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Autor Thema: Charles Simmons - Salzwasser  (Gelesen 1086 mal)

SunshineSunny

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Charles Simmons - Salzwasser
« am: 07. Januar 2010, 14:35:04 »




Klappentext:
"Im Sommer 1963 verliebte ich mich, und mein Vater ertrank."

Meer, Sand, Wind, ein Haus in den Dünen. Feinfühlig und klar erzählt Charles Simmons in Anlehnung an Turgenjews Novette "Erste Liebe" vom Verlust der Unschuld.

Meine Meinung:
Ich finde, der Klappentext sagt viel zu wenig über die Handlung aus. Denn eigentlich handelt es sich in diesem Buch um eine ganz normale Familie die aus einem Vater, der Mutter und ihrem 16 jährigen Jungen besteht. Der Vater ist ein Geschäftsmann, der mit seiner Familie jedes Jahr Urlaub in einem kleinen Standhaus macht. Er ist eigentlich die wichtigste Bezugsperson für den 16 jährigen Michael. Ihr Verhältnis ist sehr innig und sie unternehmen sehr viel miteinander. Die Mutter würde ich als eine ganz normale Hausfrau beschreiben, die gerne kleine Partys feiert und sehr schnell eifersüchtig wird. Doch sie bleibt meistens eher im Hintergrund.
Michael verliebt sich in diesem Sommer in Zina die im Gästehaus mit ihrer Mutter die Ferien verbringt. Doch sie hat ein Auge auf seinen Vater geworfen. Zina ist schon 20 und ich würde sie als sehr durchsetzungsfähig und von sich überzeugt beschreiben. Ihre Art hat mir oft gar nicht gefallen, sie behandelt Michael wie einen kleinen Jungen.
Die Art und Weise in der alles beschrieben wird, würde ich auf keinen Fall als feinfühlig einstufen. Es liest sich eher wie ein Tatsachenbericht und von den einzelnen Gefühlen spürt man nicht sehr viel.
Das beste Beispiel dafür ist, als der Vater ertrinkt spürt man überhaupt keine Trauer bei Michael. Obwohl er sogar dabei war, als sein Vater ertrank.

Ich vergebe:

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MacOss

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Antw:Charles Simmons - Salzwasser
« Antwort #1 am: 07. Januar 2010, 15:15:25 »

Hmmm, Dein Urteil stimmt mich nachdenklich, denn nach den Rezensionen zu diesem Buch, die ich gelesen habe, steht es seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste. Aber vielleicht sollte ich es dennoch nicht abschreiben, denn...

... eigentlich handelt es sich in diesem Buch um eine ganz normale Familie die aus einem Vater, der Mutter und ihrem 16 jährigen Jungen besteht. (...) Die Mutter würde ich als eine ganz normale Hausfrau beschreiben, die gerne kleine Partys feiert und sehr schnell eifersüchtig wird.

... normale Menschen liefern manchmal Vorlagen für die interessantesten Geschichten. Da sind es dann die kleinen Abgründe und Abweichungen von der Normalität, die sie ins Schlingern bringen.

Michael verliebt sich in diesem Sommer in Zina die im Gästehaus mit ihrer Mutter die Ferien verbringt. Doch sie hat ein Auge auf seinen Vater geworfen.

Das klingt doch schon mal sehr vielversprechend. :zwinker:

Es liest sich eher wie ein Tatsachenbericht und von den einzelnen Gefühlen spürt man nicht sehr viel.
Das beste Beispiel dafür ist, als der Vater ertrinkt spürt man überhaupt keine Trauer bei Michael. Obwohl er sogar dabei war, als sein Vater ertrank.

Nun, vielleicht waren da keine Gefühle und keine Trauer. Das soll's geben. Auch bei den eigenen Vätern...

Vielen Dank für deine Einschätzung des Buches. :winken:
Ich denke aber, ich werde ihm trotzdem eine Chance geben.
« Letzte Änderung: 07. Januar 2010, 15:24:41 von MacOss »
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Valentine

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Antw:Charles Simmons - Salzwasser
« Antwort #2 am: 07. Januar 2010, 15:16:42 »

Sehr fundiert kann ich mein Urteil nicht mehr begründen, weil die Lektüre schon vor LS- und Rezi-Schreib-Zeiten stattgefunden hat, aber ich konnte mich den vielen positiven Meinungen damals auch nicht anschließen und glaube sogar, das Buch gar nicht beendet zu haben. Ich fand's damals langweilig ...
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The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
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SunshineSunny

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Antw:Charles Simmons - Salzwasser
« Antwort #3 am: 07. Januar 2010, 15:22:59 »

Es liest sich eher wie ein Tatsachenbericht und von den einzelnen Gefühlen spürt man nicht sehr viel.
Das beste Beispiel dafür ist, als der Vater ertrinkt spürt man überhaupt keine Trauer bei Michael. Obwohl er sogar dabei war, als sein Vater ertrank.

Nun, vielleicht waren da keine Gefühle und keine Trauer. Das soll's geben. Auch bei den eigenen Vätern...

[/quote]

Naja, aber vorher wird das innige Verhältnis der Beiden beschrieben. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass es ihm egal ist wenn sein Vater vor seinen Augen ertrinkt.
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