Also ich habe die Mumins erst im Erwachsenenalter kennengelernt und habe mich trotzdem zum Fan entwickelt.

Genau wie meine Tochter, die sie im Alter von ca. 5-6 Jahren kennengelernt hat.
Allerdings muß man sagen, daß
"Geschichten aus dem Mumintal" kein guter Einstieg in die Welt der Mumins ist. Wir haben begonnen mit
"Die Mumins - Eine drollige Gesellschaft" und dieses Buch empfehle ich immer wieder gern als Einstieg, obwohl es nicht das erste der
Reihe ist. Aber es hat eine interessante Handlung und stellt die Personen, die in den Muminbüchern eine Rolle spielen, recht gut vor.
Die Hatifnatten, die Filifjonka, der Hemul, Schnupferich usw. sind meines Wissens keine Gestalten der nordischen Mythologie, sondern ebenso wie die Mumintrolle von Tove Jansson erfunden worden. Saltanah möge mich korrigieren, falls ich mich irre.
Manche Geschichten fand ich richtig schön, wie z.B. "Der Tannenbaum" (die Mumins werden aus ihrem Winterschlaf gerissen und bekommen das wundersame Weihnachten mit) oder "Die Geschichte vom letzten Drachen auf der Welt" (Mumin findet einen Drachen, aber der ist von Mumin gar nicht begeistert). Es werden ein paar Lebensweisheiten vermittelt oder die Geschichten sind einfach nur amüsant.
Diese beiden von dir genannten Geschichten haben auch mir am besten gefallen. Auch
"Die Frühlingsmelodie" finde ich sehr schön und
"Das unsichtbare Kind" ist ganz nett, wenngleich nicht gerade pädagogisch wertvoll. Andere sind ziemlich düster, das stimmt. Die Hatifnatten finde ich eher lustig (kann mir aber schon vorstellen, daß ein Kind sich vor ihnen gruselt.) Die Filifjonka ist einfach eine depressive Person. Wenn man die anderen Bücher kennt, weiß man das und erwartet es nicht anders.
Auch für mich ist dies nicht das beste Buch aus der Muminreihe. Eher eine Art Ergänzung, wenn man die anderen schon kennt. Trotzdem bekommt es, vor allem wegen der besseren Geschichten, von mir
