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Autor Thema: Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen  (Gelesen 3959 mal)

Liafu

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #15 am: 19. Juli 2009, 17:32:52 »

Somnia fand ich immerhin schon mal wieder Meilen besser als Fabula,
Ich fand Fabula deutlich besser, bei Somnia wurden zu viele Ideen aus den andren Büchern einfach an einen neuen Schauplatz verpflanzt.


Heaven habe ich gerade beendet. Es hat mir gefallen, aber so hin-und-weg wie Seychella bin ich nicht. (Werd mal sehen, ob ich die Tage noch eine detailliertere Meinung zustande bringe.)


« Letzte Änderung: 19. Juli 2009, 17:35:30 von Liafu »
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Liafu

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #16 am: 19. Juli 2009, 18:42:06 »

Eine kleine Warnung vorweg: Eine vernünftig strukturierte Rezi bringe ich zu diesem Buch irgendwie nicht fertig. Also habe ich einfach mal drauflosgeschriebn. Ich hoffe, es liest sich trotzdem einigermaßen erträglich.

Meine Meinung:

Wenn ich bisher Bücher von Christoph Marzi gelesen habe, dann kam gleich mit dem ersten Absatz das ganz typische “Marzi-Feeling” auf. Ich wusste sofort, jetzt bin ich in einer Geschichte von Christoph Marzi. Bei Heaven war das weniger der Fall, oder es dauerte zumindest länger. Irgendwie liest sich dieses Buch “normaler”, nicht schlechter - der Stil ist gut und flüssig zu lesen – aber weniger... “eigenwillig” als seine Vorgänger. Auch die wunderschönen Beschreibungen, wegen der ich Marzis Stil so mag, schienen dünner gesät zu sein, bzw. Sie kam erst in der zweiten Hälfte des Buches wieder stärker zum Vorschein. (Für Leser, die mit Marzis Stil sonst nicht so viel anfangen können, aber vielleicht gar nicht so schlecht.) Überhaupt hatte ich den Eindruck, dass sich Heaven Gegen Ende noch mal steigert – den Showdown fand ich, allein schon vom Schauplatz her, jedenfalls sehr gelungen. Ein weiterer Grund dafür, dass sich dieser Roman weniger wie ein “Typischer Marzi” liest, ist vielleicht auch, dass er von allen seinen Büchern wohl den geringsten Fantasy-Anteil aufweist. Abgesehen von den im Titel erwähnten Feen spielt so etwas wie Magie oder Fabelwesen eigentlich keine Rolle. Dadurch liest sich Heaven mehr wie ein “normales” Jugendbuch, ein spannendes Abenteuer, die Flucht vor Verfolgern, ein Geheimnis, dass es zu lüften gilt und nicht so sehr wie ein Fantasyroman. Was aber ja durchaus auch nichts negatives sein muss, ich fand es jedenfalls spannend, die Figuren sympathisch (bzw. Die Bösewichte fies, wie es sich gehört) und und musste mich zu keinem Zeitpunkt überwinden weiterzulesen. (Im Gegenteil, das Buch hat mich erfolgreich vom Lernen abgehalten *Nachtschicht, ich komme. Yay.* -_-)

Zum Leseflaute überwinden (was bei mir noch alle Marzis geschafft haben) oder einfach mal eine Weile in eine spannende Geschichte abtauchen, taugt die Stadt der Feen also allemal. Die Gerade schon angesprochenen Charaktere fand ich durchaus gelungen. Sie können an Tiefe zwar sicher nicht mit denen aus z. B. Lycidas mithalten aber sind, was die Hauptcharaktere betrifft, für ein Jugendbuch sympathisch genug und mit einem Hintergrund versehen, durch den man mit ihnen Mitfühlen und sich für sie interessieren kann, wobei auch dieser Hintergrund, gerade bei David, erstaunlich realistisch ist und nichts mit Fantasy zu tun hat. Und auch die Bösewichte sind nicht alle ausschließlich böse, ohne dass die Erklärungen für ihr Verhalten z. B. in einen Taurige-Lovestory-Overkill ausarten, wie in Lumen. Und apropos Lovestory: Natürlich gibt es sie auch die in diesem Buch, die Teenies, die sich unsterblich ineinander verlieben. (*Lieber Christoph, schreib doch mal ein Buch ohne Liebe-auf-de-ersten-Blick-Lovestory, bittebitte.* *liebguck*) Aber auch wenn ich auf dieses Thema sonst spätestens Seite Marzis zweitem Buch allergisch reagiere, fand ich es diesmal, wie auch schon bei Du glaubst doch an Feen, oder?, gar nicht so schlimm. Es scheint fast, als gelänge es dem Autor mittlerweile, dieses immer wiederkehrende Element etwas subtiler, weniger aufdringlich zu gestalten.

Ähm, ja. Also insgesamt fand ich Heaven nicht schlecht, ein Jugendbuch, dass fast mehr einen leichten Thriller-Touch hat und gar nicht so sehr wie ein Fantasyroman wirkt (den ich eigentlich erwartet hatte). Edit: Ach ja, das Buch hat auch den ein oder anderen Toten oder Verletzten aufzuweisen, allzu detailliert beschreiben wird da zwar nichts, aber es ist eben eindeutig ein Jugend-, kein Kinderbuch.

Wer, wie ich und wohl auch Seychella, sowieso alles kauft, wo Marzi draufsteht, wird mit dem Buch sicher etwas anfangen könne. Auch wenn es, wie gesagt, für mich kein ganz typischer Marzi ist. Ob es aber die “Skeptiker” überzeugen kann? Ich würde fast sagen, versucht es vielleicht zuerst mit Du glaubst doch an Feen, oder?. Das kleine Büchlein fand ich überraschend gut. Oder wartet einfach noch ein paar Meinungen ab. ;)

Ach ja, die typischen Bezüge zu Literatur und Musik gab es natürlich auch, und sie haben mir wie immer gefallen, auch wenn es mir manchmal fast zu viel war, ich fühle mich mittlerweile fast gezwungen, jeden Namen und jede erwähnte Band zu googeln, nur um ja keine Anspielung zu verpassen.

« Letzte Änderung: 19. Juli 2009, 21:48:13 von Liafu »
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Seychella

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #17 am: 19. Juli 2009, 19:40:06 »

Wenn ich bisher Bücher von Christoph Marzi gelesen habe, dann kam gleich mit dem ersten Absatz das ganz typische “Marzi-Feeling” auf. Ich wusste sofort, jetzt bin ich in einer Geschichte von Christoph Marzi. Bei Heaven war das weniger der Fall, oder es dauerte zumindest länger.

Ich war ja gleich in Marzi-Stimmung, auch wenn die Geschichte ja recht dramatisch anfängt.  Vielleicht hat da "Chim Chim Cher-ee" bei mir auch einfach nur gut gepasst - wie erging es dir denn mit dem Lied?

Irgendwie liest sich dieses Buch “normaler”, nicht schlechter - der Stil ist gut und flüssig zu lesen – aber weniger... “eigenwillig” als seine Vorgänger.

Im Vergleich zur uralten Metropole kann ich das nachvollziehen, es gibt keinen Wittgenstein mit seinen kurzen Sätzen und dem speziellen Humor - und auch nicht das Gefühl, im London von Dickens zu sein.
Im Vergleich zu Fabula jedoch... Die beiden Bücher kommen mir gleich "modern" vor.

Auch die wunderschönen Beschreibungen, wegen der ich Marzis Stil so mag, schienen dünner gesät zu sein, bzw. Sie kam erst in der zweiten Hälfte des Buches wieder stärker zum Vorschein. (Für Leser, die mit Marzis Stil sonst nicht so viel anfangen können, aber vielleicht gar nicht so schlecht.)

Ich habe in Heaven sehr viele poetische Beschreibungen gefunden, womit ich gar nicht gerechnet hätte. Bei den Malfuria-Büchern, die ja schließlich auch als Jugendbuch verkauft werden, waren sie schließlich eher rar gesät.

Ein weiterer Grund dafür, dass sich dieser Roman weniger wie ein “Typischer Marzi” liest, ist vielleicht auch, dass er von allen seinen Büchern wohl den geringsten Fantasy-Anteil aufweist. Abgesehen von den im Titel erwähnten Feen spielt so etwas wie Magie oder Fabelwesen eigentlich keine Rolle.

Ich fand es schon magisch, wenn auch auf eine etwas andere Weise.
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Die Gerade schon angesprochenen Charaktere fand ich durchaus gelungen. Sie können an Tiefe zwar sicher nicht mit denen aus z. B. Lycidas mithalten aber sind, was die Hauptcharaktere betrifft, für ein Jugendbuch sympathisch genug und mit einem Hintergrund versehen, durch den man mit ihnen Mitfühlen und sich für sie interessieren kann, wobei auch dieser Hintergrund, gerade bei David, erstaunlich realistisch ist und nichts mit Fantasy zu tun hat.

Ich fand die Figuren nicht nur sympathisch, sondern auch etwas tiefer als die aus Malfuria. Und der realistische Hintergrund war bei David sicher sehr klar und genau gezeichnet, es gab aber auch schon andere Figuren mit realistischer Vergangenheit. Und ich war ganz froh, nicht auf ein weiteres Waisenkind zu stoßen. :zwinker:

Und apropos Lovestory: Natürlich gibt es sie auch die in diesem Buch, die Teenies, die sich unsterblich ineinander verlieben. (*Lieber Christoph, schreib doch mal ein Buch ohne Liebe-auf-de-ersten-Blick-Lovestory, bittebitte.* *liebguck*)

Es gibt eben Dinge, die passieren. Einfach so. :breitgrins:

Wer, wie ich und wohl auch Seychella, sowieso alles kauft, wo Marzi draufsteht, wird mit dem Buch sicher etwas anfangen könne. Auch wenn es, wie gesagt, für mich kein ganz typischer Marzi ist. Ob es aber die “Skeptiker” überzeugen kann? Ich würde fast sagen, versucht es vielleicht zuerst mit Du glaubst doch an Feen, oder?. Das kleine Büchlein fand ich überraschend gut. Oder wartet einfach noch ein paar Meinungen ab. ;)

Mist, bin ich etwa aufgeflogen? :engel:
"Du glaubst doch an Feen, oder?" ist für mich eher Marzi light - etwas, das Lust auf mehr macht. Einem Erwachsenen würde ich als Einstieg entweder Lycidas (wenn es etwas undurchschaubarer und/oder mythenlastig sein darf) oder eben Heaven empfehlen, und bei Jugendlichen käme noch Malfuria dazu (weniger poetische Beschreibungen, aber mehr phantastische Ideen und abwechslungsreichere Spannung).

Ach ja, die typischen Bezüge zu Literatur und Musik gab es natürlich auch, und sie haben mir wie immer gefallen, auch wenn es mir manchmal fast zu viel war, ich fühle mich mittlerweile fast gezwungen, jeden Namen und jede erwähnte Band zu googeln, nur um ja keine Anspielung zu verpassen.

Ich mag das Spiel ganz gerne - und es ist mehr meine Neugier, die mich dann zu Google treibt. Manche Musiker kenne ich ja auch schon aus anderen Büchern von ihm, z.B. The Divine Comedy :jakka: und Yamit Mamo.
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Liafu

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #18 am: 19. Juli 2009, 20:05:33 »

Ich war ja gleich in Marzi-Stimmung, auch wenn die Geschichte ja recht dramatisch anfängt.  Vielleicht hat da "Chim Chim Cher-ee" bei mir auch einfach nur gut gepasst - wie erging es dir denn mit dem Lied?
Ja, das Lied hat schon eine gewisse Stimmung erzeugt - zumal ich erst vor kurzem die Mary-Poppins-Lieder für mich wiederentdeckt habe.

Zitat
Im Vergleich zur uralten Metropole kann ich das nachvollziehen, es gibt keinen Wittgenstein mit seinen kurzen Sätzen und dem speziellen Humor - und auch nicht das Gefühl, im London von Dickens zu sein.
Im Vergleich zu Fabula jedoch... Die beiden Bücher kommen mir gleich "modern" vor.
Zitat
Ich habe in Heaven sehr viele poetische Beschreibungen gefunden, womit ich gar nicht gerechnet hätte. Bei den Malfuria-Büchern, die ja schließlich auch als Jugendbuch verkauft werden, waren sie schließlich eher rar gesät.
Ich behaupte auch nicht, dass sie nicht da sind - aber sie wirkten auf mich... etwas weniger augenfällig, ich musste sie mehr suchen, während sie mich sonst regelrecht angesprungen haben. Und ich hatte eben den Eindruck, dass sie im späteren Verlauf der Geschichte mehr wurden.

Zitat
Ich fand es schon magisch, wenn auch auf eine etwas andere Weise.
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Ja, aber eben nicht in dem Maße, wie die anderen Bücher. Die Geschichte rund um die Feen fand ich auch sehr schön - aber sie hat irgendwie... keinen ganz so direkten Einfluss auf die akute Handlung, fühlte sich mehr an wie eine Geschichte...hm, weiß nicht so recht, wie ich das erklären soll. Die sagen wir, "friedhofsbezogenen" Elemente hatte ich gerade tatsächlich kurzfristig ausgeblendet - dabei haben haben sie mir eigentlich gut gefallen, aber irgendwie fülen sich diese auch ein bisschen mehr nach Gruselgeschichte an, nicht so sehr nach Fantasy... Aber ich das mit dem "untypisch" oder den wenigen Fantasyelementen auch gar nicht negativ - "anders" muss ja nicht zwangsläufig schlecht sein.

Zitat
Ich fand die Figuren nicht nur sympathisch, sondern auch etwas tiefer als die aus Malfuria. Und der realistische Hintergrund war bei David sicher sehr klar und genau gezeichnet, es gab aber auch schon andere Figuren mit realistischer Vergangenheit. Und ich war ganz froh, nicht auf ein weiteres Waisenkind zu stoßen. :zwinker:
Stimmt, tiefer als die Figuren aus Malfuria sind sie. Und mein Kommentar zu Davids Hintergrund war auch absolut positiv gemeint, auch wenn es vielleicht nicht so rüberkam. Aber so sehr, dass ich sagen würde, dass sie "mich noch eine Weile begleiten", haben mich Charaktere dann eben doch nicht gefesselt.

Zitat
Es gibt eben Dinge, die passieren. Einfach so. :breitgrins:
Ja, aber doch bitte nicht in jedem Buch...  :grmpf:


(The Devine Comedy" sind auch auf meine Wunschliste gewandert.)
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Ingroscha

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #19 am: 19. Juli 2009, 20:57:57 »

Liafu, danke auch für deine Meinung! Ich mochte Marzis Stil in Lycidas wirklich sehr, bin also kein Kritiker seiner Schreibweise. Allerdings hat mir deine Rezension eher Lust auf den Verzicht an Heaven gemacht. Keineswegs weil deine Rezi schlecht ist, oh nein, das nun wirklich nicht - sondern weil ich vermute, dass es mir wieder nicht besonders gefällt. Leider hatte ich bei Somnia ganz arg das Gefühl, dass das Buch mir Zeit gestohlen hat :rollen:

Marzis Kurzgeschichten allerdings haben mir immer gefallen.
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LG Ingroscha 
*Mantra murmelt*: "Bücher sind zum Lesen da, nicht zum Rumstehen."
Und Zitat Annabas: "Dieses Jahr wird alles besser."  :smile:

Liafu

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #20 am: 19. Juli 2009, 21:55:26 »

Marzis Kurzgeschichten allerdings haben mir immer gefallen.
Dann noch mal meine Empfehlung: Du glaubst doch an Feen, oder? - Ist ja eigentlich auch nur eine in ein kleines Büchlein verpackte Kurzgeschichte.
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kathchen

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #21 am: 21. Juli 2009, 00:42:57 »

Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen


Heaven, die eigentlich Freema Mirrlees heißt, hat ihre Mutter bei ihrer Geburt verloren und ihren Vater vor vier Jahren bei einem Unfall. Ihr Vater hatte zusammen mit einem Partner ein Unternehmen und auch nach seinem Tod ist Heaven sehr reich. Doch sie interessiert das ganze Geld nicht, sie wäre lieber ein ganz normaler Teenager und so lebt sie auf einem Boot.
Eines Nachts begegnen ihr zwei böse Männer, die ihr ihr Herz herausschneiden, doch anstatt tot zu sein, steht sie auf und rennt weg. Und dann begegnet sie David. David hat eine sehr bewegte Vergangenheit hinter sich und als er von daheim abgehauen ist, ist er in dem schönen, gemütlichen Buchladen “The Owl and the Pussycat” untergekommen, bei Miss Trodwood.
David kennt Heaven zwar nicht, aber dennoch will er ihr unbedingt helfen, denn die beiden Männer sind immernoch hinter Heaven her…

“Heaven. Stadt der Feen” ist bereits das sechste Buch, das ich von Christoph Marzi gelesen habe und auch hiermit konnte er mich verzaubern und begeistern.
Ich liebe Marzis poetischen Schreibstil, den ich auch hier wieder sehr genoßen habe. Literatur und Musik spielen wieder eine große Rolle und die vielen Anspielungen haben mir sehr gut gefallen. Auch bin ich durch “Heaven” auf sehr schöne und, für mich, neue Lieder gestoßen.

Die Figuren haben mir alle sehr gut gefallen und vorallem Heaven habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Ich hatte oft Tränen in den Augen, wenn sie über ihre Vergangenheit sprach und einfach nur normal sein wollte oder auch dass sie trotz des fehlenden Herzens noch weiterlebt.
Mit David erging es mir gefühlsmäßig genauso.

Die sich langsam anbahnende Liebesgeschichte zwischen David und Heaven hat mir sehr gut gefallen, ebenso wie Marzis Theorie, wie Feen entstehen können, aber dazu will ich nichts verraten.

Einmal angefangen, konnte ich “Heaven. Stadt der Feen” einfach nicht mehr beiseite legen und musste es schnellstens fertig lesen. Im Buch gab es viele Wendungen und Überraschungen und ehrlich gesagt, hatte ich anfangs eine leichte Ahnung, wer hinter den gestohlenen Herzen stecken könnte, doch wie immer bei Marzi, lag ich mal wieder falsch.
Nach Beenden des Buches war ich einfach glücklich und am liebsten würde ich es sofort nochmal lesen.
Aber ich bin froh, dass ich noch ein paar Bücher von Marzi hier stehen habe, die sicher nicht mehr lange subben werden.
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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #22 am: 21. Juli 2009, 12:52:20 »

«Fabula» hat mir eigentlich gut gefallen, «Somnia» fand ich dann aber auch eher enttäuschend. Dafür ist «Heaven» für mich mal wieder ein absoluter Kracher.

Rezension

In einer kalten, mondlosen Nacht stiehlt ein gewisser Mr Drood, der sich auch Mr Scrooge oder Mr Heep nennt, dem Mädchen Heaven das Herz. Doch statt zu sterben, rappelt sich sein Opfer wieder auf und läuft davon.
Auf ihrer Flucht über die Dächer Londons trifft sie auf David, der zunächst nicht glauben kann, was er da vor sich sieht. Und doch nimmt er sich Heaven an, hilft ihr bei der Suche nach ihrem Herzen und verliert dabei sein eigenes…

Mit «Heaven. Stadt der Feen» hat Christoph Marzi mir mal wieder eine schlaflose Nacht beschert. Bereits nach den ersten Sätzen spürte ich schon wieder diesen typischen Zauber, den seine Bücher auf mich ausüben.
Der Autor hat einfach einen unverwechselbaren, eigenen Schreibstil, einen ganz besonders klingenden Sprachrhythmus. Kurze, knackige Sätze wechseln sich ab mit poetischen, traumhaft schönen Beschreibungen und erwecken ein düsteres, pulsierendes London zum Leben. Eine Stadt, über der ein Stück Himmel fehlt.

Gemeinsam mit Heaven und David versucht man, dem Rätsel auf die Spur zu kommen, einen Zusammenhang zu Heavens Schicksal zu erkennen. Man erlebt gnadenlose Verfolgungsjagden durch die Straßen Londons, die U-Bahn-Stationen, über die Friedhöfe und Dächer der Stadt. Ruhe findet man lediglich in den Räumen eines kleinen, heimeligen Buchladens mit dem entzückenden Namen «The Owl and the Pussycat» und in den wenigen, kurzen Momenten, in denen man das zarte Band zwischen dem Jungen und dem Mädchen wachsen sehen kann.
Die meiste Zeit jedoch rast man in unglaublichem Tempo durch die Kapitel und Zwischenspiele, fürchtet sich vor Mr Drood und seinem Lakaien und erlebt schließlich ein Finale, dessen Kulisse nicht atemberaubender gewählt sein könnte.

Neben Sprache, Setting und Spannungsbogen ist Christoph Marzi auch die Charakterzeichnung ausgezeichnet gelungen. Die Bösen sind richtig schön fies und die beiden Hauptfiguren unglaublich lebendig. Beide haben sie ihre eigene, sie prägende Geschichte, die sich nach und nach entfaltet und ihnen Tiefe und Authentizität verleiht. Am Ende ist man richtig traurig, dass Davids und Heavens Geschichte nun erzählt ist und man die beiden zurück lassen muss.

So ist «Heaven» wahrlich ein außergewöhnliches Leseerlebnis. Einerseits will man sich Zeit lassen, jeden einzelnen Satz genießen. Andererseits will man unbedingt schneller lesen, um zu erfahren, wie es weitergeht.
Begleitet wird dabei man von unzähligen musikalischen und literarischen Anspielungen, die eine ganz spezielle, dichte Atmosphäre schaffen. In Zukunft werde ich bei vielen Liedern, die ich im Radio hören werde, unausweichlich an dieses Buch zurückdenken müssen.

FAZIT: Spannend, rätselhaft, fantastisch, gruselig, mitreißend, wundervoll… Bisher mein Lesehighlight 2oo9.

Ganz klar 5ratten + :tipp:
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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #23 am: 21. Juli 2009, 14:46:30 »

Das klingt wirklich toll.

"Lycidas" hat mir ja sehr gut gefallen, die Folgebände im Grunde auch, aber nicht mehr so gut wie der 1. Teil. Aber das hier hört sich sehr, sehr verlockend an.

"The Owl and the Pussycat" ist übrigens ein Gedicht :smile: Herrlich blödsinnig und irgendwie süß.
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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #24 am: 21. Juli 2009, 15:13:07 »

"The Owl and the Pussycat" ist übrigens ein Gedicht :smile: Herrlich blödsinnig und irgendwie süß.

Das ist ja niedlich. Danke für den Link, Valentine! :winken:
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KillerKiwi

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #25 am: 21. Juli 2009, 15:30:09 »

Leute, ihr macht mir dieses Buch so schmackhaft, dass ich es jetzt bestellt habe, obwohl ich Buchkaufverbot habe!  :breitgrins:
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kathchen

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #26 am: 21. Juli 2009, 15:40:50 »

"The Owl and the Pussycat" ist übrigens ein Gedicht :smile: Herrlich blödsinnig und irgendwie süß.

Das ist ja niedlich. Danke für den Link, Valentine! :winken:

Danke, Valentine! Das Gedicht ist ja richtig toll, süß  :breitgrins:
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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #27 am: 22. Juli 2009, 07:49:53 »

Den Link kannte ich vorher auch nicht, aber ich finde neben dem Gedicht auch die Bildchen so süß :herz:
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« Antwort #28 am: 10. August 2009, 14:43:58 »

Ich hab es auch bestellt. Das Cover ist einfach zu schön!
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Liebe Grüsse
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zauberin

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Antw:Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen
« Antwort #29 am: 12. August 2009, 10:55:51 »

Ein neues Buch ganz oben auf meiner Wunschliste.  :breitgrins:
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