Hallo zusammen, hallo nimue,
Ich kann das "Parfum" auch nicht leiden, habe mir aber gerade etwas verwundert die Augen gerieben, als ich deine Kritik las:
Hallo,
Alle Welt ist von diesem Buch begeistert. Ich kann mich dem nicht anschließen - wahrscheinlich, weil ich jederzeit Trivialliteratur zwecks höherem Unterhaltungswert solchen überaus verwirrenden Werken vorziehe. Patrick Süskinds Schreibstil ist zwar sehr ausgefeilt, den Roman selbst fand ich allerdings extrem _krank_ und verstörend.
Ich wuerde eher sagen, das "Parfum"
ist Trivialliteratur, voller Kolportageelemente, verwiesen sei nur auf den albernen Anfang, der dem ebenso hanebuechenen Schluss (da bin ich ganz Papyrus' Meinung) in nichts nachsteht. "Verstoerend und krank" wuerde ich das nicht nennen, ich halte es einfach fuer reisserischen Trash.
Ich habe es auch in der Schule gelesen und meine damalige Lehrerin hat es gemocht, ich habe das schon mal erwaehnt. Sie fand die Beschreibungen der Gerueche so unglaublich gelungen und neu. Das Witzige war, dass wir das "Parfum" im Rahmen einer UE ueber die literarische Darstellung von Geruechen behandelt haben, und dass ich die anderen Texte (z.B. Passagen von Proust, Huysmans, Colette, einige Gedichte von Baudelaire) um Laengen ausgefeilter und sprachlich schoener fand als den Sueskind-Schinken. Insofern konnte ich natuerlich auch die Neuheit des Ganzen nicht so recht nachvollziehen, denn allein, dass jemand den Geruchssinn
ins Zentrum eines Romans stellt, macht ja seine Beschreibung nicht origineller, sondern nur ausfuehrlicher.
@Sandhofer, ich wusste gar nicht, dass Sueskind einer Schriftstellerdynastie entstammt. Wer war denn sein Vater? Und was hat er geschrieben?
Herzlich, B.