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Autor Thema: Imre Kertész - Der Spurensucher  (Gelesen 542 mal)

Kirsten

  • bibliophile Marathoni
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Imre Kertész - Der Spurensucher
« am: 10. Dezember 2009, 14:15:48 »



Über den Autor
Imre Kertész wurde am 9.11.1929 in Budapest geboren. Wegen seiner jüdischen Abstammung kam er 1944 über Auschwitz ins Außenlager von Buchenau, Wille. Am 11.4.1945 wurde er befreit. Die Erlebnisse in Buchenau verarbeitete er in seinem ersten Werk Roman eines Schicksalslosen. Er ist der erste und bisher einzige ungarischsprachige Autor, der mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Der Spurensucher
Nach vielen Jahren ist es endlich soweit: der Lagerinsasse geht mit seiner Frau nach Buchenwald um die Stätte seines Leidens wieder zu sehen. Doch er geht nicht als ehemaliger Gefangener dorthin, sondern als überlegener Beobachter. Dieser Abstand soll ihm dabei helfen, mit der Vergangenheit abzurechnen. Doch das Lager ist nicht mehr dasselbe, das er in Erinnerung hatte. Nur das Tor mit dem Spruch "Jedem das Seine" ist geblieben, dahinter ist nichts mehr. So bleibt die Bewältigung der Vergangenheit bleibt aus und dem Spurensucher bleibt nur die Gegenwart, die in ihrer Normalität für ihn immer noch fremd ist.

Meine Meinung
Auf der Suche nach der Vergangenheit kehrt ein Mann nach vielen Jahren nach Buchenau zurück. Er will sich den Dämonen der Vergangenheit stellen, doch die Konfrontation bleibt ihm verwehrt. Nur das Tor, durch das er damals gehen mußte ist geblieben und auch die Menschen in der Umgebung des Lagers wissen nichts mehr davon oder reagieren gereizt wenn man sie darauf anspricht. Gereizt ist auch der Suchende je näher er dem Lager und damit seinen Erinnerungen komm. Er will alleine dorthin gehen doch er kann nicht verhindern dass ihn seine Frau zumindest einen Teil des Wegs begleitet. Je näher der Moment der Konfrontation rückt, desto verbitterter scheint er zu werden und auch als alles vorbei ist, haftet die Verbitterung immer noch an ihm.
Der Spurensucher zählt mit ungefähr 120 Seiten zwar zu den dünneren Büchern, aber der Inhalt ist dafür umso schwerer. Zwischen den Zeilen kann man deutlich die Spuren lesen, die das Lager nicht hinterlassen hat, nicht nur bei den Insassen, sondern auch bei deren Angehörigen. Es ist ein Buch über das ich sicher noch einige Zeit nachdenken werde.
3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

Liebe Grüße
Kirsten
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Proved the points that I needed proving
Lost the friends that I needed losing
Found others on the way