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Autor Thema: Anthony McCarten - Hand aufs Herz  (Gelesen 381 mal)

Jona77

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Anthony McCarten - Hand aufs Herz
« am: 04. Januar 2010, 16:01:05 »

Hand aufs Herz von Anthony McCarten

Ein richtig gutes Buch :-)

Ein Autohändler steht vor dem Bankrott, um sich zu retten schreibt er einen Wettbewerb aus und erhofft sich damit positive Werbung und somit neue Kunden. Er stellt ein Auto zur Verfügung, 40 Personen werden ausgelost, sie müssen ständig mindestens eine Hand an dem Wagen haben, wer als letzter noch am Wagen steht bekommt ihn. Wer auch nur 1 Sekunde loslässt ist sofort raus. Überwachen sollen sich die Leute gegenseitig und sofort "anzeigen" wenn jemand mogelt. Da kann man sich ja vorstellen was nach Stunden und Tagen passiert. Die Menschen sind todmüde, durchnässt und völlig am Ende, doch es gibt da eine kleine Gruppe in der jeder einzelne erbittert kämpft weil nicht nur der Gewinn des Autos für die zählt ... Auch für den Verkäufer geht es irgendwann um mehr als nur endlich Autos zu verkaufen.

Viel Spannung, ein wenig Liebe, interessante Einblicke in die menschliche Psyche, absolut zu empfehlen !!

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yanni

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Re: Anthony McCarten - Hand aufs Herz
« Antwort #1 am: 18. Januar 2012, 20:14:00 »

Der Autohändler Terry Back erhofft sich neben einen Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde einen einträglichen Werbeerfolg für sein Geschäft, als er einen Wettbewerb ankündigt. Wer am längsten eine Hand auf einen Geländewagen der Marke Discovery legen kann, der erhält den Wagen.
 
Die Resonanz ist so groß, dass Terry sich gezwungen sieht eine Auswahl zu treffen. Die unterschiedlichsten Menschen, mit den unterschiedlichsten Gründen, haben sich bei ihm eingefunden. An den Start gehen letztendlich 40 Personen. Unter ihnen sind Jess Podorowski, eine verwitwete Politesse mit behindertem Kind und Tom Shift, ein arbeitsloser Unternehmer, der im Kleinkrieg mit seinem Nachbarn lebt. Der Rentner Walter, ein Mann mit Schlafstörungen, ein Jugendlicher, ein Ex-Soldat und so fort. Alle glauben, dass ihr Grund oder ihre Voraussetzung ihnen zum Sieg verhilft.
 
Alle zwei Stunden gibt es eine Pause, um zur Toilette zu gehen, zu essen oder einfach auszuruhen. Zu Beginn ist alles noch kollegial, aber je weiter der Wettbewerb fortschreitet um so angespannter werden die Teilnehmer. Und es sind nicht nur sie, die kämpfen, denn inzwischen gibt es auch Gegner dieser Veranstaltung.

McCarten führt seine Hauptpersonen zu Beginn des Romans ausführlich ein. Es ist ganz klar, wie die Sympathiepunkte verteilt werden. Die restlichen Teilnehmer werden während des Wettbewerbs näher vorgestellt. Die Teilnehmer beschnuppern sich, gehen Beziehungen zueinander ein, die manchmal recht überraschend sind. Aber der Countdown läuft. Die anfangs auf zwei Autos verteilten 40 Leute schrumpfen unabwendbar, bis zum Final, in dem sich nur noch zwei gegenüberstehen.

Was sich nach einer leichten Komödie anhört, hat es teils ganz schön in sich. Wie weit ist man bereit zu gehen, um so einen Wettbewerb zu gewinnen? Sind solche Veranstaltungen überhaupt moralisch vertretbar? Aber keine Sorge. Die Mischung ist ausgewogen und der Roman wartet mit überraschenden Wendungen auf. Schade nur, dass man als Leser mehr als fünf Minuten Pause alle zwei Stunden braucht. Ein Buch, das bis zum Schluss nichts von seiner Anziehungskraft verliert.

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Jari

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Re: Anthony McCarten - Hand aufs Herz
« Antwort #2 am: 20. Januar 2012, 10:18:07 »

Das Buch habe ich vor einigen Jahren gelesen - damals habe ich noch nicht einmal Rezensionen geschrieben... Aber das Buch hat mir damals sehr gut gefallen, ich kann mich den positiven Stimmen hier nur anschliessen. Es ist ein sehr spezielles Werk, ich glaube, ab und zu auch ziemlich deftig.
Schön, dass ihr mich wieder auf das Buch gebracht habt! :winken:
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Valentine

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Re: Anthony McCarten - Hand aufs Herz
« Antwort #3 am: 20. Januar 2012, 11:32:19 »

Mir hat das Buch auch sehr gut gefallen (ich hatte damals die Hörbuchversion). Spannend und eindringlich.
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The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
George Eliot: Middlemarch