autor eigentlich hin will. Es werden immer wieder neue Figuren eingeführt und langsam verliere ich den Überblick. Es gibt kein Personenverzeichnis, obwohl dieses wirklich hilfreich wäre.

Manche Ideen gefallen mir sehr gut: So sind die Planeten beispielsweise mit Wurmlöchern verbunden, durch die Züge fahren, so kommt man von einer Welt zur nächsten.
Gefallen hat mir auch der Prolog, in welchem die erste Landung auf dem Mars geschildert wird, man spürt die Erhabenheit des Moments, die Spannung des Piloten - und dann kann man nur noch grinsen.

Das gegenwärtige Kapitel lese ich schon seit zwei Tagen und komme nicht vorwärts. Habe schon vorgeblättert und gesehen, dass es noch nicht so bald endet. Endlose Beschreibungen eines Fluges *gähn*. Ich will endlich über Raumschiffe lesen!

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Aeria
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Kati

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Antw:Peter F. Hamilton - Der Stern der Pandora. Die Commonwealth-Saga 01
« Antwort #1 am: 05. Februar 2010, 08:11:15 »

Huhu Aeria  :winken:

Hamilton ist wohl bekannt für seine Langatmigkeit, gilt aber auch als echter SF-Tipp.
Ich habe hier "Die unbekannte Macht" ungelesen im Regal und traue mich bisher nicht so recht.

Ich hoffe sehr, dass sich dein Buch noch positiv entwickelt und die Raumschiffe nicht mehr so lang auf sich warten lassen!

LG Kati

P.S. Das mit den Wurmlöchern klingt echt interessant.  :popcorn:
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Grisel

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Antw:Peter F. Hamilton - Der Stern der Pandora. Die Commonwealth-Saga 01
« Antwort #2 am: 05. Februar 2010, 15:52:57 »

Ich bin an dem Buch vor einigen Jahren auch gescheitert. Weiß gar nicht mehr, was ich da gelesen habe und wie weit ich gekommen bin. Schade, als ich den Thread gesehen habe dachte ich, da kommt jetzt ein vor Begeisterung stürmende Rezension und ich müßte es sofort für einen zweiten Anlauf suchen gehen.  :breitgrins:
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vallenton

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Antw:Peter F. Hamilton - Der Stern der Pandora. Die Commonwealth-Saga 01
« Antwort #3 am: 06. Februar 2010, 12:31:31 »

Ich habe hier "Die unbekannte Macht" ungelesen im Regal und traue mich bisher nicht so recht.

Da möchte ich dir einen (hoffentlich) guten Tip geben.
Bevor du die dicke Schwarte liest, versuche es erstmal mit dem Kurzgeschichtenband Zweite Chance  auf  Eden.

Das Buch ist quasi die Vorgeschichte zum Armageddonzyklus zu dem auch Die unbekannte Macht gehört.
Es nimmt aber keine Ereignisse vorweg, sondern erklärt vieles von dem was im eigentlichen Zyklus passiert. Auch einige Charaktere aus den Kurzgeschichten kommen im Zyklus drin vor. Als Vorabeinstieg finde ich Zweite Chance auf Eden ideal - und man kann schon mal schauen, ob einem das Hamiltonsche Universum auch wirklich gefällt.
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Kati

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Antw:Peter F. Hamilton - Der Stern der Pandora. Die Commonwealth-Saga 01
« Antwort #4 am: 07. Februar 2010, 12:47:14 »

Ich habe hier "Die unbekannte Macht" ungelesen im Regal und traue mich bisher nicht so recht.

Da möchte ich dir einen (hoffentlich) guten Tip geben.
Bevor du die dicke Schwarte liest, versuche es erstmal mit dem Kurzgeschichtenband Zweite Chance  auf  Eden.

Das Buch ist quasi die Vorgeschichte zum Armageddonzyklus zu dem auch Die unbekannte Macht gehört.
Es nimmt aber keine Ereignisse vorweg, sondern erklärt vieles von dem was im eigentlichen Zyklus passiert. Auch einige Charaktere aus den Kurzgeschichten kommen im Zyklus drin vor. Als Vorabeinstieg finde ich Zweite Chance auf Eden ideal - und man kann schon mal schauen, ob einem das Hamiltonsche Universum auch wirklich gefällt.

Vallenton du bist ein Schatz. Das ist eine prima Idee! Danke :smile:
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Aeria

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Antw:Peter F. Hamilton - Der Stern der Pandora. Die Commonwealth-Saga 01
« Antwort #5 am: 17. Februar 2010, 21:39:45 »

@Vallenton
Gekauft!
 :winken:

So, hier kommt meine Rezi. Ich bin mit dem Buch gerade erst fertig geworden und stehe noch ganz im Bann der Ereignisse auf der "Second Chance".

Rezi:

Wilson Kime ist der Pilot während der ersten bemannten Mars-Mission. Kaum hat er zusammen mit seinen Kameraden den Roten Planeten betreten, muss er feststellen, dass schon jemand dort ist.
Dreihundertdreißig Jahre später bekommt Wilson doch noch die Chance, Geschichte zu schreiben, als er das Kommando über die "Second Chance" übernimmt, einem Erkundungsschiff, das im Dyson-System nach dem Rechten sehen soll.

Als nämlich die zwei Sterne des Dyson-Systems einfach "ausgeknipst" werden, ist die Aufregung im Commonwealth groß. Schnell wird klar, dass die Sterne nicht verschwunden, sondern von einem Kraftfeld umgeben worden sind und es kristallisieren sich zwei Theorien heraus: Die Barrieren dienen dazu, den Feind auszusperren / Die Barrieren dienen dazu, eine aggressive Zivilisation einzusperren. Auf jeden Fall muss die Menschheit erfahren, ob Gefahr für sie besteht.

Neben der Geschichte der "Second Chance" gibt es noch andere Handlungsstränge.

Zum einen lernt der Leser die paramilitärische Organisation "Guardians of Selfhood" auf dem Planeten Far Away kennen. Die Guardians glauben, dass das Raumschiff, welches vor Jahren, lange bevor die Menschen sich auf dem Planeten niederließen, hier abstürzte, ein Alien beherbergte und dieses nun die Menschheit zu vernichten sucht.

Ein anderer Handlungsstrang befasst sich mit Paula Myo, einer genetisch verbesserten Ermittlerin. Sie ist seit Jahren hinter dem Kopf der Guardians her, löst nebenbei aber immer wieder aussichtlsos erscheindende Kriminalfälle.

Außerdem werden die Abenteuer von Ozzie erzählt, dem "Vater" der Wurmlochtechnologie. Auch er sucht nach Erklärungen für die Umhüllung der Dyson-Sterne, wenn auch seine Methoden anders sind.

Ich hätte mir ein Personen- und Planetenverzeichnis gewünscht, denn das Buch quillt vor lauter Namen und Planeten über. Es fällt nicht schwer, den Überblick zu verlieren...

Gegen Ende des Buches hat man vielleicht den Überblick, aber noch immer keinen Durchblick. Nachdem ich ein wenig gegoogelt habe, stellte sich heraus, dass der Verlag das Buch für die deutsche Fassung in zwei Hälften geteilt hat. "Der Stern der Pandora" ist also nur die halbe Geschichte des ersten Bandes der "Commonwealth-Saga". Das erklärt, warum kein einziger Handlungsstrang seinen Abschluss findet. Das Buch endet einfach mitten in der Geschichte.

Ein so umfangreiches Buch hat meistens Längen. So auch dieses. Ich fand beispielsweise Ozzies endlose Wanderung auf den Silfenpfaden zu lang. Dieser Teil der Geschichte kann allein von der Spannung her nicht mit der Erkundung der Dyson-Barriere mithalten.
Was der Kriminalfall Shaheef mit der Story zu tun hat, habe ich noch nicht begriffen, obwohl ich diesen stellenweise doch recht interessant fand.

Der Gesamteindruck ist aber positiv. Man lernt eine Unmenge faszinierender Welten kennen und deren Bewohner sind auch nicht zu verachten. Mit den Silfen (eine Mischung aus Elfen und Yoda) und dem High Angel (ein lebendes Raumschiff) seien hier nur die interessantesten genannt.

Da die Geschichte ja, wie erwähnt, mittendrin aufhört, ist es ratsam, den zweiten Band, "Die Boten des Unheils", schon auf dem SUB zu haben.

4ratten

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Aeria
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vallenton

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Antw:Peter F. Hamilton - Der Stern der Pandora. Die Commonwealth-Saga 01
« Antwort #6 am: 17. Februar 2010, 22:18:16 »

Ich hoffe, euch gefällt das Buch auch. Nicht das sich mein Tip als Luftnummer entpuppt.
Mir hats auf jeden sehr gut gefallen, erheblich besser als der eigentliche Armageddon Zyklus, den ich schon fast als
verschwendete Zeit ansehe, weil: Zu vulär und zu brutal.

Hier meine Meinung zu zweite Chance auf Eden:
Ich habe das mal von Amazon, da habe ich es eingestellt hier hin kopiert:

Zitat
Auf die Frage warum ein bekennender Armageddon-Zyklus Hasser sich auch noch den siebten Band Zweite Chance auf Eden vornimmt, fällt mir nur eine Antwort ein. Weil das Buch nun mal im Bücherschrank stand.

Und etwas, das ich nie für möglich gehalten hatte, trat ein. Das Buch begeisterte mich.
Offensichtlich ist Peter Hamilton tatsächlich in der Lage eine Geschichte auf den Punkt zu bringen und nicht über tausenden von Seiten rumzuschwafeln.

Für den Leser ist es nicht verkehrt, diesen Band vor dem eigentlichen Armageddon Zyklus zu lesen. Die Geschichten spielen zwar alle im gleichen Universum, liegen aber vom Handlungszeitraum her gesehen vor dem eigentlich Zyklus. Darum verraten sie auch keine Details des Zyklus, sondern, ganz im Gegenteil, kleiden diesen aus und verleihen ihm dadurch eine gewisse Tiefe. Um es zu genießen, kann man auch völlig auf den Zyklus verzichten.

Die insgesamt 7 Geschichten sind jeweils zwischen 30 und 230 Seiten lang und behandeln die Zeiträume zwischen den Jahren 2070 und 2586.

Die letzte Geschichte, Fluchtwege, schildert zum Beispiel eine kurze Episode aus dem Leben von Marcus Calvert, dem Vater von Joshua. Einer der späteren Helden aus dem Armageddon-Zyklus.

In der Geschichte, Die Leben und Lieben der Tiarella Rosa, hat auch Ashly Hanson seinen Kurzauftritt. Leser des Zyklus erinnern sich, Ashley ist Besatzungsmitglied der Lady MacBeth und ein Freund von Joshua Calvert.

Die für mich gelungenste Geschichte und mit rund 230 Seiten auch die längste, ist Zweite Chance auf Eden. Ein klassischer Kriminalfall. Der Sicherheitschef auf dem Habitat Eden, Chief Harvey Parfitt, hat einen recht verzwickten Mordfall zu lösen. Ihm zur Seite steht kein geringerer als Wing-Tsit Chong, der Erfinder" der Affinität. Das Mordopfer ist dabei keine geringere als Penny Maowkavitz, quasi die Mutter aller Habitate wie Eden, Tranquility oder Valisk.

Ebenfalls sehr angenehm bei diesem Buch ist die Tatsache, dass sich Hamilton mit der Schilderung von Sex und Gewalt sehr zurückgehalten hat. Etwas, das mir im Armageddon Zyklus immer sehr sauer aufgestoßen ist, wo auf jeder gefühlten Seite entweder geflucht, gemordet oder gevögelt wurde.

Getreu dem Motto:
-Lies Gutes und rede darüber-, kann ich dieses Buch allen Freunden von guten Geschichten wärmstens ans Herz legen.

Fett-Markierung entfernt und durch optisch angenehmeren Zitate-Kasten ersetzt. LG Alfa Romea
« Letzte Änderung: 18. Februar 2010, 12:14:24 von Alfa_Romea »
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vallenton

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Au mann, jetzt habe ich mir das Buch doch tatsächlich mal vorgenommen und muss feststellen,
dass es sich mehr als zäh liest und Längen über Längen hat. Hamilton ist de facto eine absolute
Labertasche.

Ich habe nicht viel Freude an dem Buch.
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Aeria

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@Vallenton
Ich verstehe dich so gut! Das Buch hat mehr als eine Länge. Manch ein Handlungsstrang dient - meiner Meinung nach - wohl nur dazu, das Buch noch dicker zu machen...
Allerdings hat mir die Erkundungsmission im Dyson-System super gefallen. Und auch die Aliens, die in Band 2 näher vorgestellt werden, sind nicht ohne.

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Aeria
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