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Autor Thema: Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen  (Gelesen 3960 mal)

Tintinnell

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #30 am: 14. August 2009, 22:31:50 »

Teenie-Liebe? Och nööööö... Dann wird Heaven wohl doch eher länger subben... *seufz*
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Emily

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #31 am: 25. August 2009, 13:03:33 »

„Heaven“ spielt im London unserer Zeit, doch etwas ist anders. Vor achtzehn Jahren tauchte ein Komet am Himmel auf, seit dem sind über einem Teil Londons keine Sterne mehr zu sehen. Heaven, die eigentlich Freema heißt, ist von Sternen fasziniert und beobachtet die noch vorhandenen gerne nachts von den Dächern Londons aus. Einer dieser Ausflüge kostet sie ihr Herz. Sie wird von zwei seltsamen Männern überfallen, die ihr das Herz heraus schneiden. Eigentlich müsste sie jetzt tot sein, das weiß sie und auch Diebe, doch sie steht auf und läuft davon. David findet das verstörte Mädchen und nimmt sich ihrer an. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Lösung des Rätsels, warum Heaven ohne Herz leben kann. Hat es etwas mit dem verschwundenen Stück Nachthimmel zu tun?

Wer ein Buch in der Art von „Lycidas“ erwartet, wird enttäuscht werden. „Heaven“ ist ein Jugendfantasyroman, die Handlung wesentlich einfacher gestrickt als in „Lycidas“ und den Folgebänden dieser Reihe. Es ist der typische Jugendbuchplot, die beiden Hauptcharaktere werden von einem geheimnisvollen Bösen verfolgt, ab und an bekommen sie unverhofft Hilfe, auch von eher ungewöhnlicher Seite. Typisch für Marzi sind die häufigen Bezüge zu Liedern oder auch Büchern. Der Schreibstil ist allerdings ganz anders als in „Lycidas“, in dem ich mir ständig Sätze hätte anstreichen können, weil sie mir so gut gefielen. Solche Sätze fehlten mir hier. Ab und an schien es, als hätte er es versucht. Aber der Zauber aus der „Lycidas“-Trilogie kam einfach nicht auf.

Es ist ein schönes Jugendbuch, ein angenehmer Schmöker für ein paar gemütliche Stunden. Die Geschichte ist trotz der meist vorhersehbaren Handlung interessant, die Auflösung des Rätsels gefiel mir sehr gut. Ohne eine Liebesgeschichte geht es momentan wohl kaum noch in der Jugendfantasy, aber sie ist hier dezent und nicht übertrieben. Alles in allem ein gutes Buch, aber kein typischer „Marzi“.

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Bisher als Likimeya im Forum bekannt, jetzt umgetauft in Emily.
Papiergeflüster

Steffie

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #32 am: 01. Oktober 2009, 16:03:22 »

David ist von zu hause abgehauen und lebt nun in London bei einer schrulligen alten Dame die die Buchhandlung „The Owl and the Pussycat“ führt. Bei einem seiner Botengänge für seine Chefin nutzt er den Weg über die Dächer von London und begegnet Heaven. Sie ist ein schönes Mädchen und  sie hat ein Geheimnis: Ihr wurde in dieser Nacht das Herz gestohlen und sie weiß nicht was das zu bedeuten hat. Gemeinsam machen die beiden sich auf den Weg die bösen Männer zu finden, die Heaven dies angetan haben und erfahren dabei Dinge, die sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht ausgemalt hätten.

Das neue Jugendbuch von Christoph Marzi ist mit einem Wort zu beschreiben: fantastisch. In Heaven schafft er es das London unserer Zeit so zu beschreiben, dass es einem fast unwirklich erscheint. Ich liebe diese Stadt und ich hatte vor meinem geistigen Auge immer so viele Bilder von Straßen, Plätzen und Gebäuden Londons im Kopf, so dass die Geschichte für mich eine besondere Art der Lebendigkeit hatte. Durch seine poetische Sprache mit der er den Rahmen der Geschichte malt, hat er mich schon von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen.

Die Handlung selbst ist immer von einer gewissen Tragik untermalt. Dem Mädchen Heaven wurde das Herz gestohlen, aber es lebt. Trotz allem spürt sie, dass es so nicht unendlich weiter gehen kann und sie begreift mithilfe von David langsam, was sich hinter diesen Ereignissen verbirgt. Sie erlebt viele Enttäuschungen und all das was sie bisher geglaubt hat wird vollkommen auf den Kopf gestellt. David bietet ihr den einzigen Halt in diesem Strudel von Ereignissen und die zarten Bande der Liebe, die die beiden knüpfen sind romantisch und besonders wichtig für die Atmosphäre des Romans, aber keineswegs zu aufgesetzt oder vordergründig.

Getragen wird der Roman außerdem von viel Musik. Zitieren möchte ich daher hier aus Herrn Marzis Nachwort, was für mich den perfekten Ton zur Geschichte von Heaven und David findet.
Zitat
  Es begann mit dem Lied, das Dick van Dyke und Julie

    Andrews über den Dächern von London singen: „Chim

    Chim Cher-ee“. Die Melodie wurde schließlich zu einer

    Geschichte, die erzählt werden wollte. Und während ich

    David und Freema auf ihrer Suche nach dem Herzen folgte,

    kamen weitere Melodien hinzu, denn die Musik ist immer

    der Rhythmus, der die Dinge zum Leben erweckt.

Christoph Marzi – Heaven. Die Stadt der Feen. S. 357

Mein persönliches Fazit ist, dass Christoph Marzi mit seiner grandiosen Sprache und seiner tollen Idee einen wunderschönen Jugendroman geschaffen hat, der sicher jedem Fan von Young Adult und/oder Urban Fantasy gefallen wird.

 5ratten

Tess

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #33 am: 12. Oktober 2009, 16:35:54 »

Ich habe jetzt anlässilich der Leserunde auch Heaven - Stadt der Feen von Christoph Marzi beendet.

Meiner Meinung nach ist das Buch sehr einfühlsam und emotional geschrieben. Ich konnte mich von Anfang an in die Charatere hineinversetzten und konnte total mitfiebern. Die beiden Hauptpersonen, David und Heaven, waren mir gleich sehr sympatisch und ich war sehr gespannt welchen Verlauf ihre Geschichte nimmt.
Auf jeden Fall hat mich das Buch sehr gefesselt und ich würde es auf jeden fall noch einmal lesen, denn es war spannend, und ne kleine Liebesgeschichte gab es auch  :zwinker:

Da das mein erster Marzi war, habe ich leider kein Vergleichsmaterial von ihm, aber ich werde mir evtl. auch mal noch andere Bücher von ihm anschauen.

Auf jeden Fall habe ich das Lesen von Heaven sehr genossen und gebe dem Buch

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Lucidique

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #34 am: 13. Oktober 2009, 20:25:46 »

In einer Nacht als David gerade einen Botengang für seine Chefin macht, stößt er auf dem Dach eines Hauses auf Heaven, die gerade mit ihrem Teleskop die Sterne beobachten wollte, ihm aber eine unglaubliche Geschichte erzählt. Heaven hat ihr Herz verloren, weil jemand es ihr aus der Brust geschnitten hat. Seitdem ist sie völlig konfus und weiß nicht was zu tun ist.
David weiß nicht genau, ob Heaven einfach nur verwirrt ist, kann sich aber selbst auch nicht davon überzeugen, dass sie ihn anlügt. Er tut was alle tun würden und geht mit ihr zum Arzt. Was er dort entdeckt lässt Heaven in einem anderen Licht erscheinen. Im Krankenhaus hatte man bereits nach den beiden gefragt, denn die zwei „böse Männer“, die Heavens Herz raubten, bemerkten ebenfalls, dass sich ihr neuestes Opfer nicht verhielt wie die zuvor.
Auf Heaven und Davids Jagd durch ein London über den Dächern und mit geheimnisvollen Winkeln, kommen beide sich näher und die Zeit drängt, herauszufinden, was mit Heaven los ist, denn wer kann schon ohne Herz leben? Zudem wirft die Verbindung zwischen dem am Londoner Himmel entstandenen Phänomen, in Verbindung mit Heavens Geburtsdatum einige Fragen auf. Ein Mord legt eine Spur und plötzlich geht alles ganz schnell.
Schon im ersten Satz wird verraten, dass die schöne Heaven ihr Herz verloren hat. Ab diesem Zeitpunkt, kommt es für den Leser darauf an, sich auf diese unwirkliche Geschichte in einem unwirklichen London einzulassen. Ich selbst hatte meine Probleme damit, einen Zugang zu dieser absurden Ausgangssituation zu finden, doch die Zweifel und Hilflosigkeit der Protagonisten erleichterten mir eine allmähliche Veränderung der Sichtweise. Schließlich würden solche Urban-Fantasy-Romane wohl nie zustande kommen, wenn nicht irgendein unvorhergesehenes Problem mit einem übersinnlichen Touch, zwei Menschen verbünden würde.
Hat man sich aber erst einmal darauf eingelassen, fließt die Geschichte regelrecht dahin. Christoph Marzi hat einen unglaublich facettenreichen und schönen Erzählstil, bei dem ich anfangs alle zwei Zeilen ein Zitat rausschreiben wollte. Was (wie ich gehört habe) zu einem der Markenzeichen des Autors gehört, sind die zahlreichen Buch-, Musik- und Filmzitate bzw. Anspielungen, die auch in „Heaven“ nicht zu kurz kommen. Zwischendurch ein bekanntes oder unbekanntes Zitat, verankert die Geschichte in der wirklichen Welt unserer Zeit, machen sie zusätzlich besonders und irgendwie interaktiv.
Insgesamt haben der Erzählstil und die schönen Bilder die dadurch im Kopf entstanden sind, mehr als die Hälfte meiner „Eulen“ ausgemacht, denn nach dem Titel „Stadt der Feen“ hatte ich mir etwas völlig anderes vorgestellt und hatte dann gleich eingangs, wie bereits erwähnt, einige Startschwierigkeiten mit der Geschichte.

Fazit: Eine in erster Linie schön erzählte Geschichte, die die Wirklichkeit und die Phantasie zu einem modernen Märchen verbindet.

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Luci ♥

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SLW 2010 - 4/10 noch 6 Bücher

Das gute Gefühl, ein schönes Buch beendet zu haben ist irgendwie nicht vergleichbar ♥

Hazel

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #35 am: 13. Oktober 2009, 22:53:03 »

Fazit: Eine in erster Linie schön erzählte Geschichte, die die Wirklichkeit und die Phantasie zu einem modernen Märchen verbindet.
Nachdem ich das Buch nun auch gelesen habe kann ich dem nur zustimmen. Allerdings gibt es fuer mich auch Kritikpunkte. Zum einen war mir der Schluss dann doch zu bondmaessig
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Dazu blieb bei mir nach dem Ende das Gefuehl, dass das Buch nicht wirklich "rund" war. Klar in Bezug auf Heaven und
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ist die Geschichte schon abgeschlossen, aber bei den anderen Figuren
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blieb ich doch etwas irritiert zurueck, da ich das Gefuehl hatte nur die halbe Geschichte gehoert zu haben. Auch zu Mr. Scrooge haette ich doch gerne noch etwas mehr erfahren :rollen:

Alles in allem hat mir die Geschichte gefallen und sie war so spannend, dass man das Buch wirklich locker leicht wegliest, aber da ich weiss, dass Marzi Geschichten durchaus zu einem besseren Ende bringen kann und man aus dieser tollen Grundidee eigentlich doch noch etwas mehr haette machen koennen, vergebe ich nur

 3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

LG
Hazel
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Hanni

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #36 am: 18. November 2009, 17:06:42 »

Ich habe das Buch kürzlich gelesen und es hat mir sehr gut gefallen.

Es ist sehr gefühlvoll geschrieben, ich konnte mir alles in den buntesten Farben ausmalen. Die Orte, die Musik und die Filme, die erwähnt wurden, fand ich sehr interessant. Bei manchen Filmen dachte ich mir, es wäre hübsch, sie wieder einmal anzusehen.

David und Heaven waren mir gleich sehr sympathisch, eigentlich fand ich alle Personen irgendwie nett, sogar die Bösen hatten etwas. David und Heavens Vergangenheit, die man erst nach und nach erzählt bekommt, fand ich sehr gelungen und interessant. Beide sind sehr lebendig und feinfühlig beschrieben worden und wirkten auf mich authentisch. Dinge werden immer mal wieder angedeutet und erst gegen Ende erfährt man das ganze Geheimnis. So blieb die Geschichte bis zur letzten Seite spannend für mich. Ob Spaziergänge über den Dächern Londons oder eine wilde Jagd über einen gotischen Friedhof, ob ein Internetcafe oder eine gemütliche alte Buchhandlung, die Geschichte war einfach stimmig, schön und rund. Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich das Buch in seinen Bann gezogen.

Lustigerweise stellte ich mir immer ein London vergangener Tage vor, obschon die Geschichte im hier und jetzt spielt. Aber wie ich feststellen konnte, geht das ja anscheinend nicht nur mir so. Und auch schon bei Lycidas ist mir das aufgefallen. Ich sehe die Personen immer in altertümlicher Kleidung vor mir, und wenn dann plötzlich von einem Internetcafe die Rede ist, kann das schon etwas verwirrend wirken. :breitgrins:

Ich fand die Geschichte spannend, mystisch und vor allem zum Träumen schön. Dafür bekommt es von mir  5ratten
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Liebe Grüsse
Hanni

Mäusedudler

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #37 am: 22. Januar 2010, 13:46:57 »

Christoph Marzi - Heaven. Die Stadt der Feen

Zum Inhalt: Das Buch handelt von zwei Jugendlichen in London, David und Heaven. David stammt ursprünglich aus Cardiff, hat seine Familie dort aber nach vielen Problemen verlassen. In London gefällt es ihm besonders gut, statt über die Straßen zu schlendern, die Dächer der Häuser und verborgenen Pfade der Schornsteinfeger zu benutzen, da er sich dort oben frei fühlt. Auch Heaven zieht es zu den Dächern, sie ist besessen von den Sternen und Planeten und besonders von dem Stück Himmel über London, dass seit 21 Jahren frei von jeglichen Himmelskörpern ist. Dort oben treffen sich die beiden, nachdem zwei Männer Heaven das Herz herausgeschnitten haben. Zu deren und ihrem eigenen Erstaunen bleibt Heaven aber nicht tot liegen, sondern läuft weg und David in die Arme. Damit beginnt eine wilde Verfolgjagd durch London... Warum lebt Heaven ohne Herz? Warum stehlen die beiden Männer Herzen? Wer ist ihr Auftraggeber? Und was hat es mit dem leeren Stück Himmel über London auf sich?

Meine Meinung: Das Buch hat mir zunächst sehr gut gefallen, es ist sprachlich wunderschön und die Geschichte geht rasant los. Nach dem ersten Zusammentreffen von David und Heaven erfährt man nach und nach immer mehr über die Protagonisten, z.B. Davids Gründe, seine Familie zu verlassen und Heaven's Kindheit. London eignet sich für dieses Buch hervorragend als Handlungsort, denn wo sonst als in London mit seinen tausenden Schornsteinen kann man eine Geschichte (teilweise) auf den Dächern spielen lassen. Das Buch ist insgesamt sehr flüssig zu lesen und macht Laune.

Aber: der Schluß ist mir erstens zu abrupt, zweitens zu blöd,
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und drittens lässt er einiges an Fragen offen
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Das ist wirklich schade, denn das Buch hat von der Grundidee her echt Potential, da hätte man mehr draus machen können. Ich habe das Buch bis zum Ende wirklich verschlungen, nach den letzten Seiten hab ich dann nur da gesessen und gedacht: Hmmm, das kann's doch jetzt nicht wirklich sein. War's aber leider.

So bleiben dann für mich:  3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:
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:lesen: Robin Hobb - Royal Assassin

jade.day

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #38 am: 15. Februar 2010, 11:38:51 »

Bei mir ist es schon länger her, dass ich das Buch gelesen habe. Ich habe es mir eigentlich auch nur geholt, weil die Rezis hier so toll geklungen haben, mir das Cover sehr gut gefallen hat und ich London liebe. Als ich dann in der Buchhandlung war haben mich auch die ersten Sätze überzeugt aber das konnten sie leider nur am Anfang.

Ich versteh die guten Kommentare zu dem Buch überhaupt nicht und bin auch froh, dass ich es an Jemanden abgeben konnte, der das Buch zu schätzen weiß.

Ich habe mich ewig durch das Buch gequält. Es hat sich gezogen wie Kaugummi. Meine Freundin hat mich auch zig-mal gefragt warum ich es nicht abbreche. Und da ich nunmal nicht gerne Bücher abbreche habe ich es eben bis zu Ende gelesen.

Ich lese ja gerne Jugendbücher und habe auch keine große Erwartungen daran aber dieses war das schlechteste, dass ich seit langem gelesen habe. Ich kann mich noch nicht mal mehr richtig an die Namen der Protagonisten erinnern  :rollen:

Am Anfang dachte ich das Buch sei spannend, da es mit der Dachszene sehr gut angefangen hat als Heaven ihr Herz geraubt wurde aber mehr hatte es leider nicht zu bieten. Die Story war mir zu sehr an den Haaren herbei gezogen. Am meisten hat mir noch die alte Lady und ihr Buchladen gefallen. Auch die Beziehung zwischen Heaven und dem Jungen (hab den Namen vergessen) war mir zu gekünstelt. Welcher Kerl legt sich freiwillig bei eiseskälte zu einem Mädchen ins Bett? Ich hätte es nicht gemacht. Und dann tut er auch noch alles um ihr zu helfen, obwohl er sie nicht kennt, dabei könnte sie sonst wer sein und er hat schließlich schon genug Mist in seiner Vergangenheit gebaut.

Nicht nur, dass sich die ganze Geschichte in die Länge zog, nein sie war auch noch sehr sehr vorhersehbar. Sowas hatte ich auch noch nicht. Klar gibt es Bücher, die vorhersehbar sind. Aber nicht in dieser Weise. Ich konnt ja fast im ersten Drittel schon sagen wie das Ende sein wird.

Ich war ja vorher schon nicht wirklich scharf drauf Lycidas zu lesen, obwohl es mich ein wenig reizt aber dieses Buch von Christoph Marzi hat mir eindeutig gereicht. Ich werde so schnell keines seiner Bücher mehr in die Hand nehmen.

Von mir gibt es einen  :flop:
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Du bereust nie die Dinge, die Du getan hast. Nur die, die Du nicht getan hast !  :gruebel:

Aurian

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #39 am: 07. März 2010, 21:55:16 »

Ich muss gestehen, dass mich vor allem das Cover zum Kauf verleitet hat. Eigentlich wollte ich nach „Somnia“ kein Buch des Autors mehr lesen. Doch zum Glück hat er sich hier eine ganz neue originelle Geschichte einfallen lassen und ich hatte dieses Mal nicht das Gefühl, eine ähnliche Story nur mit anderen Personen bereits gelesen zu haben.

Mit „Heaven“ hat Marzi erneut eine Geschichte im winterlichen London geschrieben, das ein von ihm bevorzugter Schauplatz zu sein scheint. Doch es gibt noch mehr Ähnlichkeiten, die mich immer wieder an Lycidas erinnert haben, z.B.  wurden einigen Personen wieder literarische Namen gegeben, oder die Erwähnung von Orten die wir bereits aus anderen Büchern Marzis kennen. Es war wie die Rückkehr an einen bekannten Schauplatz nur mit einer ganz anderen Story, die mehr in der Realität als in einer fantastischen Parallelwelt angesiedelt ist.

Die erwähnten Musikstücke habe ich mir leider noch nicht alle angehört, aber es wäre doch schön, wenn man diese Lieder beim Lesen anhören könnte, um so die von Marzi aufgebaute Stimmung intensiver zu spüren. Toll wäre es, wenn gleich eine CD bei dem Buch dabei wäre.

Wir erfahren die Geschichte von Heaven, einem geheimnisvollen Mädchen, das merkwürdigerweise noch weiterlebt, obwohl ihm das Herz herausgeschnitten wurde. Das total verängstigte Mädchen begegnet David und gemeinsam wollen sie die Rätsel lösen, wer Heavens Herz gestohlen hat und wieso sie trotzdem noch lebt. Es beginnt eine spannende Verfolgungsjagd quer durch London und gespickt mit einigen kleinen Nebengeschichten, die fast genauso interessant sind wie die Hauptstory.

Doch genau hier gab es für mich einen kleinen Kritikpunkt. In diesen Nebengeschichten und den Personen steckt noch einiges Potential, dass Marzi nicht voll ausgeschöpft hat, was mich etwas unzufrieden zurückließ.

Eine spannende und mystische Story mit ein paar kleinen Schwächen.

 4ratten

LG, Aurian
« Letzte Änderung: 07. März 2010, 23:12:44 von Aurian »
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kaluma

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Re: Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #40 am: 05. April 2011, 16:17:34 »

Dieses Buch war leider nicht ganz mein Fall - ich habe keinen Zugang dazu gefunden. Ich hatte es wegen des hübschen Covers aus der Bibliothek mitgenommen, außerdem klang der Titel interessant. Der Beginn war auch sehr spannend und originell. Doch dann ließ es leider schnell nach. Die Handlung erschöpfte sich in einer endlosen Verfolgungsjagd durch London, die zwar anfangs noch spannend war, sich aber zu lange hinzog und auch kein rechtes Ziel hatte. Die Erklärung für die mysteriösen Ereignisse rund um das Mädchen Heaven und ihre Herkunft fand ich nicht befriedigend. Ich habe die Stadt London auch nicht als eine "Stadt der Feen" empfunden - und auch nicht als reales London, eher als eine Art Theater-Parallelwelt, trotz der vielen Anspielungen auf real existierende Bücher und Musikstücke. Ebensowenig gefiel mir der "Showdown" am Ende des Buches.... Außerdem ging es mir in diesem Buch ein bißchen zuviel ums Töten.
Am besten gefallen haben mir die alte Dame (Davids Chefin) und ihr Buchladen, und der Kunde Mr. Merryweather, dem David hin und wieder seltene Bücher bringt. Eine ganze Weile dachte ich, zwischen den beiden müßte es irgendeinen Zusammenhang geben.
Leider bekommt das Buch von mir nur
 1ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

Zitat gefällig?
Zitat
Sie überquerten die stark befahrene Straße, wo die Abgase der Autos wie befreite Geister in der Luft schwebten. Es waren Schleier, fast unsichtbar, so filigran.
Magie, dachte David, hat wirklich viele Gesichter.
Hm, und genau diese Stelle ist mir unangenehm aufgefallen... :gruebel:  So unterschiedlich sind Geschmäcker.
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Ich lese gerade: Alan Garner "Feuerfrost"/Wulf Dorn "Mein böses Herz"/Bettina Belitz "Luzie&Leander 2 - Verdammt feurig"

SLW 2012 Cover: 0/10 (gelesen 3/10)
SLW 2012 Brandaktuell: 0/5  Dick+dünn: 0/5  (gelesen 2/5)
TAMKA 2011/2012: 2/5

Stormcrow

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Re: Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #41 am: 26. August 2011, 10:28:27 »

Also jetzt muss ich hier doch etwas Schreiben. Ich bin jetzt ungefähr auf Seite 74 und ich muss sagen, der Herr Marzi scheint ja ein richtiger Sprachkünstler zu sein. Anfangs war ich davon auch total eingenommen und die Geschichte gefällt mir soweit bisher auch. Aber gerade seine (hier nach kurzem Überfliegen offenbar auch viel diskutierte) Sprachkunst ist so eine Sache. Mittlerweile weiss ich nicht mehr so recht, ob ich mich damit anfreunden oder verfeinden soll. Es einfach als das, was es ist, wahrzunehmen, klappt bei mir nicht so richtig, denn über Metaphern wie "grün wie Tee" rege ich mich einfach auf. Ich meine es gibt ja auch Schwarztee und roten Tee und so weiter. Grün hätte für mich ausserdem auch schon wieder ein bisschen etwas von Brühe und da das Bild, das beschrieben wird, schön sein soll, erscheint mir das etwas über das Ziel hinausgeschossen. Andererseits hat er dann wieder so geniale Sachen wie das, was kaluma hier so nicht gefällt. ;) Dabei fallen doch beide dieser Aspekte unter "den Stil von diesem Buch"  und erscheinen mir typisch dafür, insofern, dass solche Elemente einfach auf jeder zweiten Seite erscheinen. Und trotzdem mag ich das eine und das andere nicht. :spinnen: Das sind jetzt nur Beispiele, dieses Wechselbad empfand ich während den ganzen ersten drei Kapiteln so. Liegt es an mir oder an dem Autor? Auf jeden Fall, bin ich gespannt wie es weiter geht und melde mich dann wieder, wenn ich durch oder weiter bin, je nach Anlass.  :zwinker:



Update 31.08.2011, meine abschliessende Meinung:

Abgebrochen und den Schluss überflogen. Tatsächlich ist es so, dass diese für mein Empfinden unschönen Sprachbilder überwiegen und mir das ganze ausserdem zu oberflächlich ist. Klar, es ist ein Teenie-Buch. Aber trotzdem, ab dem ungefähr dritten Kapitel habe ich mich nur noch genervt. Ich fühlte mich eingedeckt mit einer unaufhörlichen Bilderflut, aber die emotionale Intensität ging dabei völlig verloren. Ausserdem war mir der Fantasy-Aspekt zu wenig und das Wenige, was selbigen ausmachte, war mir zu kindisch. Dieser "Mensch, was sollte das denn? Ist das jetzt alles?"-Gedanke hat sich mir aufgedrängt. Daher: Heaven ist nicht meins, die Idee aber ganz gut und sicher keine schlechte Unterhaltung, wenn man nicht zu viel erwartet.  :zwinker:
« Letzte Änderung: 31. August 2011, 08:05:25 von Stormcrow »
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"I don't think there is any moral, psychological, or aesthetic limit to supernatural fiction." - Anne Rice

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