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Autor Thema: Martin Suter - Der letzte Weynfeldt  (Gelesen 3301 mal)

Bettina

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Antw:Martin Suter - Der letzte Weynfeldt
« Antwort #15 am: 22. November 2009, 13:16:53 »

Ich lese Kapitel für Kapitel und bin jetzt bei ungefähr 20. Ich komme zudem gerade selten ins Netz. Aber ich gebe nicht auf. Das Buch liest sich an sich ja gut. Ich werde mich um Dein voriges Posting etwas mehr kümmern können, wenn ich wieder viel Bandbreite ins Netz habe und mehr Zeit.

Jedenfalls hast Du Recht, wie ich finde, mit Deiner Materialisten-Rede. Adrian hat wohl das Pech, zu den oberen Zehntausend zu gehören, da er den Umgang damit nicht so richtig hinbekommt. Wie er seinen jungen Freundeskreis am Ende des Buchs wohl beurteilt? Ich glaube, dass ihm in Sachen Lorena noch die Augen aufgehen werden. Vielleicht räumt er sein Telefonbuch bei der Gelegenheit dann auch noch auf.

Lorena habe ich in einer Hinsicht falsch eingeschätzt: Sie hatte Adrian nicht von Anfang an auf der Einfangliste. Das war ein Zufallstreffer. Ich hatte vermutet, dass sie damals schon konkret an ihm wegen seines Berufs etc interessiert war. Dabei ergab sich das ja erst hinterher, dass sie als Lockvogel dienen soll. Adrian ist so giggerig, weil sie ihn an Daphne erinnert; das konnte sie nicht wissen, das hat erst Baier kapiert.

Dass sie ihn an der langen Leine hält, kann ich nachvollziehen. Sie will ja auch an anderen Quellen graben und gucken, wo sich Vorteile ergeben. Sich ganz auf Adrian einlassen wird sie wohl nicht (im Sinne von reichen Mann angeln), weil sie sich auf diesen Kreis Menschen und Lebensstil nicht einlassen will. So schätze ich Lorena ein. Geld haben ja, aber mit einem Stil, den sie selber bestimmt.
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Alfa_Romea

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Antw:Martin Suter - Der letzte Weynfeldt
« Antwort #16 am: 22. November 2009, 15:04:34 »

So schätze ich Lorena ein. Geld haben ja, aber mit einem Stil, den sie selber bestimmt.

Den Eindruck habe ich auch. Es wäre dann nur schön, wenn sie sich in dem Fall auch selber um den ehrlichen Erwerb des Geldes kümmern würde, statt andere auszunehmen. Sich das Ausnützen so genannter Siegelringträger zum Businessplan zu machen, ist meines Erachtens nicht nur moralisch verwerflich (obwohl die Siegelringträger selber auch unmoralisch handeln), sondern auch würdelos und unreif. Dass die Gute offenbar unter Depressionen leidet, rechne ich ihr an, aber unterm Strich gibt das immer noch kein annähernd positives Bild von Lorena. Irgendwie wirkt sie auf mich eher wie ein verschüchtertes Mädchen, das keine Ahnung hat, wo es in der Welt hingehört - und das im reifen Alter von 37... Wahrscheinlich ist sie schlichtweg zu dumm, um einen Lebensweg zu finden, der sie nachhaltig glücklicher macht, als sie es im Moment ist. Intelligenz oder auch nur Anzeichen davon konnte ich bei ihr jedenfalls keine entdecken. (Um so erstaunlicher, dass Weynfeldt sich für sie interessiert - er muss Daphne irgendwann wirklich sehr geliebt haben...)
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Bettina

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Antw:Martin Suter - Der letzte Weynfeldt
« Antwort #17 am: 25. November 2009, 15:45:52 »

Jou, Adrian ist in Sachen Frau ziemlich einfach gestrickt.

Wahrscheinlich ist sie schlichtweg zu dumm, um einen Lebensweg zu finden, der sie nachhaltig glücklicher macht, als sie es im Moment ist. Intelligenz oder auch nur Anzeichen davon konnte ich bei ihr jedenfalls keine entdecken.

Wo muss ich unterschreiben?
Irgendwie hat sie sich immer von Job zu Job geschlagen ohne zu merken, dass sie damit auf Dauer nicht weit kommt. Es gibt ein Alter, ab dem einfach Schluss mit Jobhopping ist - als Model und Messehostess sowieso. Nur hat sie nie den Ankerplatz gefunden oder nicht sehen wollen.

Ich habe das Buch inzwischen fertig gelesen und es hat mich auch weiter nicht vom Hocker gerissen. Ich war am Ende gar fast enttäuscht, dass Adrian seine Emanzipation nicht vollständig macht und Lorena ebenfalls der Polizei meldet. Diese erzählerische Konsequenz hatte ich irgendwie in all dem Grau erhofft. Dass es eben auch grau bis schwarz endet. Da hat Adrian viel Vertrauen, dass sie ihn nicht wieder besch... wird. Sie wäre eigentlich der Typ, der auch Adrian, den großen Retter irgendwann opfern würde.

Umgekehrt könnte das auch ein Signal sein, dass das große Glück eben nicht immer unter seinesgleichen zu finden ist und dass der Umgang mit den Schönen und Reichen nicht das Gelbe vom Ei ist.

An der Rezi bastle ich gerade noch.
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Bettina

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Antw:Martin Suter - Der letzte Weynfeldt
« Antwort #18 am: 25. November 2009, 16:22:48 »

Fertig gebastelt.
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Saltanah

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Antw:Martin Suter - Der letzte Weynfeldt
« Antwort #19 am: 26. November 2009, 01:19:58 »

Tja, da habe ich wohl nicht viel verpasst. Ich habe zwar immer noch ein schlechtes Gewissen, dass ich euch habe hängen lassen, aber es war wohl doch die richtige Entscheidung für mich, die Lektüre abzubrechen.
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Alfa_Romea

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Antw:Martin Suter - Der letzte Weynfeldt
« Antwort #20 am: 26. November 2009, 14:19:27 »

Ich habe zwar immer noch ein schlechtes Gewissen, dass ich euch habe hängen lassen,

Ach was... Lesen soll Spass machen und wenns das nicht tut, hat man das falsche Buch in der Hand - es gibt genug Zwänge im Leben, da muss man sich die Freizeit nicht zum Krampf machen  :zwinker:  :knuddel:
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Bettina

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Antw:Martin Suter - Der letzte Weynfeldt
« Antwort #21 am: 26. November 2009, 15:28:59 »

Eine schlechte Nacht noch wegen des schlechten Gewissens und dann ist's gut :zwinker:

Ich hätte auch ohne Weynfeldt ganz gut leben können. Dafür werde ich das Buch jetzt nicht los :breitgrins: Am Wochenende traf ich auf Freunde, die das Buch gut fanden. Schon gelesen und selbst besessen: Da wurde ich es nicht los. Die Bibliotheken hier haben es höchstwahrscheinlich alle selbst. Da muss ich Glück haben, um eine zu finden, die es nimmt. Jedenfalls suche ich jetzt nach einer Bleibe. Vielleicht die Nachbarin? Wenn sie das Buch gut findet, bleibt das Verhältnis zu ihr gut, wenn sie den Weynfeldt so lala findet wie ich, bin ich eine gute Nachbarin los :gruebel:
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Alfa_Romea

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Antw:Martin Suter - Der letzte Weynfeldt
« Antwort #22 am: 26. November 2009, 18:18:05 »

@Bettina:
Da habe ich eine elegante Lösung. Eine Arbeitskollegin wollte es kurz nach dem Erscheinen lesen, tat es dann aber doch nicht. Der werde ich das Büchlein vermachen  :breitgrins:
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Antw:Martin Suter - Der letzte Weynfeldt
« Antwort #23 am: 26. November 2009, 19:41:50 »

Oh, dann schicke ich Dir meines noch mit, bei Dir am Arbeitsplatz findet sich sicher noch jemand. Ich habe festgestellt, dass da vermutlich auch eine Bekannte von mir arbeitet :breitgrins:
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