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Autor Thema: Nick Hornby - Fever Pitch (Ballfieber)  (Gelesen 695 mal)

chil

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Nick Hornby - Fever Pitch (Ballfieber)
« am: 30. August 2009, 20:57:23 »

Hi ihr Lieben,
die SuFu hat keinen Thread dazu ausgespuckt, drum starte ich mal den hier. Hier meine Meinung, leider hat mir das Buch nicht soo dolle gefallen, was wahrscheinlich (auch) an der Thematik liegt:



In „Fever Pitch“, Nick Hornbys erstem Roman, erzählt der Autor von seiner großen Liebe Fußball und der noch größeren Liebe Arsenal London. Von 1968 bis 1992 reichen dabei die Erinnerungen. Er begibt sich auf eine Spurensuche, in der er den Ursprung seines Fandaseins ergründet, erkennt, welche bedeutende Rolle der Verein und die Spiele in seinem Leben einnehmen und wie er sich gemeinsam mit dem Fußball entwickelt hat.

Dabei wird vor allem eines klar: Fanliebe kann so weit gehen, dass man meint, der Fan baue sein Leben rund um den Mittelpunkt Fußball auf. „Fever Pitch“ ist ein schwer nachzuerzählender Roman, er enthält eine Menge biografischer Anekdoten, allerdings noch viel mehr Fußball. Für einen gänzlich desinteressierten Menschen wie mich eine Herausforderung. Handwerklich ist das Buch ein Hornby, voller Sprachwitz und stilistisch sauber. Und obwohl die Thematik doch sehr speziell ist, hat es doch genügend Momente, die es nicht zulassen, das Buch einfach so aus der Hand zu legen.

Für Fußballfans – beziehungsweise noch besser: Arsenal London Fans – ein absolutes Muss, für Hornby Fans vielleicht auch, für alle anderen hat Hornby genügend tolle Romane zu bieten, die weniger nischenfüllend sind. Natürlich kann man sich auch einfach auf das Abenteuer einlassen – enttäuscht wird man wahrscheinlich nicht werden, die Erwartungshaltungen sind jedoch andere, wenn man „Hornby“ hört.
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Taschenbuch: 335 Seiten
Verlag: Kiepenheuer & Witsch (1997)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3462025864
ISBN-13: 978-3462025866

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(Hornby kann ja nichts dafür, dass ich mich nicht für Fußball interessiere...)
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stefanie_j_h

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Antw:Nick Hornby - Fever Pitch (Ballfieber)
« Antwort #1 am: 15. September 2009, 15:57:22 »

Nick Hornby - Fever Pitch

In kurzen Episoden, wobei immer ein Fußballspiel als Aufhänger dient, erzählt Nick Hornby von seinem Leben als Fußballfan und seiner persönlichen Entwicklung.

Diese Geschichten haben nicht immer mit Fußball zu tun, aber Fußball zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Wenn man mit Fußball also absolut nichts anfangen kann, sollte man das Buch vielleicht nicht zur Hand nehmen. Jedem anderen, der Fußball zumindest nicht ganz ablehnend gegenübersteht, und natürlich auch jedem Nick Hornby Fan möchte ich das Buch nur empfehlen.

Die Liebe zum Fußball und so manches daraus resultierende Verhalten war für mich selbst nicht nachvollziehbar, Nick Hornby beschreibt das alles aber gewohnt humorvoll, so dass man doch nur darüber lachen kann.

Arsenal-Fan muss man nicht sein, um das Buch zu lesen, ich kenne weder Spieler noch Trainer, die von den 70ern bis Anfang der 90er in Arsenal tätig waren, aber die Namen überliest man einfach, wie man auch in anderen Büchern die Namen von unwichtigen Nebencharakteren überliest und bald wieder vergessen hat.

Für mich war das Buch ein absolutes Highlight, aber da ich sowohl Nick Hornby als auch Fußball toll finde, ist das vermutlich nicht repräsentativ

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Yklamyley

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Re: Nick Hornby - Fever Pitch (Ballfieber)
« Antwort #2 am: 19. März 2011, 12:43:36 »

Nick Hornby - Ballfieber



Originaltitel: Fever Pitch
Übersetzer: Marcus Geiss und Henning Stegelmann


 :haken: Ich mag Fußball.
 :haken: Arsenal war mir immer eher unsympathisch.
 :haken: Von Nick Hornby habe ich bisher noch nichts gelesen, die Verfilmungen seiner Bücher hinterlassen ein zwiespältiges Bild: "High Fidelity" mochte ich ganz gern, "About a Boy" dagegen überhaupt nicht (aber das könnte auch an Hugh Grant liegen).

Soweit die Grundvoraussetzungen, die darauf hin deuten, dass ich mich auf ein mittelmäßiges Lesevergnügen einstellen konnte. Und Erwartungshaltungen mögen oft hinken, hier wurden sie exakt erfüllt. Ich bin weder be- noch entgeistert, ich bereue es nicht, das Buch gelesen zu haben, hätte aber viel bessere Bücher lesen können.

:popcorn: Ein Buch über Fußball, endlich! Wie Hornby feststellt, gilt der durchschnittliche Fußballfan als primitives Subjekt (das vermutlich eher selten zum Buch greift).
:boahnee: Äh, über weite Strecken erscheint auch Hornby als ziemlich primitiv. Wenn er versucht sein Fansein zu thematisieren, scheitert er an Dingen, die sich wohl auch schwer erklären lassen, nur um dann krude Theorien und Querverweise zu bringen (seine Beziehung zum Vater - Fan sein als Therapie - Fan sein als Lebensinhalt - etc.)

:boahnee: Ausgerechnet ein Buch über Arsenal? Muss das sein?
:popcorn: Hornby ist sich bewusst, dass Arsenal keine Mannschaft der Herzen ist, die durch wunderschönen Fußball besticht und der auch vom Gegner immer Respekt gezollt wird. Ich sehe Arsenal seit der Lektüre gnädiger, vor allem aber habe ich während der letzten Heimspiele im Publikum nach Nick Hornby gesucht.  :breitgrins:

:popcorn: Die Idee, sein Leben in Verbindung mit der Geschichte seines Vereins zu verquicken, ist zu Beginn neu und interessant zu verfolgen.
:boahnee: Und sie ist auch ebenso schnell ausgelutscht und langweilig. Leider. Dabei interessierte mich alles über Fußball mehr und alles über Hornbys Leben immer weniger. Und wenn er mir auch nicht direkt unsympathisch ist, ist er mir doch am Ende ziemlich auf die Nerven gegangen.

Dieses Spiel könnte man noch weiterspielen, aber ich denke man sieht, worauf ich hinaus will: Für alles Positive ein Negatives, und in seiner Gesamtheit wohl irgendwo in der Mitte:

 2ratten :marypipeshalbeprivatmaus:
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