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Autor Thema: [Nautik] William P. Mack – Kommodore Kilburnie. Im Kielwasser Lord Nelsons  (Gelesen 402 mal)

Aldawen

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Inhalt: Nach seinem Schiffbruch vor der irischen Küste wieder genesen, soll Fergus Kilburnie auf Wunsch Lord Nelsons eine neue Fregatte übernehmen, das Schwesterschiff bekommt Fergus' alter Freund Jason Essex. Die beiden jungen Kapitäne sind Nelson positiv aufgefallen und er will sie unbedingt in seiner Flotte haben. Als kleines Geschwader sichern sie vor der Schlacht von Kopenhagen den Südzugang, haben ansonsten damit aber nicht viel zu tun. Anschließend sollen sie an der französischen Küste ein paar Agenten absetzen, eine Aktion, die offensichtlich verraten wurde, denn es steht ein „Empfangskomitee“ bereit. Der dabei verletzte Essex wird nach England ins Lazarett geschickt, während Kilburnie mit seinen Schiffen im Kanal bleibt. Es gelingt ihm, ein französisches Schiff mit wertvoller Ladung aus dem Hafen von Lorient zu entführen, was seiner Karriere keineswegs abträglich ist. Der nächste Auftrag besteht darin, ein französisches Invasionskorps auf dem Weg zu den Cayman-Inseln so lange zu behindern, bis die britische Verstärkung eingetroffen ist, was Kilburnie mit seinen insgesamt fünf Schiffen und einer Nadelstichtaktik bravourös löst. Als Essex nach dem Tod seines Vaters den Abschied aus der Navy nimmt, um seine neuen Pflichten als Lord Satterfield anzutreten, bekommt sein Schiff einen neuen Kapitän. Hardcastle ist ein Bürokrat und schikaniert seine Leute, kaum im Mittelmeer angekommen, erbittet Kilburnie deshalb bei Admiral Collingwood dessen Ablösung, was ihm auch gewährt wird. Es folgt eine Zeit eher langweiligen Patrouillendienstes, bis Nelson wieder ins Geschehen eingegreift. Vor Kap Trafalgar wird die vereinigte französisch-spanische Flotte gestellt ...


Meine Meinung: Auch dieser Band schließt nahtlos an seinen Vorgänger (Fergus Kilburnie) an, denn dieser endete mit dem Schiffbruch, der Fergus' Rekonvaleszenz zu Beginn dieses Romans vorausgeht. Bedauerlicherweise nehmen Kilburnie und sein Mini-Geschwader nicht an der Schlacht von Kopenhagen teil, so daß man die dortigen Ereignisse nur aus den Berichten von beteiligten Kapitänen geschildert bekommt. Gleiches gilt hier übrigens auch für Nelsons Beisetzung.

Fergus' Karriere verläuft weiter in atemberaubenden Tempo, denn er ist kaum Kapitän, da bekommt er auch schon sein erstes, wenn auch kleines Geschwader und nach der ersten Bewährungsprobe in dieser Funktion wird er auch schon zum Kommodore befördert. Das ist mir alles viel zu schnell und zu glatt, selbst unter Einrechnung von Nelsons Protektion. Admiral ist Fergus am Ende zwar nicht, aber nur deshalb, weil er nach Trafalgar und Nelsons Tod seinen Abschied nimmt.

Passend zur Vorgeschichte spielt auch hier vieles an Land, denn Fergus' Frau Shannon beginnt eine Rennpferdzucht. Das ist ja nicht per se uninteressant, aber bei einem Offizier der Royal Navy während der Kriege mit Napoleon interessieren mich die Planungen für seinen Ruhestand und die Konstruktionspläne für Pferdeställe nun überhaupt nicht. Der Kerl hat gefälligst die französischen Schiffe über die Meere zu jagen und ihnen reichlich Kanonenkugeln um die Ohren zu donnern. Nach dem Zwischenhoch im zweiten Band fiel dieser doch wieder etwas ab, auch weil Kilburnie an den entscheidenden Schlachten wie schon bei Abukir nur als Zuschauer teilnimmt. Da helfen auch andere Kunststückchen nur bedingt, um das richtige Gefühl von Seeluft und Pulverdampf zu vermitteln.

 3ratten

Schönen Gruß,
Aldawen
« Letzte Änderung: 23. Oktober 2010, 17:09:12 von Aldawen »
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Kinywa ni jumba la maneno.
Der Mund ist der Palast der Worte. – Sprichwort aus Ostafrika