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Autor Thema: Theresa Révay - Das Erbe der Fonteroys  (Gelesen 472 mal)

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Theresa Révay - Das Erbe der Fonteroys
« am: 01. Januar 2010, 10:52:08 »

Dieses Buch habe ich irgendwann Ende des Jahres bekommen - im Doppelpack mit einem zweite - und hab mich gleich draufgestürzt. Ein Buch der Autorin stand ja auch auf meiner Wichtelwunschliste.



Klappentext:
Sie sind eine mächtige und berühmte Dynastie von Pelzhändlern. Um 1900 trägt ganz Paris die Kreationen der Fonteroys. Aber der junge Leon Fonteroy sucht das Abenteuer. Während er nach Kanada und Russland reist, muss sein Bruder Andre die Tradition des Hauses weiterführen. In seiner Ehe mit der schönen Valentine ahnter nicht, dass sie ein Geheimnis vor ihm verbirgt. Andres Kinder werden in die Wirren der Geschichte verstrickt, als sie im Zweiten Weltkrieg Sergei begegnen, dem Sohn von Leon. Eine verbotene Liebe droht die Familie der Fonteroys zu zerreissen.

Meine Meinung:
Ein historischer Roman über eine Familie, die ihr Leben der Herstellung von Pelzen gewidmet hat. Eine Geschichte, die in der „jüngeren“ Vergangenheit spielt – in der Zeit um den zweiten Weltkrieg.

Der Roman spielt auf drei Ebenen – in drei Ländern – und erzählt somit drei Geschichten, Schicksale, die miteinander verwoben sind. In Frankreich geht es im die Familie Fonteroy, um Andre und seine Frau Valentine und deren Kinder. In Deutschland – genauer gesagt in Leipzig – dreht sich die Geschichte um Freunde von Andre. Und zuletzt in Sibirien treffen wir auf Leon Fonteroy, von dem seine Familie denkt, dass er längst verstorben ist und der dort unter einem anderen Namen lebt.

Um sie, ihre Familien und Ihre Freunde dreht sich eine interessante Geschichte. Alle drei Wege finden zusammen, es entstehen Beziehungsgeflechte, die den Leser die Gefühlswelt der Protagonisten authentisch, spannend und berührend vermittelt. Auch die Nazizeit in Deutschland, die Judenverfolgung und der Krieg spielen eine, wenngleich auch nicht übergeordnete Rolle. Wir landen zum Schluss sogar in Ost-Berlin und erleben, wie eine Flucht vorbereitet wird.

Der Autorin gelingt es, die Geschichte in erzählenden Bilder auferstehen zu lassen. Einen Großteil der Szenen konnte ich mir bildlich richtig gut vorstellen, so detailreich wurden sie beschrieben.

Einziges Manko an dem Buch – die Zeitsprünge zwischen den einzelnen Abläufen waren mir teilweise zu groß und was dazwischen geschieht, wurde nicht immer ausreichend erklärt. Einige Fragen blieben leider offen.

Ansonsten ein gutes Buch, das Lust darauf macht, mehr von der Autorin zu lesen.

Meine Wertung:  4ratten
Gespeichert
Wer der Sonne entgegen wandert, läßt die Schatten hinter sich