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Autor Thema: Wilkie Collins - Die Frau in Weiß  (Gelesen 5628 mal)

Bettina

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Wilkie Collins - Die Frau in Weiß
« am: 22. Januar 2010, 20:55:49 »

            

Kurzbeschreibung
Walter Hartrights begegnet der geistig verwirrten Anne Catherick. Als er wenig später auf Gut Limmeridge in Cumberland als Lehrer beginnt, erkennt er in seiner Schülerin Laura Fairlie eine Doppelgängerin der mysteriösen Fremden. Die beiden verlieben sich, doch Laura ist einem anderen versprochen. Auch auf Limmerigde begegnen sich Walter und Anne und Walter reist ab, da er Laura nicht gewinnen kann. Die vorgesehene Ehe von Laura jedoch verläuft nicht glücklich und jemand versucht, Lauras und Annes ähnelnde Erscheinung zu seinen Gunsten auszunutzen. Walter Hartright versucht hartnäckig, die Machenschaften aufzudecken.

Das Buch stammt von 1860 und es stehen verschiedene Ausgaben und Übersetzungen ab 1891 sowie das Original zur Verfügung.

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Bettina

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Antw:Wilkie Collins - Die Frau in Weiß
« Antwort #1 am: 24. Januar 2010, 12:11:50 »

Da ich bisher nur von Saltanah weiß, dass sie gestern bereits mit der Leserunde angefangen hat, habe ich wenig schlechtes Gewissen *g* wenn ich meinen Start auf heute Abend lege. Gestern waren wir unterwegs.

Ich lese das Original als pdf, das ich von feedbooks.com downgeloaded habe. Das ist gleichzeitig ein kleiner Testlauf, ob sich das lesen lässt und ob ich künftig weitere Bücher als Download beschaffen werde. Am Rechner lese ich es jedoch nicht, sondern als Ausdruck. Hat sonst noch jemand irgendeine eBook-Version oder lest Ihr mehrheitlich eine Taschenbuch-Variante?
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Wickie

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Antw:Wilkie Collins - Die Frau in Weiß
« Antwort #2 am: 24. Januar 2010, 17:09:32 »

Hallo! :winken:
Wenn ihr alle etwas verspätet anfangt kann ich vielleicht doch noch mitlesen. Ich habe die Leserunde nämlich vor lauter Unistress total vergessen :redface: und muss mir jetzt erst mal das Buch bestellen und werde bis Donnerstag auch nicht so viel zum Lesen kommen. Danach ist mein letztes Referat in diesem Semester dann allerding rum und ich habe wieder etwas mehr Zeit.
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Machandel

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Antw:Wilkie Collins - Die Frau in Weiß
« Antwort #3 am: 24. Januar 2010, 17:39:32 »

Guten Nachmittag  :winken:

Erstens, es geht mir sowas von auf den Keks von Amazon wenn ich "Wilkie Collins Woman White" in die Suche eingebe 650 Ergebnisse präsentiert zu bekommen von denen nur etwa 10 wirklich "The Woman in White" sind.
Zweitens, ich lese eine englische Taschenbuchausgabe. Wordsworth Editions, 2002. Das habe ich mir mal in London gekauft, nachdem ich das auf dem Buch basierende Musical gesehen hatte.

Die ist es nicht  :breitgrins: aber sie kommt dem immerhin am Nächsten.

Ich bin gestern bis Seite 30 gekommen und werde heute auch nur den angefangenen Abschnitt beenden. Am besten gefiel mir ja, wie Hartright seinen ersten Eindruck von Marian Halcombe beschreibt ... der Stil ist insgesamt angenehm flüssig, finde ich, und man bekommt auch nicht erst 100 Seiten Exposition aufgetischt, ehe wirklich etwas passiert, sondern es geht quasi gleich zur Sache.
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yanni

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Antw:Wilkie Collins - Die Frau in Weiß
« Antwort #4 am: 24. Januar 2010, 17:58:03 »

Hallo zusammen!

Mittlerweile habe ich den VI. Abschnitt beendet. Das ist bei mir auf Seite 55. Ich lese übrigens die HC-Ausgabe von Area.



Erstaunt war ich etwas über die Einteilung des Buches. Es wird sicher interessant die Geschichte aus den verschiedenen Blickwinkeln zusammen zu setzen.

Hartright kann ich mir im Moment noch nicht so gut vorstellen, dafür um so besser seinen Freund, den Professor, und auch die junge Dame, Marianne Halcombe.
Über den Onkel konnte ich mich prächtig amüsieren.  :breitgrins: Im Grunde wird er heilfroh sein, dass sein älterer Bruder das Zeitliche gesegnet hat und er nun in angemessener Form leiden kann.

Was mir auf die Nerven ging war das frauenfeindliche Gerede von Marianne Halcombe. Ständig setzte sie ihre Geschlechtsgenossinnen herunter wo sie nur konnte. Mir ist klar, dass zu jener Zeit das Frauenbild nicht viel anders war, aber für meinen Geschmack wird da viel zu sehr darauf rumgetrampelt!

... der Stil ist insgesamt angenehm flüssig, finde ich, und man bekommt auch nicht erst 100 Seiten Exposition aufgetischt, ehe wirklich etwas passiert, sondern es geht quasi gleich zur Sache.

Das empfand ich auch als sehr angenehm. Man bekommt sozusagen gleich auf den ersten Seiten eine geheimnisvolle Frau präsentiert und lechzt dann danach mehr zu erfahren.  :smile:
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Saltanah

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Antw:Wilkie Collins - Die Frau in Weiß
« Antwort #5 am: 24. Januar 2010, 21:34:37 »

 :winken: ,

ich lese auch auf Englisch, allerdings die Penguin Popular Classics-Ausgabe:

und habe eben das 8. Kap. beendet.

Mein erster Eindruck war ebenfalls sehr positiv. Ich liebe die britische Literatur des 19. Jahrhunderts und fühle mich da sehr heimisch. Irgendwie sind diese Romane für mich wenn auch nicht die aller-allerbesten, so doch die idealen - falls ihr versteht, was ich meine. Der Inbegriff eines Romans sozusagen.

Das wundert mich insofern, als ich es eigentlich gerne sehr kurz und nur angedeutet mag. Das gilt für dieses Buch ja nicht direkt - auch wenn es schnell zur Sache geht, so sind die Beschreibungen doch recht ausführlich, aber trotzdem... Ich mag es!

Eigentlich reagiere ich auch sehr empfindlich auf (zu) große Zufälle. Dass Hartright und die Frau in Weiß (fast) gemeinsame Bekannte haben und dass er zudem noch ganz zufällig erfährt, woher sie kommt, würde mich in jedem anderen Buch zu Wutschnauben veranlassen, aber hier passt es. Die ollen Briten dürfen sowas tun! :zwinker: Das gehört dazu.

Hartright, der erste von mehreren Erzählern (ich bin eine manische Vorblätterin; zwar lese ich nichts vom Text, aber wenn der erste Abschnitt mit den Worten The Story begun by..., muss ich doch erst mal gucken, wie lange der erzählt, wer ihn ablöst, usw.) ist mir auf Anhieb sympathisch. Zwar höflich und wohlerzogen, nimmt er, wenn es um die Schwächen seiner Mitmenschen geht, doch kein Blatt vor den Mund, z. B. bei der Beschreibung von Mr. Fairlie oder Mrs. Vesey. (Some of us rush through life, and some of us saunter through life. Mrs. Vesey sat through life. :breitgrins: (8. Kap.)) Dabei wird er aber nie bösartig - sehr sympathisch eben.

Auch Marian Halcombe gefällt mir in ihrer freien Art, und vor allem mag ich, dass sie nicht der Inbegriff weiblicher Schönheit ist. Zu dunkel, zu männlich, bright, frank and intelligent und dabei wanting in those feminine attractions of gentleness and pliability (6. Kap.). Allerdings wurde mir bei der Beschreibung gleich klar, dass es zwischen ihr und Hartright sicher nichts werden wird. Sie ist eher der Typ der Freundin und Vertrauten als der Angebeteten.
Was mir auf die Nerven ging war das frauenfeindliche Gerede von Marianne Halcombe. Ständig setzte sie ihre Geschlechtsgenossinnen herunter wo sie nur konnte. Mir ist klar, dass zu jener Zeit das Frauenbild nicht viel anders war, aber für meinen Geschmack wird da viel zu sehr darauf rumgetrampelt!
Gefallen tun mir diese Sprüche auch nicht, aber ich denke, Marian handelt in Selbstverteidigung. Sie nimmt sich ja einiges heraus, ist sehr offen und direkt (und intelligent), kaschiert ihre Stärke aber dadurch, dass sie ständig von den Schwächen von "uns Frauen" redet. Sie stellt sich und ihre Geschlechtsgenossinnen in ihren Aussagen klein und hilflos dar, verhält sich aber gar nicht so.

In Laura Fairlie hat Hartright dann seine ideale Angebetete gefunden. Aber auch ein Rätsel, wie er des Abends bemerkt:
Spoiler: "8. Kap." (Klick zum Anzeigen/Verbergen)

Zum Abschluss noch mein Lieblingswort bisher: smalltakable! :lachen:
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Bettina

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Antw:Wilkie Collins - Die Frau in Weiß
« Antwort #6 am: 24. Januar 2010, 22:43:56 »

Flotte Gesellschaft. Ich tippele hinterher und habe heute gerade mal soviele Seiten geschafft, dass zehn Finger zum Zählen reichen. Da muss ich meinen Mann gleich auf Dienstreise schicken, damit ich einen freien Leseabend habe.

Bisher haben wir nicht eine einzige Ausgabe doppelt hier *g*

Ich muss mich in den Schreibstil erst noch einfinden, da ich schon lange nichts mehr gelesen habe, das so alt ist. Auf Anhieb kam es mir eher umständlich vor; ich hatte befürchtet, die Einleitung gerät nach den ersten Worten umfangreich, aber das war glücklicherweise nicht der Fall.
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Wickie

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Antw:Wilkie Collins - Die Frau in Weiß
« Antwort #7 am: 26. Januar 2010, 09:46:43 »

Hallo!
Mach dir mal keine Sorgen Bettina. Ich bin im Moment auch eher eine Leseschnecke und das wird sich bis Donerstag auch sicher nicht ändern.
Ich habe es immerhin geschafft mir das Buch aus der Bib auszuleihen und bis Seite 11 (das ist bei mir Mitte 2. Kapitel) zu lesen.
Ich lese eine Enlische Ausgabe von 1975.
Zum Inhalt kann ich noch nicht viel sagen. Ich finde es ist auf jedenfall sehr interessant die Geschichte von den Verschiedenen Protagonisten erzählen zu lassen.
Positiv überrascht war ich von der Sprache. Das Buch ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und ich habe bei Weitem nicht so viele Verständnisprobleme wie bei Jane Austen.
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yanni

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Antw:Wilkie Collins - Die Frau in Weiß
« Antwort #8 am: 26. Januar 2010, 14:08:39 »

Ich bin inzwischen mit Kapitel 9 zu Ende.

Hartright hat sich eingelebt und verbringt viel Zeit mit den Damen. Während er erkennt, dass er sich in Laura verliebt hat und annimmt, dass auch diese, durch die Erkenntnis seiner Liebe merkt, sich ihrerseits zu ihm hingezogen fühlt, sucht Marian weiterhin nach Hinweisen auf die Dame in Weiß.

Ihre Suche bringt schließlich auch einen Namen hervor. Das Mädchen von damals sah Laura sehr ähnlich. Da die Mutter sich weder zu ihrer noch zu der ihrer Tochter Herkunft auslassen will, rattert es stark in meinem Kopf. Könnte es sein, dass sie irgendwie verwandt ist, oder dass man die erstaunliche Ähnlichkeit in der Gegenwart zu betrügerischen Taten benutzen könnte?

Und dann entdeckt auch Marian, dass Laura und Hartright sich etwas zu nahe stehen. Dass sie ihn so bald als möglich aus Lauras Nähe entfernen möchte und zwar ohne dass der Onkel Lunte riecht, kann ich nachvollziehen. Aber doch bleibt da ein klein wenig Misstrauen zurück. Warum kontrolliert sie Lauras Post? Und warum wurde der Verlobte bisher nicht erwähnt? Warum diese seltsame Art der Mitteilung bei Tisch? Wenn Hartright es nicht hat hören sollen, gab es doch sicher genügend Gelegenheiten um es Laura vertraulich mitzuteilen.  :gruebel:
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Machandel

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Antw:Wilkie Collins - Die Frau in Weiß
« Antwort #9 am: 26. Januar 2010, 14:21:31 »

Ich bin jetzt bei Kapitel 7

Fallen euch auch diese kleinen Halbsätze auf, die Andeuten, dass da noch ganz gehörig was im Busch ist? Ich habe sie mir natürlich nicht angestrichen  :rollen: aber zum Beispiel in der Beschreibung von Mrs Vesey machte mich misstrauisch: "Surely a mild, a compliant, an unutterably tranquil and harmless old lady!" (S. 36 in meiner Ausgabe. Abschnitt 1, Kapitel 7, Ende erster Absatz.) Dieses "surely" lässt meine Barthaare irgendwie zittern.  :gruebel:
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yanni

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Antw:Wilkie Collins - Die Frau in Weiß
« Antwort #10 am: 26. Januar 2010, 14:33:49 »

Dieses "surely" lässt meine Barthaare irgendwie zittern.  :gruebel:

 :breitgrins:
Alle Mitglieder dieses Haushaltes scheinen eine Seite zu haben, die man bisher nur erahnen kann. Ist Marian wirklich nur so fürsorglich, weil sie die ältere Schwester ist?

Dabei fällt mir ein, wie ist es in euren Ausgaben mit dem Verwandtschaftsverhältnis der beiden Damen. Ganz zu Anfang erzählt Marian Hartright, dass sie und Laura Halbschwestern wären. Aber im Verlauf der nachfolgenden Seiten bezeichnet sie sie ständig als ihr Stiefschwester.  :confused:

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Saltanah

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Antw:Wilkie Collins - Die Frau in Weiß
« Antwort #11 am: 26. Januar 2010, 18:58:16 »

Ich bin inzwischen mit Kapitel 9 zu Ende.

Warum kontrolliert sie Lauras Post? Und warum wurde der Verlobte bisher nicht erwähnt?

 :gruebel: Haben wir etwa unterschiedliche Kapitelangaben? Der Brief kommt in meiner Ausgabe erst im 10. Kapitel.
Jedenfalls finde ich es nicht unnormal, dass sie sich den an Laura gerichteten Brief anguckt. Es passiert ja nicht so furchtbar viel in Limmeridge House - da ist die Ankunft eines Briefes schon was besonderes. Also guckt man sich den schon mal an und überlegt, von wem der sein könnte, auch wenn der nicht an eine selbst adressiert ist. Immerhin liest Marian den Brief ja nicht bevor ihre Schwester ihn bekommt.

Und warum wurde der Verlobte bisher nicht erwähnt?

Warum sollte er? Da gab es bisher keinen Anlass zu. Es handelt sich ja nicht um eine Liebesheirat sondern etwas, das vor allem die Anwälte der beiden Familien angeht. Ich nehme an, dass weder Marian noch Laura selbst über die bevorstehende Ehe besonders nachdenken. Sie wird irgendwann geschehen, das wissen sie beide und nehmen es hin. Kein Thema, über das man mit dem Zeichenlehrer reden würde.
Erst jetzt wird es akut, als der Verlobte sich ankündigt und die Eheschließung bald stattfinden soll und sich außerdem anderweitige Gefühle entwickelt haben.

aber zum Beispiel in der Beschreibung von Mrs Vesey machte mich misstrauisch: "Surely a mild, a compliant, an unutterably tranquil and harmless old lady!" (S. 36 in meiner Ausgabe. Abschnitt 1, Kapitel 7, Ende erster Absatz.) Dieses "surely" lässt meine Barthaare irgendwie zittern.  :gruebel:

Jetzt wo du es sagst... Wäre möglich, dass sich da etwas hinter versteckt. Ich habe das "surely" allerdings nicht so aufgefasst. Mrs. Vesey ist meiner Meinung nach zu dumm, um wirklich gefährlich zu sein.

Dabei fällt mir ein, wie ist es in euren Ausgaben mit dem Verwandtschaftsverhältnis der beiden Damen. Ganz zu Anfang erzählt Marian Hartright, dass sie und Laura Halbschwestern wären. Aber im Verlauf der nachfolgenden Seiten bezeichnet sie sie ständig als ihr Stiefschwester.  :confused:

Das ist mir nicht aufgefallen. Ich habe eben ein bisschen geblättert, aber auf die Schnelle nur Stellen gefunden, in denen Marian Laura entweder als "Miss Fairlie" oder als "my sister" bezeichnet.


Ich habe mittlerweile Walter Hartrights Teil der Erzählung beendet.

Ehrlich gesagt wurde es mir hier etwas zu gefühlsduselig. Ach, wie sie unter ihrer unglücklichen Liebe leiden :rollen: ! Wobei es mich dann wieder etwas versöhnt, dass nicht nur die Frau so von ihren Gefühlen überwältigt wird, sondern auch der Mann. Ein moderner "Held" würde sich sicher etwas "männlicher" (=härter) darstellen als Hartright es tut.

Auch dass sie alle manchmal etwas arg lange brauchen, um eigentlich offensichtliche Schlussfolgerungen zu ziehen, hat mich manchmal leicht genervt. Andererseits haben wir als Leserinnen es ja viel einfacher, Hinweise zu verstehen. Von wem z. B. der Brief ist, oder wer den Grabstein putzt, ist für uns leichter zu erraten als für die Protagonisten im Buch. Die wissen ja nicht, welche Ereignisse in ihrem Leben für die Romanhandlung wichtig sein werden und welche nicht - falls ihr versteht, was ich meine.

Dass Sir Percival Glyde, der Verlobte, die Ehe noch vor Ende des Jahres schließen will, ist natürlich hoch verdächtig. Wieso plötzlich diese Eile? (11. Kap.) Jedenfalls ist es für mich klar, dass wir in ihm den Bösewicht des Buches vor uns (oder eigentlich nicht vor uns, er ist ja noch nicht aufgetaucht) haben. Ihm traue ich jedenfalls nciht über den Weg.

Ob man allerdings der Frau in Weiß trauen kann, ist auch fraglich. Einerseits natürlich - ansonsten würde dem Roman ja seine Basis fehlen, aber andererseits wirkt sie ja psychisch schon ziemlich labil, um es vorsichtig auszudrücken. Kann man ihr wirklich alles glauben, was sie sagt?

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Bettina

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Antw:Wilkie Collins - Die Frau in Weiß
« Antwort #12 am: 26. Januar 2010, 22:28:05 »

Die Einteilungen geben mir auch Rätsel auf.
Bei mir gibt es drei grosse Teile, drei Mal eine so genannte epoch. Jede davon enthält chapter, die wiederum "unternummeriert" in Abschnitte sind. Aktuell lese ich z.B. epoch 1, chapter 1, no7.
Die Beschreibung von Mrs Vesey finde ich erst in Abschnitt 8 *auchgrübel*

Dafür aber lese ich inzwischen echt gerne in dem alten Schinken. Das geht flott in der Geschichte, Walter hält sich nicht lange auf beim Erzählen, sondern erzählt nur das, was wirklich dazu gehört. Kaum fängt er an, ergattert er sozusagen schon den Job in Limmeridge House, kaum weiss er von diesem Job, trifft er jemanden, der das Haus kennt. Kaum trifft er die Dame, verwirren ihn die Anweisungen der Männer in der Kutsche...

Leseschnecke Bettina zieht sich wieder in ihr Kämmerlein zurück und liest weiter. Pageturner made in 1860 :smile:
« Letzte Änderung: 26. Januar 2010, 22:36:56 von Bettina »
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yanni

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Antw:Wilkie Collins - Die Frau in Weiß
« Antwort #13 am: 26. Januar 2010, 22:45:52 »

Die Einteilungen geben mir auch Rätsel auf.
Bei mir gibt es drei gro

Was verstehst du denn unter drei gro?

Bei mir ist die Aussage des Walter Hartright in 14 Kapitel unterteilt.

Immerhin liest Marian den Brief ja nicht bevor ihre Schwester ihn bekommt.

Das ist mir positiv aufgefallen. Ich hatte den Eindruck, sie wolle ihre Schwester vor unliebsammen Mitteilungen schützen.
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Bettina

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Antw:Wilkie Collins - Die Frau in Weiß
« Antwort #14 am: 26. Januar 2010, 23:20:46 »

Mir hat's bloss das Posting zerfetzt, als ich versucht habe, das scharfe s auf dieser Tastatur zu schreiben :zunge: Auf der von meinem Mann kann ich das nicht...

Es muss also irgendwelche Änderungen gegeben haben. Walters Erzählung hat bei mir 15 Abschnitte und dann beginnt chapter 2, in dem Vincent Gimore erzählt. Aber bis ich da ankomme, dauert das noch eine Weile.
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