InhaltLaura lebt mit Schwiegermutter und Schwägerin auf einem kleinen Bauernhof. Ihr Leben ist hart: zusätzlich zu ihrer Arbeit in der Schule und der Kindererziehung bleibt der Großteil der Arbeit auf dem hof an ihr hängen. Ihr Mann sitzt wegen Totschlags im Gefängnis: er hat betrunken einen Mann erschossen. Laura hat sich mit ihrem Leben abgefunden doch dann trifft sie einen jungen Arzt aus Riga, der bei Leuten auf der anderen Seite des Sees Urlaub macht.
Meine MeinungAuf dem kleinen Bauernhof leben drei völlig verschiedene Frauen. Laura hat neben ihren vielen Pflichten nur wenig Zeit um ihren Mann zu vermissen. Die Briefe, die er ihr aus dem Gefängnis schreibt belasten sie, denn sie kann mit den starken Gefühlen, die ihr Mann ihr so entgegenbringt nicht umgehen. Alwine, ihre Schweigermutter ist auf jede der Zeilen eifersüchtig. Sie bedauert ihr Schicksal als Mutter eines Mörders und will nicht einsehen, dass es auch andere schwer haben. Ihre Tochter Vilna dagegen nimmt das Leben leicht und macht sich keine Gedanken. Laura ist der Puffer zwischen den beiden und solange sie funktioniert ist alles gut. Doch die Begegnung mit dem jungen Arzt macht sie nachdenklich und sie beginnt, ihre Rolle zu hinterfragen.
Regina Ezera erzählt die Geschichte in einer wunderschön bildhaften Sprache. Das Buch hat mich ganz atemlos zurückgelassen.

Liebe Grüße
Kirsten