Es hat ein Weilchen gedauert, aber nun bin ich durch. Den positiven Meinungen über das Buch kann ich mich anschließen. Da ich ausführliche Schilderungen mag, habe ich mich in der Geschichte sehr wohl gefühlt und die wenigen Ausnahmen, in denen es doch für meinen Geschmack zu ausufernd wurde, liegen an meinem mangelnden Interesse an dem jeweiligen Thema. Man sollte nicht den Fehler machen, das Buch am Anfang zu lange aus der Hand zu legen, denn die vielen Figuren sind schnell vergessen oder durcheinandergewürfelt, selbst wenn man das Personenregister zu Rate ziehen kann. Wenn man sich erst einmal eingelesen hat, zieht einen der straffe Ablauf schnell in seinen Bann, und die beiden Handlungsstränge sind jeder für sich spannend genug, um sich nicht zu ärgern, wenn der Schauplatz wieder wechselt. Dass so viele Charaktere über die Klinge springen, passt zur Handlung und hat mich deshalb nicht weiter gestört. Das wäre eher der Fall gewesen, wenn sie sich aus unlösbaren Problemen mit heiler Haut gerettet hätten.
Von SF lasse ich normalerweise die Finger, aber hier gefiel es mir zur Abwechslung einmal. So abwegig erscheinen die technischen Errungenschaften irgendwie gar nicht, und wenn man sich die Entwicklung unserer Technologien ansieht, kann man sich gut vorstellen, dass die eine oder andere tatsächlich bald zum wirklichen Leben gehört. Mich wundert nur, dass Schätzing es in eine relativ nahe Zukunft gelegt hat.
Wurde eigentlich schon auf die
Limit-Homepage hingewiesen? Dort gibt es einen Überblick über die Schauplätze und Personen sowie aufschlussreiche Skizzen.
