Schräge Vögel sterben schneller - Meg Langslows dritter Fall
(engl. Titel: Revenge of the Wrought-Iron Flamingos)


von Donna Andrews
Nachdem ich Meg Langslows ersten beiden Fälle mit viel Spaß verfolgt habe, musste ich fast sofort zum dritten Buch greifen.
Dieses Mal kehren wir nach Yorktown zurück wo anlässlich der Feierlichkeiten zum Jahrestag der Schlacht von Yorktown alles zurück ins achtzehnte Jahrhundert versetzt wird. Mrs Waterstone, die Mutter von Megs Freund Michael wacht mit eiserner Hand und mithilfe der Stadtwache - auch Anachronismuspolizei genannt - darüber, dass alles authentisch wirkt. Die Verkäufer auf der Handwerkermesse, einschließlich Meg, sind davon nicht sonderlich begeistert. Dabei hat Meg leider das Pech als Mrs. Waterstones Stellvertreterin auf der Messe zu fungieren ... d. h. sie muss sich mal wieder um einiges kümmern, z. B. dafür das die Anachronismuspolizei es nicht zu toll treibt. Und dann will ihr Freund Michael auch noch über ihre Beziehung reden was Meg ebenfalls ziemlich nervös macht. Hinzu kommen noch ein Geschäftsmann, ein Eisenwarenhändler und ein Klatschreporter, die sich ziemlich unbeliebt machen - nicht nur bei Meg.
Leider kamen Megs verrückte Eltern viel zu kurz, sie kamen nur am Rande vor. Dafür tauchten neue Figuren auf und auch das Setting versprach nicht nur Spaß beim Lesen, es hat tatsächlich wieder sehr viel Spaß gemacht. Einige Charaktere waren sehr sympathisch (natürlich Meg, Michael und ihre Freunde), andere widerum nicht so und aus diesen Kreisen stammte dann auch das Mordopfer - und Motive haben ausgerechnet einige von Megs guten Freunden.
Allerdings dauerte es erst einmal 100 Seiten (von knapp über 300) bis Meg die Leiche findet. Mir machte das jedoch nichts aus. Ich mag den Schreibstil von Donna Andrews gerne und diese Bücher lese ich weniger wegen des Krimifalles an sich, sondern wegen des ganzen "Drumherums". Den Fall an sich fand ich dabei schon spannend, aber nicht sehr spannend. Trotzdem habe ich frohen Mutes mitgerätselt, lag aber so ziemlich daneben. Meg tappte allerdings auch länger im Dunkeln ...
Es ist mal wieder lustig zu lesen wie selbstverständlich Meg die Verrücktheiten ihrer Verwandtschaft (und fast die gesamte Stadt ist irgendwie mit ihr verwandt) hinnimmt und diese kommentiert. Was mich nur wundert ist, warum Meg sich nicht langsam wundert ... warum sie ständig über Leichen stolpert.
Ich hatte jedenfalls ein paar schöne Lesestunden mit diesem Buch, freue mich auf weitere Teile der Reihe (und hoffe das diese weiter übersetzt wird) und vergebe wieder

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