Huhu, ihr Lieben!
So, da bin ich nun. Ich habe mein erstes schwedisches Buch gelesen. Von vorne bis hinten. Und ich bin mächtig stolz auf mich selbst, auch wenn ich - sogar bei einem Kinderbuch - noch viele Wörter nachschlagen musste. Aber es hat sich gelohnt.
Meine Meinung:Den Film kannte und liebte ich schon seit meiner frühen Kindheit. Zusammen mit Prinz Mio auf Miramis zu reiten und der wunderschönen Flötenmusik zu lauschen, die Mio und Jum Jum spielen, das hat mir immer schon gefallen.
Doch man wird älter und (naja, irgendwie) erwachsen und sieht nicht nur die vordergründige Geschichte, nämlich die eines kleinen, ängstlichen und unglücklichen Jungen, der durch Zauberhand in ein wunderschönes Reich mit einem liebenden Vater kommt und dort Abenteuer erlebt und Freunde findet. Inzwischen betrachte ich die Geschichte um Mio, so wie alle Lindgren Geschichten, auch aus anderen Blickwinkeln.
Das Kind in mir hat sich gefreut wie ein Schnitzel als Mio zum ersten Mal sein Pferd Miramis sieht. Sein eigenes Pferd. Was hätte ich als kleines Mädchen dafür gegeben. Astrid Lindgren scheint schon immer gewusst zu haben, wie Kinder ticken. Und dass auch ein Held sehr oft Angst hat und manchmal einfach nur auf dem Boden liegen und weinen will, wusste sie auch. Und in dieser Geschichte muss auch Mio einmal bitterlich weinen, doch als Leser fühlt man nur mit ihm mit und versteht, dass das wichtigste ist, irgendwann wieder aufzustehen und den Kampf aufzunehmen.
Mir hat das Buch viel besser gefallen als der Film. Sogar der Anfang, als Mio (oder Bosse) noch in trister Umgebung und bei der lieblosen Tante und dem Onkel wohnt, war schön zu lesen. Und das Ende ist genau wie man es sich nach einem solchen Märchen wünscht.

Normalerweis würde ich an all der Freude und dem Kitsch ersticken, aber nach Mios Abenteuern und all der Angst, die er gelitten hat, freut man sich einfach mit ihm und allen Bewohnern des Landes der Ferne.
Für dieses Kinderbuch, das ich bestimmt meinen eigenen Kindern vorlesen werde vergebe ich saftige 5 Ratten.

