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Autor Thema: Sue Monk Kidd - Die Bienenhüterin  (Gelesen 5632 mal)

Valentine

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Re: Sue Monk Kidd - Die Bienenhüterin
« Antwort #45 am: 08. Juni 2007, 10:52:39 »

Südstaaten der USA in den 60er Jahren. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter lebt Lily allein mit ihrem gefühlskalten und brutalen Vater und der Haushälterin Rosaleen, ihrer einzigen wirklichen Bezugsperson. An die Mutter hat sie nur noch verschwommene Erinnerungen - insbesondere an ihren Tod, an dem sie sich die Schuld gibt.

Als Rosaleen aufgrund ihrer Hautfarbe verhaftet und später im Gefängnis zusammengeschlagen wird, ist Lily entsetzt. Und als der Vater wieder auf sie losgeht, flieht sie, nicht ohne vorher noch Rosaleen aus dem Krankenhaus zu holen, wo sie wie eine Schwerverbrecherin bewacht wird.

Diese Flucht führt die beiden zu den Boatwright-Schwestern, die in einem abgelegenen, knallrosa Haus leben und eine verschworene Gemeinschaft bilden. Und Honig herstellen und verkaufen.

Die lebenskluge, naturverbundene Augusta, die spröde, musikalische June und die empfindsame, traumatisierte May bilden schon bald Lilys neue Familie. Sie lernt mit den Bienen umzugehen und Honig herzustellen und könnte rundum glücklich sein, wenn sie nicht immer noch die Frage quälte, was in der schrecklichen Nacht, als ihre Mutter starb, wirklich geschehen ist.

Ein warmherziges Buch über Familie und Freundschaft, die Liebe zur und den achtsamen Umgang mit der Natur und die Rassenproblematik in den USA der 60er Jahre (es erschreckt mich immer wieder aufs neue, dass noch vor nicht einmal 50 Jahren Menschen allein ihrer Hautfarbe wegen wie Untermenschen behandelt wurden :sauer: ).

Zu Beginn musste ich mich erst einmal einlesen, es dauerte eine Weile, bis ich mit dem Stil warm wurde. Ein paar Wendungen waren recht vorhersehbar, doch diese kleine verschworene Gemeinschaft von Frauen, die liebevollen Schilderungen über den Umgang mit den Bienen und der Natur im allgemeinen und die treffsichere Beschreibung von Lilys widerstreitender Gefühlswelt sorgten dennoch für ein schönes Leseerlebnis und haben mir Lust gemacht, auch den eventuell irgendwann geplanten 2. Teil von Lilys Geschichte zu lesen.

Allerdings hat mich das schlampige Lektorat geärgert. Neben ein paar kleinen Übersetzungsmacken fanden sich andauernd Fälle von "Deppenleerzeichen" à la "Mississippi Dampfer" - das darf in dem Ausmaß nicht passieren.

4ratten
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The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
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Curly

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Re: Sue Monk Kidd - Die Bienenhüterin
« Antwort #46 am: 11. Juni 2007, 09:26:51 »

Mir hat das Buch, mit ein paar kleinen Abstrichen, wirklich sehr gut gefallen. Es ist jetzt nicht der Buchtipp schlechthin, aber wer eine leichte Sommerlektüre zum Abschalten sucht, wird hier sicherlich nicht enttäuscht.

Sollte es wirklich einen 2. Teil geben, werde ich den mit Sicherheit lesen. Mich würde es auch interessieren, wie es mich Zach und Lily weitergeht!

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Curly
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:lesen: Die Blutlinie - Cody McFadyen

Cuddles

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Antw:Sue Monk Kidd - Die Bienenhüterin
« Antwort #47 am: 22. Juli 2009, 18:49:37 »

„Die Bienenhüterin“ ist ein Buch, das ich wahrlich wie Honig verschlungen habe – und ich liebe Honig! Ich habe nur ein paar Seiten gebraucht, um mich einzulesen und schon war ich eingetaucht in die Geschichte. Das Buch hat einen sehr starken Sog entwickelt, so dass ich kaum mit Lesen aufhören konnte, nachdem ich einmal angefangen habe.

Ein großer Pluspunkt war für mich die Hauptfigur Lily. In vielen Büchern, die aus der Sicht von Jugendlichen geschildert werden, reden diese altklug wie Erwachsene daher. Hier liest man aber die Angst und Unsicherheit, aber auch die Naivität und den Übermut der 14jährigen Lily deutlich heraus. Aber auch alle anderen Charaktere, vor allem die Boatwright-Schwestern, habe ich sofort ins Herz geschlossen und selbst T. Ray verrät am Ende so etwas wie Menschlichkeit.

Die kleinen Abschnitte über Bienen am Anfang jedes Kapitels, die die Autorin aus wissenschaftlichen Werken entnommen hat, haben mir ebenfalls sehr gut gefallen, zum einen weil ich dadurch viel über Bienen gelernt habe, zum anderen weil sich im Nachhinein fast immer ein Zusammenhang zum Inhalt des jeweiligen Kapitels herauskristallisiert hat.

Es gab nur ein paar kleine Sachen, die mich gestört haben, z.B.

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Dies hat meinem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch getan. „Die Bienenhüterin“ ist die ideale Sommerlektüre, nicht nur weil die Handlung selbst im heißen Sommer der Südstaaten Amerikas spielt. Der Roman ist angenehm und flüssig zu lesen, aber nie so leicht, dass man die Handlung schon gleich nach Zuklappen des Buches wieder vergessen hätte. Es ist einfach die richtige Mischung aus herzerwärmenden und ernsten Themen.

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Mandel

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Antw:Sue Monk Kidd - Die Bienenhüterin
« Antwort #48 am: 05. August 2009, 22:53:35 »

Ich war wirklich hin und weg. Das ist genau so ein Buch wie ich es liebe. :) Etwas zum Nachdecken und einfach zum glücklich sein. Und wisst ihr was? Ich verspüre seitdem total die Lust einmal eine Imkerei zu besuchen und auch mal tätig zu werden. :D Hat noch wer Lust und wohnt nähe Duisburg? ;)
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MfG Mandel :-)
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qantaqa

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Re: Sue Monk Kidd - Die Bienenhüterin
« Antwort #49 am: 21. März 2010, 16:55:40 »

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es vermittelt ein einzigartiges warmes Gefühl, wie ich es nur aus jüdischen Romanen kenne. Es tröstet und macht glücklich.

Mir haben die kurzen Absätze über das Leben der Bienen, die den Kapiteln voran gestellt wurden, besonders gut gefallen. Parallelen zwischen einem Bienenstock und dem Leben in dem rosa Haus sind sicher nicht zufällig und der Honig kann mit der Liebe gleichgesetzt werden: ein Heilmittel für fast alles, süß, klebrig und unheimlich gut.

Ein wirklich schönes Buch, in das man sich einfach hineinfallen lassen muss.

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Hanni

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Re: Sue Monk Kidd - Die Bienenhüterin
« Antwort #50 am: 17. Juni 2010, 18:21:53 »

Inzwischen ist "Die Bienenhüterin" verfilmt worden und ich hatte gestern das Vergnügen, mir den Film auf Teleclub anzuschauen. Ich war zwar erst ein wenig skeptisch, weil mir das Buch so gut gefallen hat und ich dachte, der Film könnte mich enttäuschen. Doch das Gegenteil ist eingetroffen, er hat mir sehr gut gefallen! Die Geschichte wurde sehr warmherzig und schön umgesetzt. Und auch die Schauspieler haben mich restlos überzeugt. Die Stimmung und das Gefühl, was ich beim Lesen hatte, empfand ich auch beim anschauen des Filmes. Das wollte ich hier nur rasch vermerken. :zwinker:

« Letzte Änderung: 17. Juni 2010, 18:23:45 von Hanni »
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Liebe Grüsse
Hanni

tina

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Re: Sue Monk Kidd - Die Bienenhüterin
« Antwort #51 am: 13. März 2012, 23:08:52 »

Sue Monk Kidd - Die Bienenhüterin


OT: The Secret Life Of Bees
OA: 1997
337 Seiten
ISBN: 978-3442732814

Kurzbeschreibung:
Als Lily 4 Jahre alt war, starb ihre Mutter einen tragischen Tod. Seit dem lebt die 10jährige alleine mit Ihrem Vater auf einer Pfirsich-Farm in den Südstaaten der USA. Einzige Mitbewohnerin ist Rosaleen, eine farbige Frau, die Haushälterin und Kindermädchen ist.
Eines Tages fliehen Lily und Rosaleen vor dem tyrannischen Vater und dem allgegenwärtigen Rassenhass.
Sie finden Unterschlupf im Haus von drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können.
Augusta, die Bienen züchtet und von der Imkerei die Familie ernährt
June, die misstrauische und künstlerische Schwester
und zu guter letzt May, die sich die Ängste und Sorgen aller Menschen viel zu sehr zu Herzen nimmt.

Eigene Meinung:
Die Protagonisten des Buches sind überwiegend Frauen. Männer kommen nur am Rande vor. Es handelt von Vertrauen, Mutterliebe, Freundschaft, Rassismus, Lebensfreude und Toleranz. Eine sehr gelungene Mischung eingepackt in eine Geschichte, die nicht langweilig wird. Dieses Buch macht traurig, bringt einen zum schmunzeln, berührt und klagt an. Es handelt von den Päckchen der Vergangenheit, die jeder Mensch mit sich herumträgt, und die einen prägen und beeinflussen, ob man nun will oder nicht.
Interessant an diesem Buch ist, dass am Anfang eines jeden Kapitels ein oder zwei Sätze über das Leben und Verhalten der Bienen geschrieben stehen, welche äußerst interessant sind und zum Nachdenken über unser eigenes kleines Leben anregen.

Ein schönes Buch über Freundschaft, Vertrauen und Toleranz.

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tári

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Re: Sue Monk Kidd - Die Bienenhüterin
« Antwort #52 am: 14. März 2012, 09:29:03 »

Ich habe das Buch vor ein paar Jahren von den Mitarbeitern meiner Praktikumsstelle als Abschiedsgeschenk bekommen. Ich muss zugeben, ich hätte es zum damaligen Zeitpunkt wahrscheinlich nicht selbst gekauft oder es wäre mir nicht wesentlich aufgefallen.

Obwohl ich deswegen anfangs auch noch skeptisch war, merkte ich bald, dass ich alle Zweifel über Bord werfen kann, denn das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen.
Anfangs fand ich den Vater T-Ray etwas zu geradlinig und einfach als "den Bösen" dargestellt, doch im Laufe der Geschichte entwickelt auch diese Figur mehrere Facetten und man erkennt, was hinter der Fassade dieses Menschen alles durchscheint.
Am besten haben mir die drei Schwestern gefallen und die Art und Weise, wie sie mit den Bienen ihr Leben bestreiten fand ich sehr schön beschrieben; man konnte sich richtig in diese kleine Welt hineinversetzen. Obwohl es natürlich auch hier viel Traurigkeit und Rückschläge gibt.
Auch dass man als Leser wie von selbst über die Rassenproblematik zum damaligen Zeitpunkt in den USA erfährt, war für mich sehr geschickt gemacht. Ich hatte nicht den Eindruck, die Autorin wolle mir etwas über die Zeit beibringen, sondern die Informationen darüber kamen, ohne sich irgendwie aufzudrängen und hinterließen dennoch einen bleibenden Eindruck.

4ratten

Den Film habe ich noch nicht gesehen, bin aber schon gespannt darauf.
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"When I was young, I invented an invisible friend called Mr Ravioli. My psychiatrist says I don't need him anymore, so he just sits in the corner and reads." Max Horovitz

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