@Vallenton
Gekauft!

So, hier kommt meine Rezi. Ich bin mit dem Buch gerade erst fertig geworden und stehe noch ganz im Bann der Ereignisse auf der "Second Chance".
Rezi:Wilson Kime ist der Pilot während der ersten bemannten Mars-Mission. Kaum hat er zusammen mit seinen Kameraden den Roten Planeten betreten, muss er feststellen, dass schon jemand dort ist.
Dreihundertdreißig Jahre später bekommt Wilson doch noch die Chance, Geschichte zu schreiben, als er das Kommando über die "Second Chance" übernimmt, einem Erkundungsschiff, das im Dyson-System nach dem Rechten sehen soll.
Als nämlich die zwei Sterne des Dyson-Systems einfach "ausgeknipst" werden, ist die Aufregung im Commonwealth groß. Schnell wird klar, dass die Sterne nicht verschwunden, sondern von einem Kraftfeld umgeben worden sind und es kristallisieren sich zwei Theorien heraus: Die Barrieren dienen dazu, den Feind auszusperren / Die Barrieren dienen dazu, eine aggressive Zivilisation einzusperren. Auf jeden Fall muss die Menschheit erfahren, ob Gefahr für sie besteht.
Neben der Geschichte der "Second Chance" gibt es noch andere Handlungsstränge.
Zum einen lernt der Leser die paramilitärische Organisation "Guardians of Selfhood" auf dem Planeten Far Away kennen. Die Guardians glauben, dass das Raumschiff, welches vor Jahren, lange bevor die Menschen sich auf dem Planeten niederließen, hier abstürzte, ein Alien beherbergte und dieses nun die Menschheit zu vernichten sucht.
Ein anderer Handlungsstrang befasst sich mit Paula Myo, einer genetisch verbesserten Ermittlerin. Sie ist seit Jahren hinter dem Kopf der Guardians her, löst nebenbei aber immer wieder aussichtlsos erscheindende Kriminalfälle.
Außerdem werden die Abenteuer von Ozzie erzählt, dem "Vater" der Wurmlochtechnologie. Auch er sucht nach Erklärungen für die Umhüllung der Dyson-Sterne, wenn auch seine Methoden anders sind.
Ich hätte mir ein Personen- und Planetenverzeichnis gewünscht, denn das Buch quillt vor lauter Namen und Planeten über. Es fällt nicht schwer, den Überblick zu verlieren...
Gegen Ende des Buches hat man vielleicht den Überblick, aber noch immer keinen Durchblick. Nachdem ich ein wenig gegoogelt habe, stellte sich heraus, dass der Verlag das Buch für die deutsche Fassung in zwei Hälften geteilt hat. "Der Stern der Pandora" ist also nur die halbe Geschichte des ersten Bandes der "Commonwealth-Saga". Das erklärt, warum kein einziger Handlungsstrang seinen Abschluss findet. Das Buch endet einfach mitten in der Geschichte.
Ein so umfangreiches Buch hat meistens Längen. So auch dieses. Ich fand beispielsweise Ozzies endlose Wanderung auf den Silfenpfaden zu lang. Dieser Teil der Geschichte kann allein von der Spannung her nicht mit der Erkundung der Dyson-Barriere mithalten.
Was der Kriminalfall Shaheef mit der Story zu tun hat, habe ich noch nicht begriffen, obwohl ich diesen stellenweise doch recht interessant fand.
Der Gesamteindruck ist aber positiv. Man lernt eine Unmenge faszinierender Welten kennen und deren Bewohner sind auch nicht zu verachten. Mit den Silfen (eine Mischung aus Elfen und Yoda) und dem High Angel (ein lebendes Raumschiff) seien hier nur die interessantesten genannt.
Da die Geschichte ja, wie erwähnt, mittendrin aufhört, ist es ratsam, den zweiten Band, "Die Boten des Unheils", schon auf dem SUB zu haben.

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Aeria