

Originaltitel: Máscaras
Mario Conde ist eigentlich gerade in den Erkennungsdienst strafversetzt, aber als ein Transvestit, Sohn eines einflussreichen Politikers, ermordet aufgefunden wird, wird er als Ermittler eingesetzt. Marqués, ein Freund des Toten, ein alter Theaterregisseur, lange mit Berufsverbot belegt, wird für den Polizisten zum Führer in die Welt der Künstler und der Homosexuellen.
Durch den Kontakt mit Marqués wird in Conde wieder die Erinnerung an seine eigenen schriftstellerischen Anfänge und das jähe, erzwungene Ende hervorgerufen. Er löst sich teilweise von seiner Polizistenrolle und versucht dem alten Theatermann und Schriftsteller als Kollege gegenüberzutreten. In den vorigen Bänden hat man bereits die Unzufriedenheit Condes gespürt, aber in diesem Buch zeichnet sich eine Lösung ab, eine Idee, wie sein alternatives Leben aussehen könnte.
Ich habe dieses Buch begonnen, während vor meinem Fenster Schnee fiel, aber schon nach den ersten Zeilen konnte ich die niederdrückende Hitze des kubanischen Sommers förmlich spüren. Nachdem ich schon die beiden Vorgängerbände des Quartetts gelesen (und hier rezensiert) habe, fällt mir kaum noch etwas ein, ohne dass ich das Gefühl habe, mich zu wiederholen. Auch das Labyrinth der Masken ist wie immer eine wunderbare Beschreibung des Alltagslebens in Kuba und mit Mario Conde fühlt man sich von Buch zu Buch mehr verbunden.
