Ich habe in
AnnaIn in den Katakomben eben das 7. Kapitel beendet. Hier ist schon sehr viel passiert. AnnaIn (oder InAnna, wie sie auch manchmal genannt wird) ist nicht aus der Unterwelt zurückgekehrt und ihre Begleiterin hat sich auf zu den "3 Vätern" gemacht, um sie um Hilfe zu bitten. Die "Väter" sind Bürokraten, wie sie im Buche stehen und als solche eher abgeneigt, irgend jemandem zu helfen. So was stört nur bei der Arbeit

. Ziemlich realistisch also.
Mich wundert nur, dass auch der 3., der laut Nachwort Inanna - wenn auch widerwillig - geholfen hat, ebenfalls seine Hilfe verweigert. Allerdings ist er der Einzige, der immerhin den Tod seiner Tochter bedauert. Vielleicht überwindet er sich im nächsten Kapitel doch noch und tut was.
Ja, die Sprache ist wirklich wunderschön, reizt dazu, jedes Kapitel gleich noch einmal zu lesen. Das Binnen-I in AnnaIn kann ich mir zwar nicht erklären, es stört mich aber auch nicht weiter. Ich mag den Buchstaben.
Gerade kommt mir eine mögliche Erklärung, ich weiß aber nicht, wie haltbar sie ist, da das Buch doch auf Polnisch geschrieben wurde, und ich deren sprachliche Gepflogenheiten nicht kenne. Im Nachwort schreibt Tokarczuk von Inannas "androgynen Eigenschaften" und auch in dem
Wikipediaartikel heißt es:
Inanna konnte so in drei Geschlechtern auftreten: Männlich, weiblich und Zwitter.
Vielleicht soll das Binnen-I ja gerade auf AnnaIns Zwitterhaftigkeit hinweisen. Dagegen spricht allerdings außer der vermutlich anderen polnischen Bedeutung des Buchstabens das Gewicht, das Tokarczuk im Nachwort auf gerade ihre Eigenschaft als Gött
in legt.
Wirklich interessant, wie viel Fantasy hier heute nacht gelesen wird

. Das zeigt mal wieder, wie serienlastig das Genre ist. Trotzdem frage ich mich, wo die Krimifraktion bleibt. Auch Krimiautoren und -leser lieben ja Serien.
@Wendy:
Ich hätte dir auch die "Hunger Games" empfohlen. Schade, dass es nicht so gut wie erwartet ist.
@Pinky:
Was ist denn Natsukaori Tee? Habe ich noch nie gehört.
@Seychella:
Schon wieder Kopfschmerzen? Gute Besserung!
@Myriel:
Ja, auch eigentlich nicht so gute Bücher können manchmal die perfekte Lektüre sein, wenn man sie in der richtigen Situation liest. die erfahrung habe ich auch schon gemacht.
Otherland ist doch nicht wirklich länger als "Osten Ard", oder?
Jetzt mache ich mir erst mal den obligatorischen Lesenachtspfefferminztee und dann wird weitergelesen.