So, nun bin ich auch vor einigen Tagen fertig geworden mit Robert Langdon und "Das verlorene Symbol". Ich habe die illustrierte Ausgabe gelesen


Für mich war es das erste Buch, dass ich von Dan Brown las, bisher kannte ich aus seiner Feder nur Hörspiele oder Filme. Von daher muss ich sagen: ich empfand das Buch ist angenehm lesefreundlich geschrieben, gerade für jemanden wie mich, die ich in der Regel abends im Bett vor dem Einschlafen lese. So wusste ich, ich kann problemlos aufhören, so bald ich müde bin und muss nicht um den "Gedanken" oder "Strukturteil der Geschichte" als ganzes wahrnehmen zu können mitten im Kapitel abbrechen.
Sicher: bei dem Genre ist das eher unkritisch, es stört weniger, wenn man mitten in einem Kapitel einschläft, als bei anderen... aber mir war das eben angenehm.
Die illustrierte Ausgabe macht einige der beschrieben Orte und Symbole für den Leser plastischer und verfügbarer... auch wenn ich selbst schon in Washington DC war und einige der Handlungs- und Symbolorte schon mal live gesehen hatte, half es mir sehr, die Bilder direkt neben der Beschreibung zu haben. In der Regel bin ich kein Fan davon, dass mir Autoren meine Fantasie durch Bilder "beschränken". Das Dan Brown aber ganz bewusst bestehende Bauwerke und Bilder eingebaut hat, fand ich es hier eine gute Ergänzung.
Insgesamt flüssig geschrieben... aber für meinen Geschmack trotz allem zu langatmig .. die Charaktere sehr "flach" und in Standardbildern hinbeschrieben. Alle zentralen Figuren sind "alte Bekannte von Langdon", das ist sicher ganz nett, aber vielmehr geschieht nicht.. ich sah keine Entwicklung und die von vorneherein disponiblen Handelnden werden dann auch der Erwartung entsprechend eliminiert... das finde ich bei anderen Autoren interessanter... einzig überraschend und neu
war für mich dieser Tank bzw. Sarg in dem Langdon quasi beinahe ersäuft wird. Aber auch dies war so... angekündigt: "Du wirst nicht mögen was ich mit Dir vorhabe"... das baute für mich jetzt nicht wirklich einen interessanten Spannungsbogen auf. Aber die Überraschung, dass es offenbar atembare Flüssigkeiten gibt, die war interessant und neu für mich
Ich vermute, Dan Brown macht seine Hausaufgaben gut und die genannten Symbole gibt es sicher auch wirklich.
Dass man eine Pyramide kocht um die zu verformen... naja, ich hätte jetzt eher eine völlige Umformung erwartet, nachdem das so heftig angekündigt wurde... fand ich dann eher enttäuschend
ich war insgesamt ein wenig enttäuscht vom Anspruch "Verlorenes Symbol" und dem was dann hinterher rauskam... aber vielleicht bin ich da zu anspruchsvoll oder meine Erwartung zu hoch
Mir als Nicht-Christin sagen diese ganze putzigen Religiös angehauchten Sinnbildchen nicht wirklich zu, das nervte mich dann bis zum Schluss. Und warum das Ende dann einerseits im Washington Monument beginnt (und man Langdon dort mit Augenmaske hinbringen muss *seufz* und dann im Capitol ändert, das hab ich auch nicht verstanden...
Ich suche noch immer DAS Symbol, das verloren war... aber vielleicht habe ich es beim Lesen übersehen.
Trotzdem, wie gesagt, nettes Popcornkino... wie hier mehrfach erwähnt wurde. Aber ich denke, ich werde kein weiteres Brown-Buch lesen müssen, das Muster war mir schon bei einem sehr durchschaubar.
