Weiter geht es. Ich war gerade so schön im Lesefluss und schwupps war das Buch auch schon vorbei. So kann's gehen.

Kapitel 31 hat mich mal wieder ein wenig genervt, glücklicherweise kam das ja nicht oft vor. Da befragt Steve Smudger noch einmal und tut es aber so unglaublich halbherzig, dass er es eigentlich auch gleich hätte bleiben lassen können. Das zeigt im Grunde einfach nur, dass weder für ihn noch für irgendwen anders Smudger als Täter in Frage kommt. Dann kann man sich sowas doch auch gleich sparen und statt dessen richtige Spuren verfolgen.

Immerhin hat mich Glorias Auftritt am Ende wieder versöhnt.

Allein die Vorstellung, wie diese Frau (ich habe sie ziemlich schlank vor meinem geistigen Auge) in dem Riesenteil von einem BH durch die Tür kommt...

Ich würde mir Gloria manchmal echt gern ausborgen. Mit der hat man sicher verdammt viel Spaß.

Kapitel 32 kommt mal gleich mit einer Menge Infos daher. Pardoe hat Alibis, scheidet als Täter also erwartungsgemäß ebenfalls aus. Da bleibt in meinen Augen dann wirklich nur noch Mead. Der soll angeblich in London sein, was aber nach einem Anruf Honeys als falsch entlarvt wurde. Die gute Gloria schwankt zwischen Selbstmitleid und Wut darüber, dass sie abserviert wurde - zum Teil finde ich das ganz amüsant.

In Kapitel 33 müssen nun auch Honey und Steve einsehen, dass eigentlich alles auf Mead hindeutet. Er hat tatsächlich billiges Mischfleisch aus Osteuropa importiert und der Schwindel drohte aufzufliegen. Wie überraschend, dass sie statt des geplanten Abendessens bei Steve mal eben eine Hau-Ruck-Aktion starten und zu zweit (!) gegen Mead und Konsorten ausrücken. Wer's glaubt.

Egal. Bei den Lagerhäusern angekommen stellen sie dann sogar fest, dass der gute Roland Drogen ins Land schmuggelt - und das natürlich gleich in richtig großen Mengen. Nach dieser Entdeckung fällt dem Super-Cop Steve dann endlich mal ein, dass man ja Verstärkung anfordern könnte. Blöd nur, dass beide (um den ruhigen gemeinsamen Abend zu sichern) ihre Handys nicht dabei haben. So was blödes aber auch.

Natürlich werden sie dann beim Schnüffeln auch noch entdeckt und in ein sehr sehr sehr kaltes Kühlhaus gesperrt - gut, dass der Riesen-BH auch wunderbar als Mütze für zwei getragen werden kann.

Aber, was soll ich sagen, die Rettung naht! - In Form von Lindsey und Gloria (in Turnschuhen!). Natürlich ist die Rettungsaktion waghalsig bis zum Umfallen, aber erfolgreich und Familie Honey und Steve kann den geordneten Rückzug antreten und den Rest den richtigen Polizisten überlassen. Dabei stellt sich dann heraus, dass Meads Chauffeur und Mädchen für alles wohl die Morde begangen hat - aber immerhin auf seine Anweisung. Also lag ich doch gar nicht so falsch.

Eigentlich passt das Ende ja wirklich zum Buch, aber dieses Maß an übertriebener Unglaubwürdigkeit war dann doch zu viel für mich. Ich habe permanent zwischen ungläubigem Lachen und Kopfschütteln geschwankt. So richtig gewonnen hat keine Seite. Das Smudger am nächsten Morgen vor dem Eintreffen der Polizei dem guten Mead auch noch ein blaues Auge verpasst und es keinen interessiert, fällt dabei kaum noch ins Gewicht.
So, das war nun meine erste Einschätzung zum letzten Abschnitt. Ich bin gespannt, wie ihr das Ende so wahrgenommen habt.