Nö. Ich breche ab.
Den Satz "wer den Schwarm gut fand, wird Limit auch mögen" kann ich leider nicht unterschreiben. Ich würde hier eher eine diplomatische Warnung aussprechen in die komplett entgegengesetzte Richtung: "Wer den Schwarm liebte, wird von Limit lange nicht so begeistert sein."
Der Anfang war ganz nett, aber mittlerweile (ich habe gut 700 Seiten geschafft) denke auch ich immer mehr, dass mit dem Roman nur die Geldmaschine am Laufen gehalten werden soll. Die Passagen der Mond-Reisegruppe sind unterhaltsam, aber den anderen Handlungsstrang finde ich quälendst langweilig und völlig überzogen. Ich hab mir von meinem Mann (der sich - Respekt - innerhalb nicht mal einer Woche durch das Buch gelesen hat, und er liest sonst ca. ein bis zwei Bücher im Jahr) den Rest der Handlung erzählen lassen, so dass ich nicht ganz im Dunkeln stehe, aber selbst der sogenannte Clou ist für mich nicht so reizvoll, dass ich meine Zeit noch weiter damit verschwenden möchte.
Die Story ist in keiner Weise lahm, das möchte ich anmerken, die Idee ist klasse und birgt sehr viel Potential, aber in diesem Fall ist es Schätzing in meinen Augen nicht gelungen, es passend, flüssig und spannend darzustellen. In einer negativen Amazon-Rezension (die ich immer nur dann lese, wenn ich ein Buch besonders gut oder schlecht fand) steht u.a. sinngemäß etwas wie: "Schätzing scheint hier in den Thesaurus-Topf gefallen zu sein." Dem kann ich nur zustimmen. Es nimmt überhand und nervt sehr.
Ich habe gemerkt, dass ich immer gereizter wurde, weil ich hier so schöne andere Bücher stehen habe, die mich mit lauteren Stimmen rufen, und endlich traue ich mich, ein weiteres Buch abzubrechen. Das ist das zweite oder dritte bisher in meiner Lesekarriere, und das will echt was heißen.
