Bernhard Hennen - Elfenkönigin

Die Herrschaft der Elfen hatte nun sein Ende erreicht. Die gestürzte Elfenkönigin Emerelle muss mit ansehen, wie die Trolle und die Lutin ihr schönes Land ruinieren. Zusammen mit Ollowain, bzw. Falrach, ihrer einstigen großen Liebe, zieht sie durch die Lande um die Alben zu finden und vorallem ein “Heilmittel” für Ollowain…
Doch nicht nur Ollwain und Emerelle spielen hier eine große Rolle, sondern auch neue Figuren wie Adrien, der währendessen von Jules, der einem noch aus den vorherigen Bänden bekannt ist, zu einem Ritter erzogen wird. Und dann ist da noch das Blumenmädchen Elodia, die in die Dienste des grausamen Königs Cabezan aufgenommen wird.
Auf das Wiedersehen mit Kadlin, die den Leichnam ihres Vaters sucht und Melvyn habe ich mich sehr gefreut.
“Elfenkönigin” setzt dort an, wo “Elfenlicht” aufgehört hatte, deswegen ist es sehr wichtig, Kenntnisse aus den vorherigen Bände noch zu haben. Trotz der 900 Seiten, die dieses Buch umfassen, ist es schnell gelesen und man merkt gar nicht, wie schnell die Zeit beim Lesen überhaupt vergeht. Kaum habe ich die erste Seite gelesen, war ich sofort von Hennens wunderschönen, bildhaften Sprache gefangen und ich konnte nicht mehr aufhören mit Lesen. “Elfenkönigin” ist auf alle Fälle ein mehr als würdiger Nachfolger von “Elfenlicht” und zeigt wiedermal was für ein wundervoller Schriftsteller Bernhard Hennen ist.
Wie der Titel bereits verrät, geht es hier zum großen Teil um die ehemalige Elfenkönigin Emerelle. Aufgrund von Ollowain hatte sie in “Elfenlicht” auf ihren Thron verzichtet und streift nun mit ihm, bzw. Falrach im Verbrannten Land herum. Emerelle wirkte von Anfang an in der Elfensaga ziemlich kaltherzig und auch, wenn man ab und an einen tieferen Blick in ihre Gefühlswert werfen konnte, war sie eher negativ belastet. Doch durch das Gefühlschaos, in dem sie sich gerade befindet, bessert sich dieser Blick doch enorm. Hier konnte ich zum ersten Mal mit Emerelle richtig mitfühlen und -fiebern.
Aber es gibt nicht nur ein Wiedersehen mit Melvyn und Kadlin, sondern auch mit Orgrim. Trotz meiner großen Abneigung gegenüber Trollen und Lutin, ist Ogrim eine gelungene Ausnahme!
Die “Elfenkönigin” hat in meinen Augen alles, was ein wunderbarer Fantasyroman braucht! Tolle, glaubwürdige und tiefgründige Charaktere, ein spannendes Setting, das einem schon sehr bekannt ist und man sich beim Lesen wie “daheim” fühlt und viele “Freunde” trifft. Es schaffen sicherlich nicht viele Autoren 900 Seiten zu schreiben, ohne dass Langeweile aufkommt oder man das Buch zur Seite legen möchte. Ich habe “Elfenkönigin“, trotz der Dicke, jeden Tag bei mir gehabt und wirklich jede freie Minute zum Lesen genutzt.
Mit “Elfenkönigin” ist Bernhard Hennen wieder ein absolut fantastischer Roman gelungen und er zählt nicht umsonst zu meinen absoluten Lieblingsautoren. Trotz meiner gefühlsmäßigen Achterbahn habe ich das Buch überaus gerne gelesen, manche Szenen mehr manche weniger und die Elfenromane von Bernhard Hennen gehören auf alle Fälle zu den Highlights in meinem Regal!
