Hallo ihr Lieben!
Bisher kannte ich nur "The Hound of the Baskervilles", aber da ich in den letzten Tagen die ersten beiden Staffeln der BBC-Serie "Sherlock" gefressen habe, bin ich im Holmes-Fieber.

Zum Glück hat mir mein Onkel irgendwann diese wunderschöne (und riesige) Gesamtausgabe der Sherlock-Romane geschenkt - Kurzgeschichten sind aber, soweit ich weiß, nicht dabei.

Inhalt:A Study in Scarlet ist die erste erschienene Geschichte des berühmtesten Detektivs aller Zeiten: Sherlock Holmes. Dr. Watson, der gerade aus dem Krieg in Afghanistan zurück gekommen ist, bezieht zusammen mit Sherlock Holmes eine Wohnung in der allbekannten 221B Baker Street. In dieser Geschichte löst Sherlock Holmes das Rätsel um einen mysteriösen Mordfall. Watson folgt ihm und erzählt detailiert von Sherlocks beeindruckenden deduktiven Fähigkeiten.
Meine Meinung:Mein erster (und letzter) Sherlock Holmes ist einige Jahre her, daher hat mich überrascht, wie leicht lesbar diese Geschichte war. In weniger als 2 Stunden habe ich - mit Sherlocks Hilfe natürlich - das Rätsel gelöst, den Mörder gefangen und zwischendurch ein bisschen großkotzig von meiner Überlegenheit erzählt.

Besonders gefallen hat mir, dass wir im zweiten Teil wirklich die gesamte Hintergrundgeschichte erfahren, die zu unserem Mordfall geführt hat. Das hätte ich nicht erwartet, war aber positiv überrascht. Nicht nur springt Doyle vom eher dialoglastigen ersten Teil zu einer schönen Erzählung, sondern er packt auch noch Kritik an gewissen Themen in diese Geschichte. Der Mörder erhält ein Motiv, das nachvollziehbar ist und dass ihm einen weniger schwarz-weißen Charakter verleiht.
Sherlock Holmes ist ein liebenswert eingebildeter Charakter, und obwohl sein Wissen teilweise unglaubwürdig breit gefächert ist, genieße ich, seine Schlussfolgerungen zu lesen und ignoriere meine innere Stimme. Die Dynamik zwischen Sherlock und Watson beginnt zwar gerade erst zu entstehen, aber ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer mit den beiden.
SHERLOCK vs. Sherlock HolmesIch muss es erwähnen, weil ich mein Herz an die Serie verloren habe.
Es ist auffällig, wie perfekt diese klassische Geschichte in die Gegenwart versetzt wurde. Der Anfang von Serie und Buch ist beinahe Szene für Szene identisch - nur, dass es Handys, Autos und das Internet gibt, natürlich. Passenderweise (achtung, Sarkamus an) gab es auch pünktlich einen weiteren Krieg in Afghanistan, aus dem Watson zurückkehren konnte...
In der Auflösung des Mordfalls gibt es gezwungenermaßen einige Veränderungen, aber die Serie schafft es trotzdem, die Essenz des Originals einzufangen und Sherlock und Watson Leben einzuhauchen. Ob sie nun mit altmodischen Ohrensesseln oder Laptops ausgestattet ist, 221B Baker Street ist momentan eine meiner Lieblingsadressen.
Liebe Grüße,
Wendy