Hallo liebe Mitleser!

Ich habe inzwischen das
5. Kapitel beendet und habe nun William Rackham kennengelernt. Was ich von ihm halten soll, weiß ich noch nicht - erst war er mir ganz sympathisch, aber im Laufe der Erzählung ist mir aufgefallen, dass er doch ziemlich im Selbstmitleid suhlt ohne etwas gegen sein "Elend" zu machen. Mal schauen wie er sich in Zukunft macht. Zumindest hat er schon mal Sugar getroffen und ist gänzlich bezaubert von ihrer Schönheit, aber auch von ihrem Wissen über Bücher.
Wie Rackham zu Sugar gefunden hat, hat Meli ja bereits erwähnt. Mich würde interessieren, was diese Sache ist, die er von Alice und Claire verlangt hat. Also, eigentlich will ich es nicht wissen, aber neugierig bin ich schon!

Übrigens bin ich ständig über das Wort Omnibus gestolpert - darunter stelle ich mir einen normalen Bus der heutigen Zeit vor, was in dem Fall natürlich völliger Quatsch ist. Von der Zeit her müssten wir es mit einem
Dampf-Omnibus zu tun haben.
„The Girls that are Wanted” erklärt dem Leser welches Frauenbild zu jener Zeit am angesagtesten war. Mir jedenfalls sträuben sich da alle auffindbaren Haare.
Nicht nur dir.

Und im Text gibt es noch weitere Beispiele dafür, ich sage nur "Ihr fehlte der instinktive Verstand eines Mannes dafür, was Größe hat und was nicht." (S. 139 der HC-Ausgabe)
Warum soll man aufpassen? Und wer spricht da mit einem? Wann hatte ich den Entschluß gefasst mit ihm zu kommen? Als mir dann klar wurde, dass es das Buch selbst ist, das mit mir spricht, begann die Sache mich noch mehr zu fesseln.
Interessant - bei mir war es so, dass ich erst nicht glauben konnte, dass das Buch mit mir spricht. Ich habe immer darauf gewartet, dass noch der Name des Charakters genannt wird, mit dem gesprochen wird. Mit zunehmender Seitenzahl musste ich aber doch irgendwann einsehen, dass ich gemeint bin.

Die Arme scheint, wenn ich das richtig diagnostiziere, an Neurodermitis zu leiden. Oder gibt's noch eine andere Hautkrankheit mit diesen Symptomen?

Ich wäre jetzt gar nicht darauf gekommen, dass Sugar an einer Hautkrankheit leiden könnte. Werden außer ihren trocknen Lippen denn noch andere Symptone erwähnt?
Dass das Buch polarisiert, liegt wahrscheinlich vor allem an der teils derben Sprache. Mir macht sie nichts aus, wenn sie wie bisher nur in niedrigen Dosen daherkommt - es gibt schließlich zu viele Romane, die um den heißen Brei herumreden.

Von Michel Faber habe ich dieses Jahr schon
Die Unvollendete gelesen, welches aber völlig anders ist als "Das karmesinrote Blütenblatt" ist, schon allein vom Umfang her.
Viele Grüße
Cuddles