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Autor Thema: GEO-Epoche - Die Germanen  (Gelesen 3610 mal)

Saltanah

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GEO-Epoche - Die Germanen
« am: 26. September 2009, 02:31:27 »

GEO-Epoche 34/2008


Kurzbeschreibung (äußerst ausführlich :zwinker: ):
Die Germanen: Wie aus wehrhaften Kriegern und Bauern in den Wäldern Nord- und Mitteleuropas die Erben des Römischen Imperiums wurden.

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insekt

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Antw:GEO-Epoche - Die Germanen
« Antwort #1 am: 26. September 2009, 09:01:53 »

Guten Morgen, :kaffee:

dann fang ich doch mal an. Und gleich vorne weg - Ich muss zugeben ich hab wirklich gar keine Ahnung über diese Thema, obwohl es mich schon interessiert. Deshalb freue ich mich umso mehr, das wir hier eine Leserunde zum Thema Germanen haben.

Ich hatte gestern angefangen und schon fast die Hälfte gelesen. Bin jetzt auf Seite 74 im Kapitel - Das Geheimnis der Dunklen Jahre.

Das Vorwort bzw. die erste Hälfte des Vorwortes hat mich doch etwas erschreckt, denn da steht ja das es eigentlich kaum Infos über die Germanen gibt. Wie jetzt? Dacht ich, aber eine Ausgabe drüber rausbringen? Die zweite Hälfte brachte dann Erleichterung. :smile: Aber trotzdem muss ich sagen das es mir stellenweise so vorkommt als ob ich mehr über die Römer als über die Germanen erfahre. Geht euch das genauso? Ich denke aber das die folgenden Kapitel das ändern werden.

Was mit total gut gefällt sind die Bilder, besonders am Anfang der Kapitel. Wirklich tolle Fotografien. Die Computer generierten Bilder sind zwar auch ganz nett aber mit den Fotografien können die nicht mithalten. Wirklich gut! :daumen:

Die Karten finde ich auch sehr interessant. Ich hoffe das geht so weiter!

Das scheinbar niemand weiß woher der Begriff "Germanen" kommt, und was er bedeutet ist schon merkwürdig oder?

Mir gefällt wirklich gut das die Texte halb / halb geschrieben sind. Sprich, die eine Hälfte romanartig und die andere liefert Fakten. Gefällt mir wirklich sehr gut. Macht Spaß zu lesen.

Auf S. 47 ist ein Foto abgebildet unter dem steht das ein Hobbyarchäologe in einem Waldgebiet auf römische Waffen stieß. Was ich dabei so witzig fand ist der Begriff Hobbyarchäologe. :breitgrins: Und wenn dieser dann wirklich noch den Ort der Varusschlacht gefunden hätte wäre die Komödie perfekt. Ich finde das wirklich genial.

Apropos Varusschlacht. Das man nicht genau sagen kann wo die denn nun wirklich war ist schon spannend. Am Ende steht eine Wohnsiedlung auf dem Gelände... :grmpf:

Das Kapitel über die Moorleichen fand ich ja extrem gut. Das Beste Kapitel bis jetzt. Soll nicht heißen das die anderen doof waren. :zwinker: Und diese tollen Bilder wieder! Auch wenn das Kapitel brutal war ich fand es wirklich sehr interessant. Moore waren für die Germanen die Grenze zur Götterwelt! Wie cool ist das denn? :zwinker:

In dem, für mich eher langweiligen Kapitel über der Limes stand etwas wo ich doch mal lachen musste. Da wurde von einer Fußbodenheizung gesprochen. Genial! Das hab ich ja noch nie gehört das die Römer das in ihren Kasernen hatten. :breitgrins:

So das war es erst mal von mir. Bin mal auf eure Eindrücke gespannt.

gruss
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Cemetry

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Antw:GEO-Epoche - Die Germanen
« Antwort #2 am: 26. September 2009, 11:36:49 »

Was mit total gut gefällt sind die Bilder, besonders am Anfang der Kapitel. Wirklich tolle Fotografien. Die Computer generierten Bilder sind zwar auch ganz nett aber mit den Fotografien können die nicht mithalten. Wirklich gut! :daumen:

Die ersten Fotos fand ich ehrlich gesagt ganz furchtbar... Irgendwie komisch belichtet...

Weiter als bis zu diesen einleitenden Fotografien bin ich allerdings noch gar nicht gekommen...  :redface:
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kaluma

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Antw:GEO-Epoche - Die Germanen
« Antwort #3 am: 26. September 2009, 12:13:43 »

Hallo,

ich finde die Fotos ganz nett, aber weniger informativ als effektheischend. Überhaupt ist bei diesen populärwissenschaftlichen Artikeln/Filmdokumentationen/Büchern der Grat zwischen "informativ" und "reißerisch" oder "tendenziös" immer ziemlich schmal.

Ich habe bisher aus dem Heft nur wenig Neues gelernt. Wobei ich sagen muß, daß ich vorher schon die Dokumentationen auf DVD gesehen habe.

Der erste Artikel "Krieger aus dem Norden" über die Kimbern und Teutonen und die Ursprünge der germanischen Stämme gibt einen guten Überblick, geht aber nicht sehr in die Tiefe. Der Dokumentationsfilm über die Kimbern und Teutonen schien mir da ausführlicher zu sein. Dort gibt es allerdings nur wenige Fakten zur Lebensweise und zum technischen Entwicklungsstand der germanischen Stämme, das fand ich nun wieder im GEO-Heft besser dargestellt.

Auch der zweite Artikel, über die Varusschlacht, ist eher ein Übersichtsartikel. Ich habe mich anläßlich des 2000. Jahrestages ein klein wenig mit dem Thema befaßt und ja auch gerade die sehr informative Leserunde zu "Varus" hinter mir. Daher bin ich im Moment etwas auf Details aus, die im Artikel fehlten, und auch darauf, was man nun genau weiß und was man nur vermutet. Genaue Aussagen kann man ja nur treffen, wenn die schriftliche Überliferung durch archäologische Funde bestätigt wird, daher weiß man auch nicht 100%ig, wo nun genau der Ort der Schlacht war.

Auf S. 28 steht, daß der Troß Lebensmittel mitführte: "Germanien ist ein armes Land und kann eine so gewaltige Masse von Menschen und Tieren nicht ernähren". Ich habe mich schon früher gefragt, wie die Römer sich auf ihren Zügen durch Germanien eigentlich ernährt haben, dachte aber bisher, das sei dann wohl durch die Steuereintreibungen abgedeckt gewesen... wenn das nicht so ist, stellt sich die Frage nach dem Nettogewinn der Eroberung Germaniens. Waren das dann die Bodenschätze (im Artikel sind Eisen und Blei erwähnt), und Felle usw.? Da aber immer gesagt wird, daß die Germanen selber nicht viel Eisen hatten, kann ich mir das gar nicht so vorstellen...

Die nächste Frage stellt sich mir auf S. 33, wo gesagt wird, daß Arminius möglicherweise eine Fürstenschule in Rom besuchte, und daß dort offenbar reihenweise junge Adlige der unterworfenen Völker erzogen wurden. Hier hätte ich schon gern die ganz genaue Quelle für letztere Aussage: gibt es dafür Beweise oder nimmt man das nur an? Und inwiefern folgt daraus, daß dort auch Germanen erzogen wurden? Hierüber muß ich wohl noch woanders nachlesen. Und daß ersteres eher unwahrscheinlich ist, d.h. daß Arminius wahrscheinlich eher nicht in Rom aufwuchs, sondern seine militärische Ausbildung in einer der römischen Städte entlang des Rheins erhielt, habe ich ja kürzlich in der "Varus"-Leserunde gelernt. Für mich ist das eine ganz entscheidende Frage bei der Ergründung von Arminius´ Motiven. In der Filmdokumentation wird es übrigens so dargestellt, daß Arminius als kindliche Geisel nach Rom kam und dort aufwuchs.

Aber trotzdem muss ich sagen das es mir stellenweise so vorkommt als ob ich mehr über die Römer als über die Germanen erfahre. Geht euch das genauso? Ich denke aber das die folgenden Kapitel das ändern werden.
Das liegt wohl daran, daß die Germanen selber keine schriftlichen Aufzeichnungen hinterlassen haben, und wir deshalb nur das über sie lesen können, was die Römer geschrieben haben. Also, wenn kein Römer dabei war, gibt es auch keine Zeitzeugenberichte.
Ich hoffe aber auch, daß in späteren Kapiteln noch mehr über archäologische Funde berichtet wird.

Zitat
Auf S. 47 ist ein Foto abgebildet unter dem steht das ein Hobbyarchäologe in einem Waldgebiet auf römische Waffen stieß. Was ich dabei so witzig fand ist der Begriff Hobbyarchäologe. :breitgrins:
Naja, das kommt ja öfter vor, daß Laien irgendwelche Artefakte entdecken. So auch voriges Jahr am Harz... Die Profi-Archäologen können eben nicht überall sein. Man kann nur hoffen, daß sie rechtzeitig informiert werden, bevor Unwissende die Funde zerstören oder durcheinanderbringen.

So, jetzt muß ich leider weg. Ich bin gespannt auf eure weiteren Eindrücke und werde heute abend mit dem Moorleichen-Kapitel weitermachen.

Viele Grüße
Katja
« Letzte Änderung: 26. September 2009, 12:16:20 von kaluma »
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Antw:GEO-Epoche - Die Germanen
« Antwort #4 am: 26. September 2009, 14:33:46 »

Was mit total gut gefällt sind die Bilder, besonders am Anfang der Kapitel. Wirklich tolle Fotografien. Die Computer generierten Bilder sind zwar auch ganz nett aber mit den Fotografien können die nicht mithalten. Wirklich gut! :daumen:

Die ersten Fotos fand ich ehrlich gesagt ganz furchtbar... Irgendwie komisch belichtet...

Weiter als bis zu diesen einleitenden Fotografien bin ich allerdings noch gar nicht gekommen...  :redface:

Leider hat bei mir die Zeit heute auch erst für die Photos gereicht. Ich find die auch nicht soooo schön. Aber das liegt glaube ich bei mir nur daran, dass ich nicht finde, dass die Art der Photos zum Thema passt  :rollen:. Hätte mir etwas mysthischeres vorgestellt. Bin da wohl ein wenig klischeehaft  :breitgrins:.
Werde mich dann heute abend mehr ins Heft vertiefen, wenn ich meine "Hausaufgaben" gemacht habe.
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Antw:GEO-Epoche - Die Germanen
« Antwort #5 am: 26. September 2009, 17:13:00 »

Hallo zusammen,


ich bin nun auch endlich dazu gekommen, heute richtig in die Thematik einzusteigen nd habe soeben das Kapitel um die Varus-Schlacht beendet.

Die Fotos im Einstiegskapitel "Magie einer fernen Zeit" gefallen mir ausnehmend gut. Durch die Ausleuchtung und den daraus entstehenden Hell-Dunkel-Kontrast wirken sie sehr beeindruckend.

Die digital entworfenen Szenen hingegen wirken meiner Meinung nach unfertig und ein wenig unprofessionell. Die Farbigkeit - soweit man das bei vorherrschendem Grau noch so nennen kann - ist zwar durchaus passend, jedoch wirken die Menschen wie Wachsfiguren und weniger wie lebendige Wesen. Aus der Ferne betrachtet entsteht zwar ein atmosphärisch treffendes Bild; aus der Nähe betrachtet fallen nicht nur die Menschen negativ auf. Auf Seite 34/35 beispielsweise scheint der Boden wie aufgesetzt zu sein. Die Schatten (oder Zweige?) verschwimmen in ihrer Darstellung mit den Wasserpfützen. Mit der heutigen Technik hätte man die Bilder viel überzeugender und realistischer darstellen können.

Im Einstiegskapitel "Magie einer fernen Zeit" wurde ein Oberdorla in Thüringen erwähnt. An dieser Stelle habe ich aufgehorcht, da ich in Thüringen wohne. Flugs den Ort gegooglet, der wird für einen späteren Ausflug im Hinterkopf bewahrt.

Ende des Kapitels "Die Krieger aus dem Norden" berichtete man von den germanischen Kriegern, die im Kampf gegen die Römer flohen. Sie wurden von ihren Frauen getötet, welche anschließend ihre Kinder und sich selbst töteten. Wäre das in diesem von Männern beherrschten Volk nicht Aufgabe eben jener gewesen? Oder haben sie ihre Ehre vielleicht schon soweit verspielt, dass sie sich nicht einmal mehr selbst umbringen durften?

Die Varus-Schlacht - Warum eigentlich nicht Arminius-Schlacht? Er hat schließlich gesiegt. - wurde in dieser erzählerischen Weise sehr interessant geschildert. Hat mir auch ziemlich Spaß gemacht, zu lesen. Das Schicksal von Arminius ist ja ziemlich tragisch. Held der Völker, und von den eigenen Verwandten ermordet. Für die Römer war das aber bestimmt nur wieder ein Beweis der Primitivität der Germanen.


Die Karten finde ich auch sehr interessant. Ich hoffe das geht so weiter!
Das gefällt mir auch sehr gut. Bisher konnte man alles gut nachvollziehen, die Schlachten z.B. und die Völkerwanderung.


Auf S. 47 ist ein Foto abgebildet unter dem steht das ein Hobbyarchäologe in einem Waldgebiet auf römische Waffen stieß. Was ich dabei so witzig fand ist der Begriff Hobbyarchäologe. :breitgrins: Und wenn dieser dann wirklich noch den Ort der Varusschlacht gefunden hätte wäre die Komödie perfekt. Ich finde das wirklich genial.
Das ist doch das selbe wie bei dieser Geschichte von dem Mann in Großbritannien, der mit seinem Metalldetektor diesen Silber- und Goldschatz gefunden hat. :breitgrins: Da können wir froh sein, dass es solche Leute gibt und dass sie ihre Funde tatsächlich auch bekanntgeben.


Auch der zweite Artikel, über die Varusschlacht, ist eher ein Übersichtsartikel. Ich habe mich anläßlich des 2000. Jahrestages ein klein wenig mit dem Thema befaßt und ja auch gerade die sehr informative Leserunde zu "Varus" hinter mir. Daher bin ich im Moment etwas auf Details aus, die im Artikel fehlten, und auch darauf, was man nun genau weiß und was man nur vermutet.
Gut, ich bin zu dem Thema eher wenig bewandert, von daher hat mir das Kapitel einen guten Überblick gegeben. Und Bücher zur Varus-Schlacht gibt es zur Vertiefung auch noch genügend (scheinbar fast mehr als zu den Germanen allgemein :zwinker:).


Ich habe mich schon früher gefragt, wie die Römer sich auf ihren Zügen durch Germanien eigentlich ernährt haben, dachte aber bisher, das sei dann wohl durch die Steuereintreibungen abgedeckt gewesen... wenn das nicht so ist, stellt sich die Frage nach dem Nettogewinn der Eroberung Germaniens. Waren das dann die Bodenschätze (im Artikel sind Eisen und Blei erwähnt), und Felle usw.? Da aber immer gesagt wird, daß die Germanen selber nicht viel Eisen hatten, kann ich mir das gar nicht so vorstellen...
Interessante Frage... Ich denke, zum einen waren es die Tributzahlungen in Form von Vieh, zum anderen vielleicht auch die zusätzlichen Kämpfer (die erwähnten "Hilfstruppen"). Und sicherlich auch der Ruhm bzw. die Ehre, die Beleidigung durch den germanischen Raub der goldenen Adler angemessen zu erwidern. Dabei haben sie dann wahrcheinlich festgestellt, dass sie die Germanen nicht weiterhin ignorieren können, und daher gegen sie angehen müssen, umihr eigenes Reich zu schützen.


Die nächste Frage stellt sich mir auf S. 33, wo gesagt wird, daß Arminius möglicherweise eine Fürstenschule in Rom besuchte, und daß dort offenbar reihenweise junge Adlige der unterworfenen Völker erzogen wurden. Hier hätte ich schon gern die ganz genaue Quelle für letztere Aussage: gibt es dafür Beweise oder nimmt man das nur an? Und inwiefern folgt daraus, daß dort auch Germanen erzogen wurden? Hierüber muß ich wohl noch woanders nachlesen.
Das würde mich auch interessieren.


Heute Abend werde ich dann mit dem Interview zur Varus-Schlacht uund dem Moorleichen-Kapitel fortsetzen. Auf letzteres bin ich besonders gespannt, nachdem uns insekt hier so vorgeschwärmt hat. :breitgrins:


Viele Grüße,
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Antw:GEO-Epoche - Die Germanen
« Antwort #6 am: 26. September 2009, 18:00:48 »

Die Fotos im Einstiegskapitel "Magie einer fernen Zeit" gefallen mir ausnehmend gut. Durch die Ausleuchtung und den daraus entstehenden Hell-Dunkel-Kontrast wirken sie sehr beeindruckend.
Na wenigstens einer von euch ist mit mir einer Meinung. :zwinker: Aber das ist ja auch Geschmacksache.

Im Einstiegskapitel "Magie einer fernen Zeit" wurde ein Oberdorla in Thüringen erwähnt. An dieser Stelle habe ich aufgehorcht, da ich in Thüringen wohne. Flugs den Ort gegooglet, der wird für einen späteren Ausflug im Hinterkopf bewahrt.
Kannst ja gerne mal berichten wenn du dort warst. :winken:

Das ist doch das selbe wie bei dieser Geschichte von dem Mann in Großbritannien, der mit seinem Metalldetektor diesen Silber- und Goldschatz gefunden hat. :breitgrins: Da können wir froh sein, dass es solche Leute gibt und dass sie ihre Funde tatsächlich auch bekanntgeben.
Ja genau! Den Artikel hab ich auch gelesen irgendwo im Internet.

Ich hab auch noch ein bissel weiter gelesen. "Das Geheimnis der dunklen Jahre" hatte wieder viele Andeutungen und Vermutungen aber sehr interessant fand ich den Fund im Illerup-A-Tal wo die Forscher erst 35 Jahre nach der Entdeckung aufhörten zu buddeln und sie am Ende 23,5 kg bedrucktes Papier voller Infos hatten! Wow!

"Die Reise nach Walhall" hat mir sehr gut gefallen. Nicht viele Infos aber ich liebe Holzstiche und alte Gemälde. :smile:

gruss
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Antw:GEO-Epoche - Die Germanen
« Antwort #7 am: 26. September 2009, 18:31:08 »

Im Einstiegskapitel "Magie einer fernen Zeit" wurde ein Oberdorla in Thüringen erwähnt. An dieser Stelle habe ich aufgehorcht, da ich in Thüringen wohne. Flugs den Ort gegooglet, der wird für einen späteren Ausflug im Hinterkopf bewahrt.
Kannst ja gerne mal berichten wenn du dort warst. :winken:
Ach, das wird sicher noch ein Weilchen dauern, da es am anderen Ende des Freistaates liegt. Aber wenn ich es dorthin schaffe, denk ich an euch und berichte. :zwinker:
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Antw:GEO-Epoche - Die Germanen
« Antwort #8 am: 26. September 2009, 21:49:42 »

Ich schon wieder. :winken:

Das Interview über die Varus-Schlacht war wenig aufschlussreich, jedenfalls in Hinsicht auf die Germanen. Die These zu einem anderen Ausgang der Schlacht ist interessant. So unwahrscheinlich halte ich es gar nicht, dass wir heute durch eine womögliche frühere Jahrhunderte andauernde Fremdherrschaft wahrscheinlich gar nicht deutsch, sondern italienisch sprechen würden. Ist jedenfalls einen Gedankengang wert. Andererseits könnte man natürlich auch Szenarien aufspannen, was wäre, wenn es die Französische Revolution nicht gegeben hätte, oder Hitler, oder ... Müßig, aber interessant.

Über Thusnelda und ihren Sohn mit Arminius hätte ich gern mehr erfahren. Kaum vorstellbar, dass eine germanische Frau unter Feinden am Leben bleiben würden will. Ein Stoff für Geschichten. Schade, die im Heft erwähnten Opern, literarischen Werke usw. konnte ich bei einer ersten Google-Suche noch nicht finden (außer ein Werk von F. Schubert, welches aber nicht einmal youtube kennen mag).

Am Ende des Interviews (S.49) wird nachgefragt, mit welchem Fund wir sicher sein können, dass in Kalkriese die Varus-Schlacht stattgefunden hat. Doch wie soll man bitte Waffen etc. finden, die man eindeutig jenen drei in der Varus-Schlacht involvierten Legionen zuordnen könnte? Hatte jede Legion etwa Besonderheiten an ihrer Ausstattung, die uns bekannt wären? Eine große 17, 18 oer 19 werde wir sichrlich nicht entdecken.


Das Kapitel über die Moorleichen fand ich ja extrem gut. Das Beste Kapitel bis jetzt. Soll nicht heißen das die anderen doof waren. :zwinker: Und diese tollen Bilder wieder! Auch wenn das Kapitel brutal war ich fand es wirklich sehr interessant. Moore waren für die Germanen die Grenze zur Götterwelt! Wie cool ist das denn? :zwinker:
Da kann ich dir nur zustimmen! Wahnsinn. Wie gut die Leichen erhalten sind - da siehst du ja sogar noch Falten! Besonders der "Rote Franz": ich dachte erst, dass der Körper per Computer rekonstruiert wurde.


Auf Seite 54 wurde von der Entdeckung des "Mannes von Dätgen" berichtet. Unglaublich! Da hat man eine jahrtausende alte Leiche ohne Kopf gefunden, und entdeckt den Kopf ein halbes Jahr (!) später drei Meter weiter weg. Ob man nicht der Leiche das Alter so gar nicht angesehen hat? Das muss doch jemandem aufgefallen sein, da werden doch schließlich auch Nachforschungen angestellt.
Interessant ist auch der Abschnitt, in welchem man erfährt, was die Wissenschaftler alles aus einer Leiche herauslesen können. Die Halbwertszeit-Methode ist mir noch dumpf aus Physikstunden in Erinnerung. Das man tatsächlich noch feststellen konnte, dass der Junge elf Hungerperioden erlebt hat, oder was eine andere Leiche zuletzt gegessen wurde, ist erstaunlich.
So eine Moorleiche würde ich mir gern mal ansehen. Der "Rote Franz" ist inzwischen ziemlich herumgekommen und lagert momentan in Hannover in einem Museum. Vielleicht finde ich ja noch etwas geografisch näher liegendes. :zwinker:

Ich frage mich allerdings, wie die Forscher festgestellt haben wollen, dass Töpfe mit Butter geopfert wurden. Können tatsächlich auch Butterreste in einem Tongefäß nach zwei Jahrtausenden nachweisbar sein?

Schade, dass das Kapitel nur so kurz war. Ich werde auf jeden Fall die Literaturhinweise genauer unter die Lupe nehmen.
Tacitus wurde mittlerweile schon so oft erwähnt, ich bin richtig neugierig. Aber vorher werde ich mich lieber noch etwas umfassender in das Thema einlesen.


Sodele,
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Mandel

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Antw:GEO-Epoche - Die Germanen
« Antwort #9 am: 26. September 2009, 22:15:04 »

Wow, ihr seid ja schon alle richtig fleißig. Leider habe ich mir bisher auch nur die Bilder anschauen können. Irgendwie wirken diese leider sehr künstlich. Manchmal wären Aufnahmen mit Tageslicht schöner gewesen. Die Texte kann ich leider noch gar nicht kommentieren. :)
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insekt

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Antw:GEO-Epoche - Die Germanen
« Antwort #10 am: 27. September 2009, 16:42:39 »

Ich trau es mich ja gar nicht zu schreiben, aber ich bin durch. :wegrenn: Aber ich warte mal mit neuen Posts bis wir alle auf einem Stand sind, sonst verlieren wir ja den Überblick.

So unwahrscheinlich halte ich es gar nicht, dass wir heute durch eine womögliche frühere Jahrhunderte andauernde Fremdherrschaft wahrscheinlich gar nicht deutsch, sondern italienisch sprechen würden. Ist jedenfalls einen Gedankengang wert. Andererseits könnte man natürlich auch Szenarien aufspannen, was wäre, wenn es die Französische Revolution nicht gegeben hätte, oder Hitler, oder ... Müßig, aber interessant.
Interessant finde ich solche Gedanken auch immer wieder, auch wenn sie im Prinzip ja Quatsch sind, oder? Was wäre wenn ich gar nicht geboren wäre? Was wäre wenn ich in einem armen Land geboren wäre und weder lesen noch schreiben könnte? Was wäre gewesen wenn ich mich nie hier im Forum angemeldet hätte? O GOTT!!! :entsetzt:

Da kann ich dir nur zustimmen! Wahnsinn. Wie gut die Leichen erhalten sind - da siehst du ja sogar noch Falten! Besonders der "Rote Franz": ich dachte erst, dass der Körper per Computer rekonstruiert wurde.
Definitiv. Ich hätte auch nicht gedacht das man im Moor so gut erhalten bleibt. Da könnte man doch einiges draus machen. Marktlücke! :zwinker:

Ich frage mich allerdings, wie die Forscher festgestellt haben wollen, dass Töpfe mit Butter geopfert wurden. Können tatsächlich auch Butterreste in einem Tongefäß nach zwei Jahrtausenden nachweisbar sein?
Mh... Wieso aber nicht? Vielleicht hinterlässt gerade Butter eine Spur, frisst sich irgendwie in das Material, oder ähnliches. Keine Ahnung. Und nachdem man im Moor gut erhaltene Leichen finden kann, kann man da bestimmt noch mehr konservierte Sachen finden.

gruss :winken:
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kaluma

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Antw:GEO-Epoche - Die Germanen
« Antwort #11 am: 27. September 2009, 17:58:45 »

So unwahrscheinlich halte ich es gar nicht, dass wir heute durch eine womögliche frühere Jahrhunderte andauernde Fremdherrschaft wahrscheinlich gar nicht deutsch, sondern italienisch sprechen würden.
Nein, genau das halte ich für eine ganz unhaltbare Spekulation. Es wird ja auch im Interview mit einleuchtenden Argumenten abgelehnt.
Die Völkerwanderung wäre genauso oder ähnlich abgelaufen, sie hatte ja klimatische Ursachen. Auch der Untergang des Römischen Reiches wäre so oder so gekommen...

Zitat
Über Thusnelda und ihren Sohn mit Arminius hätte ich gern mehr erfahren. Kaum vorstellbar, dass eine germanische Frau unter Feinden am Leben bleiben würden will.
Wie kommst du darauf?
Die Römer und manche germanischen Stämme lebten auch friedlich zusammen, es gab neben den Stadtgründungen am Rhein ja auch welche auf germanischem Stammesgebiet (z.B. Waldgirmes). Anzunehmen, daß auch Thusneldas Vater Segestes römischen Einflüssen unterlag, mit Römern Umgang hatte, Latein sprach, vielleicht sogar das Bürgerrecht hatte.
Im übrigen weiß man sehr wenig über Thusnelda, und über ihr Verhältnis zu Arminius. Ob das wirklich die große Liebe war - ich glaube eher nicht, vielleicht war Thusnelda vielmehr nur ein Spielstein der Politik.

Zitat
Ein Stoff für Geschichten. Schade, die im Heft erwähnten Opern, literarischen Werke usw. konnte ich bei einer ersten Google-Suche noch nicht finden (außer ein Werk von F. Schubert, welches aber nicht einmal youtube kennen mag).
Solche Geschichten sind voll von Projektionen des Zeitgeistes der jeweiligen Entstehungszeit, oder von Dingen, die die Autoren der Geschichten, Opern usw. da hineindeuten. Gerade bei Liebesgeschichten! Man muß vorsichtig damit sein, hieraus irgendetwas anderes entnehmen zu wollen.

Zitat
Am Ende des Interviews (S.49) wird nachgefragt, mit welchem Fund wir sicher sein können, dass in Kalkriese die Varus-Schlacht stattgefunden hat. Doch wie soll man bitte Waffen etc. finden, die man eindeutig jenen drei in der Varus-Schlacht involvierten Legionen zuordnen könnte? Hatte jede Legion etwa Besonderheiten an ihrer Ausstattung, die uns bekannt wären? Eine große 17, 18 oer 19 werde wir sichrlich nicht entdecken.
Stimmt. Die Legionsstandarten oder -flaggen werden die Germanen wohl kaum für uns auf dem Schlachtfeld verbuddelt haben...  :breitgrins:


Zitat
Unglaublich! Da hat man eine jahrtausende alte Leiche ohne Kopf gefunden, und entdeckt den Kopf ein halbes Jahr (!) später drei Meter weiter weg. Ob man nicht der Leiche das Alter so gar nicht angesehen hat? Das muss doch jemandem aufgefallen sein, da werden doch schließlich auch Nachforschungen angestellt.
Zunächst mal sieht man ja nicht, wie alt die gefundene Leiche ist. Wurden nicht erst im Jahr 2000 nach dem Fund einer Moorleiche Polizeiermittlungen angestellt, weil man dachte, es handelte sich um ein aktuelles Mordopfer?

Zitat
Ich frage mich allerdings, wie die Forscher festgestellt haben wollen, dass Töpfe mit Butter geopfert wurden. Können tatsächlich auch Butterreste in einem Tongefäß nach zwei Jahrtausenden nachweisbar sein?
Bittesehr:  :smile:
3000 Jahre alte Butter

Ich habe jetzt das Moorleichenkapitel gelesen und noch etwas weiter und morgen hoffentlich Zeit, etwas mehr zu schreiben und auch noch auf eure Kommentare einzugehen!

Viele Grüße
Katja

« Letzte Änderung: 27. September 2009, 18:00:42 von kaluma »
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Antw:GEO-Epoche - Die Germanen
« Antwort #12 am: 27. September 2009, 18:21:02 »

Ich melde mich auch mal schnell zu Wort  :winken: Leider bin ich noch nicht weiter gekommen, als zum ersten Bericht, den ich aber als Einstieg schon mal sehr informativ fand. Ich hoffe, dass ich heute Abend noch weiter komme!
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Antw:GEO-Epoche - Die Germanen
« Antwort #13 am: 28. September 2009, 14:51:56 »

Auch der Untergang des Römischen Reiches wäre so oder so gekommen...
Das trifft glaube ich auf jedes Reich zu. Welche Weltmacht geht nicht irgendwann unter?

Bittesehr:  :smile:
3000 Jahre alte Butter
Hey, das ist ja gut. :daumen:
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Antw:GEO-Epoche - Die Germanen
« Antwort #14 am: 28. September 2009, 19:35:57 »

Soo, ich habe jetzt grade einschließlich bis zum Moorleichen-Kapitel gelesen. Ich muss ja gestehen, dass die Antike so gar nicht mein Ding ist - umso besser, es hier "auf Druck" zu lesen  :breitgrins: Ich freue mich aber, dass ich endlich verstanden habe, wie die Varusschlacht abgelaufen ist! Ich weiß nicht, wie oft ich das schon flüchtig nachgelesen habe, aber so einen überschaubaren Überblick hatte ich bis jetzt noch nicht. Und für jemanden, der da echt gar keine Ahnung von hat, war das schon sehr informativ. Aber das ist ja immer das Problem bei solchen Zeitschriften  - wenn man sich mit einem Thema schon richtig gut auskennt, wird man meistens ganz nervös beim Lesen, weil es einem dann alles viel zu oberflächlich erscheint. Wenn man allerdings Neuling ist, sind die Zeitschriften ein super Überblick  :daumen:

Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie die Historiker anhand von archäologischen Funden nachvollziehen können, was damals wie passiert ist. Ich frage mich, ob die Römer aus der Zeit der Varusschlacht schriftliches überliefert haben? Die römischen Schreiberlinge, von denen ich weiß, haben es ja erst viele Jahre später aufgeschrieben und da ist dann ja wieder fragwürdig, was sich durch Mundpropaganda verändert hat.
Und das Moorleichenkapitel fand ich richtig spannend - vor allem der Einschub, wie man anhand der Leichen was über sie heraus finden kann.
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