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Autor Thema: Rebecca Gablé - Hiobs Brüder  (Gelesen 3497 mal)

Cait

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Antw:Rebecca Gablé - Hiobs Brüder
« Antwort #15 am: 17. Oktober 2009, 16:04:50 »

Meine Meinung

Lange habe ich – und wie viele andere Fans - auf den neuesten Roman von Rebecca Gablé gewartet und diesen Monat war es endlich soweit, „Hiobs Brüder“ erschien. Ich habe in der Wartezeit ganz bewusst keine Leseprobe des Romans angerührt und habe somit ganz unbedarft das Lesen begonnen. Das einzige was ich über das Buch wusste, es solle mehr die Sozialgeschichte Englands beleuchten und im 12. Jahrhundert angesiedelt sein.

Bereits nach den ersten Sätzen war klar, dass mich zumindest stilistisch und sprachlich keine Überraschungen erwarten würden. Vom Schreibstil her ist „Hiobs Brüder“ vom ersten Moment an ein typischer Gablé. Man taucht unmittelbar in die Handlung ein, erfreut sich an der Sprache und dem Aufbau des Romans. Es ist und bleibt einfach ein Genuss Rebecca Gablés „Stimme“ zu lauschen und in ihre Welt einzudringen, sich fallen zu lassen und sich ganz der Geschichte hinzugeben.

„Hiobs Brüder“ unterscheidet sich gerade in der ersten Hälfte von den übrigen historischen Romanen Rebecca Gablés. Die Geschichte ist nicht so eng an die Geschicke der historischen Persönlichkeiten geknüpft, wie man es von der Autorin gewohnt ist und damit beschreitet sie durchaus neue Wege. Wege, die mich hundertprozentig überzeugt haben. Der Fokus liegt auf den Gefährten, der Gemeinschaft. Den Männer, die von der Inselfestung fliehen können und sich auf den Weg durch ein vom Bürgerkrieg zerrüttetes England machen, um sich selbst und ein sicheres, lebenswertes Leben zu finden. Gerade diese Handlung hat mich unglaublich fasziniert und mitgenommen. Mich in einen Strudel der Gefühle gezogen, mich nicht mehr losgelassen und viel zum Nachdenken gebracht. Es war sowohl aufregend als auch erschreckend, mehr über das Leben im mittelalterlichen England zu lesen. Darüber, wozu Menschen in ihrer Angst und Unwissenheit fähig sind, zu welchen Grausamkeiten aber auch zu welcher Güte. Besonders gefreut hat mich, dass die Autorin dabei nicht nur Christen, sondern auch Juden einbezogen hat. Ungefähr ab der Hälfte des Romans wandelt sich die Handlung und Rebecca Gablé scheint auf altbewährte Weg zurück zu kehren. Die Geschichte ist enger mit dem historischen Hintergrund verwoben und die Figuren geraten in die gefährlichen Abgründe der Politik, erleben den Bürgerkrieg am eigenen Leib, treffen auf historische Persönlichkeiten. Fiese Ränke und Intrigen selbstverständlich inbegriffen. Rebecca Gablés Geschichte ist komplex, in ihrer historischen Bedeutung ebenso wie in ihrer zwischenmenschlichen. Der historische Hintergrund ist, wie nicht anders zu erwarten war, perfekt recherchiert und ebenso akribisch wie gekonnt in die Handlung eingeflochten. Ich konnte den historischen Begebenheiten problemlos folgen und habe einen interessanten Einblick in einen weiteren Teil englischer Geschichte erhaschen können.
Spannend und unentrinnbar, humorvoll und ernst, fröhlich und deprimierend, schön und schrecklich webt die Autorin ihre Handlung. Man bleibt darin hängen wie eine Fliege im Spinnennetz. Es ist nicht möglich sich aus der Geschichte, um Selbstfindung, Freundschaft, Krieg und Leben zu befreien. Vergeblich sucht man des Nachts nach eine Stelle, an der man das Buch ruhigen Gewissens auf den Nachttisch legen kann, um wenigstens noch ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. Hier ist Selbstdisziplin gefragt, denn Rebecca Gablé entlässt ihre Leserschaft nicht einen Moment aus ihren schriftstellerisch so talentierten Fängen.

Die Figuren haben mich umgehauen, in erster Linie die Insel-Gefährten. Und dabei sind die Figuren auf den ersten Blick keineswegs die strahlenden Helden, sondern bedauernswerte, gedemütigte, furchtsame, von Selbstzweifeln und Ängsten gequälte Männer, die von der Welt ausgestoßen und isoliert um ihr Überleben kämpfen. Mit viel Liebe zum Detail hat Rebecca Gablé ihre Charaktere geschaffen und ich habe zu den Männern dieser Gemeinschaft eine sehr tiefe, emotionale Bindung aufgebaut. Es sind unglaublich originelle, realistische, lebendige und facettenreiche Persönlichkeiten, die der Leser auf ihrem Weg begleiten darf. Selbst zum bösartigen Regy hatte ich einen Draht, der mir manchmal selbst unheimlich war. Regy ist wohl eine der faszinierendsten, wenn auch nicht sympathischsten Figuren dieses Romans. Alle Gefährten haben in mir etwas zum Klingen gebracht und ich konnte mit ihnen leiden, hoffen und lieben.
Allerdings wandelt sich im Laufe der Handlung einer der Protagonisten von einem facettenreichen, interessanten und undurchschaubaren Charakter zu einer eher vorhersehbaren und „typischen“ Helden-Figur. Ich muss zugeben, das gefiel mir nicht und daraufhin verlor diese Figur an Anziehungskraft und leider auch an Originalität.
Die Nebenfiguren  konnten mir nicht alle nah kommen, stehen sie doch deutlich im Schatten der Gefährten und es ist häufig spürbar, dass sie nur Randerscheinungen der Geschichte sind, wichtig, aber nicht übermäßig bedeutend.
Die historischen Persönlichkeiten hat Rebecca Gablé gekonnt in die Geschichte eingeflochten und aus ihnen glaubwürdige, lebendige Figuren geschaffen, über die ich unheimlich gerne gelesen habe, gleich ob gut oder böse. Es war faszinierend König Stephen und Kaiserin Maud zu begegnen, Thomas Becket bei einem Schwätzchen zu lauschen und Henry Plantagenets Vitalität zu spüren.

Wie nicht anders zu erwarten war, hat sich der Verlag wieder unheimlich viel Mühe mit der Gestaltung des Romans gegeben. Die Illustrationen passen perfekt zur Handlung, das Nachwort ist ausführlich und hat all die Fragen beantwortet, die ich mir beim Lesen gestellt habe. Im Einband des Buches befindet sich eine Karte, ein Personenverzeichnis der historischen Persönlichkeiten sucht man ebenfalls nicht vergeblich. Die Umschlaggestaltung finde ich zwar wunderschön, aber ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich es sehr schade finde, dass der Buchrücken nicht zu den anderen Romanen der Autorin passt.

Fazit

„Hiobs Brüder“ ist ein wundervoller, ergreifender Roman, über Menschen, die zeigen wie viel wert sie sind, obwohl sie in den Augen ihrer Mitmenschen derart wertlos sind, dass sie eingesperrt und ausgegrenzt gehören. Es ist eine Geschichte über Freundschaft vor dem historischen Hintergrund des Bürgerkrieges zwischen König Stephen und Kaiserin Maud, die mich unheimlich berührt hat. Spannend, humorvoll und glaubwürdig erzählt, mit faszinierenden, außergewöhnlichen Figuren. Ich habe die Gefährten - Simon, Losian, Godric, Wulfric, King Edmund, Regy und Luke - unheimlich gerne auf ihrem Weg begleitet und ich bin mir sicher, sie werden mir noch lange Zeit im Gedächtnis bleiben.

Bewertung

Damit tue ich mich dieses Mal unheimlich schwer. Mein Bauch sagt, volle Punktzahl, meine Kritik sagt 4 von 5. Also irgendwo zwischen 4 und 5 wird es wohl liegen.   :zwinker:
« Letzte Änderung: 17. Oktober 2009, 16:07:04 von Cait »
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Liebe Grüße
Melli

Donut

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Antw:Rebecca Gablé - Hiobs Brüder
« Antwort #16 am: 17. Oktober 2009, 16:50:40 »

Also das klingt jetzt ja nicht schlecht... Ich werde es mir nicht kaufen (25 Euro  :grmpf:  :grmpf: :grmpf: Da kann man ja...), aber irgendwann wird es die Bücherei haben, bis dahin ist es dann auch als Taschenbuch raus  :zwinker: und billiger. Dann kann man es ja immer noch kaufen.
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Twiceybaby

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Antw:Rebecca Gablé - Hiobs Brüder
« Antwort #17 am: 20. Oktober 2009, 09:55:06 »

Also das klingt jetzt ja nicht schlecht... Ich werde es mir nicht kaufen (25 Euro  :grmpf:  :grmpf: :grmpf: Da kann man ja...), aber irgendwann wird es die Bücherei haben, bis dahin ist es dann auch als Taschenbuch raus  :zwinker: und billiger. Dann kann man es ja immer noch kaufen.

Das sehe ich genauso. Ich habe bald einen Herzinfarkt in der Buchhandlung bekommen. 25,00 €  :vogelzeigen: Normalerweise ist Rebecca Gablé eine meiner Auto-Buy Autorinnen. Aber bei den Rezis werde ich wohl auch auf das Taschenbuch-Format warten  :wegrenn: Schade.. Ich hatte mich schon auf schöne Schmökerstunden passend zur kalten Jahreszeit gefreut.
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:leser: Rebecca Gablé - Der dunkle Thron

Niechen

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Antw:Rebecca Gablé - Hiobs Brüder
« Antwort #18 am: 21. Oktober 2009, 23:54:22 »

Wenn man sich aber mal überlegt, was man für die Harry-Potter-Bände und die Biss-Reihe in Hardcover-Format ausgegeben hat, ist der Preis nicht übertrieben hoch.
Okay, billig ist es nicht und man hätte es ruhig für 19.90€ verkaufen können...da gebe ich euch schon recht!
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Valentine

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Antw:Rebecca Gablé - Hiobs Brüder
« Antwort #19 am: 27. Oktober 2009, 12:25:55 »

Auf einer kleinen Flussinsel hat man sie in einer halbverfallenen Befestigungsanlage eingesperrt: ein kleines Häuflein von Menschen, die an seelischen oder körperlichen Schäden leiden und darum in der Gesellschaft des 12. Jahrhunderts verstoßen wurden, die glaubt, dass nicht einmal Gott ihnen gewogen ist. Jüngster Neuzugang ist Simon, der junge Spross einer Adelsfamilie, den sein Onkel wegen seiner Fallsucht fortschaffen ließ. Unter seinen neuen Schicksalsgenossen sind der psychopathische Mörder Regy, der in Ketten so weit wie möglich von den anderen ferngehalten wird, der rätselhafte Losian, der sein Gedächtnis verloren hat, die siamesischen Zwillinge Godric und Wulfric, Oswald, der als Schwachkopf gilt (und dem man heute wohl das Down-Syndrom bescheinigen würde), Edmund, der sich für einen toten Heiligen hält, sowie einige andere Benachteiligte.

Die Versorgung mit Lebensmitteln ist miserabel, und glücklich kann sich derjenige schätzen, der es schafft, sich irgendwie ein winziges Dach überm Kopf zu verschaffen. Als ein Unwetter einen Teil der lidschäftigen Anlage vollends niederreißt und einige ihrer Bewohner das Leben kostet, wagt der Rest kühn die Flucht. Trotz ihrer verschiedenen Gebrechen und ihrer völlig unterschiedlichen Herkunft und Charaktere schweißt das wagemutige Unterfangen die Gefährten eng zusammen.

Das Machtpoker zwischen König Stephen und Kaiserin Maud um den englischen Thron beschäftigt derweil besonders die Adeligen im Lande und hat auch große Auswirkungen auf das Leben der kleinen Schicksalsgemeinschaft ...

Lang erwartet und heiß ersehnt wie immer - der Roman bietet all das, was man von Rebecca Gablé gewohnt ist: schöne historische Unterhaltung mit scharf gezeichneten Figuren, die durchaus ambivalent sein können, eingebettet in ein gut recherchiertes Bild der Handlungszeit mit ihren Gebräuchen und politischen Hintergründen.

Die Ausgangssituation, diese Insel der Ausgestoßenen, die sich zusammentun, um überleben zu können, fand ich ziemlich originell. Die Umstände, unter denen die Reise der Gefährten endet, sind schon ein sehr großer Zufall, aber der musste wohl sein, damit der ganze Kontext wieder passt. Dafür können sich Gablé-Kenner über eine hübsche Querverbindung zu einem ihrer anderen historischen Romane freuen.

Die politische Komponente erhält mit der Zeit immer mehr an Bedeutung, was auch die Spannung aufrechterhält, ohne trocken zu werden. Positiv fällt auch auf, dass der auftretende Arzt nicht durch die abgedroschenen Mittelalter-Ärzte-Klischees Starstechen und Aderlass in Erscheinung tritt.

Insgesamt ein solider, schöner historischer Roman mit außergewöhnlichen Protagonisten, abgerundet durch ein informatives Nachwort. Optisch fand ich diesmal die Umschlaggestaltung etwas langweilig, mit Lesebändchen, Landkarte und großformatigen Illustrationen am Anfang der drei großen Abschnitte des Buches ist die Ausgabe ansonsten aber durchaus schön ausgestattet.

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Kiala

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Antw:Rebecca Gablé - Hiobs Brüder
« Antwort #20 am: 21. November 2009, 20:57:56 »

Da ist er endlich! Ein lang ersehnter neuer Roman von der Königin der historischen Romane!
Und auch diesmal enttäuscht sie ihre Leser nicht.

Die Geschichte beginnt zuerst recht ungewöhnlich auf einer Insel, auf der Mönche eines nahen Klosters alle Menschen einsperren, die ihnen nicht gottgefällig erscheinen. Dazu gehören Losian, der sein Gedächtnis verlor. Edmund, der sich für einen heiligen Märtyrerkönig hält, der am Down-Syndrom leidende Osmund und siamesische Zwillinge. Frisch hinzukommt der junge, adlige Simon, der von seinem Onkel aufgrund seiner Fallsucht abgeschoben wurde.
Zuerst ist er geschockt. Nicht nur von den schrecklichen Lebensumständen, sondern auch von seinen neuen Gefährten. Erst recht als er auch noch den psychopathischen Mörder Regy kennen lernt, der angekettet werden muss um die anderen zu schützen.

Hier lässt sich der Roman Zeit um dem Leser alle Personen etwas näher zu bringen, bevor die eigentliche Handlung wirklich beginnen kann. Dummerweise zweigt sich aber auch hier schon eine kleine Schwäche des Romans.
Denn hier gibt es nicht nur eine Hauptperson, sondern zwei.
Da ist zu einem mal Simon, zum andern Losian, der zwar sein Gedächtnis verloren hat, aber eindeutig adlig ist und zum Anführer geboren scheint. Während der Handlung schwankt die Erzählung zwischen Simon und Losian hin und her und kann sich nicht recht entscheiden, wer denn nun wirklich der Hauptheld sein soll. Insgesamt hat Losian zwar den größeren Part, aber auch Simon darf einige Abenteuer erleben. 
Mich hat das nicht wirklich groß gestört, da ich beide sehr mochte, allerdings fällt es einem als Leser auch immer wieder schwer sich auf Protagonisten ganz einzulassen.

Dennoch macht es Spaß beide bei ihrer Entwicklung während des Romans zu beobachten. Losian muss sich mit seiner wahren Identität auseinandersetzen und herausfinden was er wirklich will, Simon muss sein Selbstbewusstsein finden und erwachsen werden. Beide sind sehr sympathisch, haben durchaus Ecken und Kanten.
Der faszinierendste Charakter ist jedoch ganz sicher Regy. Jede Szene mit ihm ist sehr intensiv und bestimmt von gemischten Gefühlen.
Am liebsten waren mir jedoch die Zwillinge Wulfric und Godric, die so wunderbar positiv ihr Schicksal akzeptieren und stets fröhlich sind.

Nach der Flucht von der Insel kommt den Gefährten reichlich oft der Zufall zur Hilfe. Das wird jedoch so charmant gelöst, dass ich nicht wirklich darüber meckern kann. Wie üblich verbindet Rebecca Gable große historische Geschichte geschickt mit ihrer Handlung.
Trotz anfangs ungewöhnlicher Situationen entwickelt sich der Roman schnell einen Gable-typischen Schmöker. In Erzählungen trifft man sogar auf alte Bekannte.
Fans werden nicht enttäuscht sein!

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illy

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Antw:Rebecca Gablé - Hiobs Brüder
« Antwort #21 am: 26. November 2009, 17:48:36 »

Ich traue der Autorin zu ordentlich recherchiert zu haben, aber an einigen Stellen waren mir die Handlungen nicht konform genug zu meinen Vorstellungen vom Mittelalter. Dass Könige mit einer Exkommunizierung durchaus einige Zeit leben können, war mir bekannt, die Reaktion die hier von der Umgebung eines Betroffenen gezeigt wurde, kam mir aber doch etwas zu locker vor. Die Darstellung der aufkommenden Beziehung zwischen Alienor und Henry entsprach ebenfalls nicht meinen Vorkenntnissen. Vermutlich hat die Autorin völlig recht mit ihrer Darstellung, ich habe da auch nichts nachrecherchiert, aber vom Gefühl her passt es einfach nicht. Es ist immer etwas blöd, wenn die historische Handlung nicht den Erwartungen entspricht, (sinnvoll herbeigeführte Überraschungen in der erzählten Geschichte sind natürlich immer willkommen) selbst wenn die Schuld bei einem selber und den falschen eigenen Erwartungen liegt.

Die Ausgangssituation ist eine sehr ungewöhnliche, die Helden hilflos auf einer Insel zu platzieren ergibt einen neuen Handlungsspielraum, allerdings ist das Buch dadurch auch sehr zweigeteilt. Man hätte das Buch sehr gut nach Überwindung einiger Schwierigkeiten damit enden lassen können, dass alle Personen eine Platz im Leben gefunden haben, andererseits kann man den Insel-Teil aber auch als reine Einleitung betrachten, der notwendig ist, um eine Kameradschaft unter so gegensätzlichen Personen zu ermöglichen, während das eigentliche Thema die Inthronisation Henrys ist. Die Autorin wählt einen Mittelweg, womit ich nicht ganz so glücklich bin, weil mir in gewisser Weise ein roter Faden fehlt, der sich durch das ganze Buch zieht.

Die Figuren gefielen mir zwar insgesamt ganz gut, aber es fehlte mir ein zentraler Held, mit dem ich mich hätte identifizieren können. Simon war am Anfang nur ein Jüngelchen und Losian war mir zu distanziert. Der Rest der Gruppe taugte erst recht nicht zum Helden, auch wenn so einige von ihnen ihre starken Momente hatten. Faszinierend war vor allem der Psychopath Regy, trotz seiner schrecklichen Taten gab es Momente in denen er wirklich sympathisch war und es tat einem Leid, dass für ihn anscheinend keine positive Zukunft möglich war. Im Laufe der Zeit entwickeln sich die Persönlichkeiten der beiden zentralen Helden zwar, man kommt ihnen aber trotzdem nicht nahe genug, um wirklich mit ihrem Schicksal mitzufiebern.

Letztendlich kann "Hiobs Brüder" von mir aber nur eine gute Bewertung bekommen, denn alle Kritikpunkte, von denen ich bei näherem Nachdenken vermutlich noch so einige finden würde, verblassen hinter der Tatsache, dass ich die 900 Seiten innerhalb von 2 Tagen verschlungen habe. Es ist zwar nicht Gablés bestes Buch, aber immer noch ein sehr schöner Historienschmöker.

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Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.  (Friedrich Nietzsche)

Alfa_Romea

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Antw:Rebecca Gablé - Hiobs Brüder
« Antwort #22 am: 29. November 2009, 18:53:52 »

Dann werde ich auch mal in den Chor der Zufriedenen einstimmen. In euern Rezis steht vieles, das ich auch so empfunden habe, hier ist also quasi dasselbe in anderen Worten  :breitgrins:

Inhalt:
Ein Grüppchen von Männern mit psychischen Störungen oder Behinderungen fristet im Jahr 1147 ein trauriges Dasein auf der Isle of Whitholm. Die Männer wurden von Mönchen, die auf sie achtgeben sollten, dorthin verbannt und müssen weitgehend für sich selber sorgen. In dieser Gruppe dabei sind auch der junge Landadlige Simon de Clare, der an der Fallsucht leidet, und ein Ritter, der sein Gedächtnis verloren hat.
Nach einem Unwetter bietet sich den Ausgestossenen die Gelegenheit, von der Insel zu verschwinden. Gemeinsam irrt das Grüppchen durch England, bis jemand den geheimnisvollen Ritter erkennt. Das ist zwar nicht das Ende der Gemeinschaft, aber der Anfang von einer Reihe von Abenteuern, die die Gefährten zu bestehen haben.

Meine Meinung:
«Hiobs Brüder» ist wie alle historischen Romane von Rebecca Gablé äusserst gelungen und bietet trotz grossem Umfang viel Kurzweil. Die bewährten Qualitäten wie die gekonnte Verknüpfung von Fiktion und historischen Tatsachen oder das Entwerfen äusserst lebendiger Charaktere findet man auch in diesem Buch. Als Stammleserin hatte ich genau das bekommen, was ich erwartet hatte und entsprechend war die Lektüre ein Genuss, der viel zu schnell vorbei war.
Ein interessantes Thema, dem in «Hiobs Brüder» viel Platz eingeordnet wird, ist der Umgang mit behinderten Menschen im Mittelalter. Aberglaube und auch die Lehrmeinung der Kirche machten Behinderte zu gesellschaftlichen Aussenseitern, denen teilweise sogar abgesprochen wurde, eine Seele zu besitzen. Entsprechend wurden sie auch behandelt: ausgelacht, misshandelt oder auch gefürchtet, hatten Behinderte ein hartes Leben. Ausser, wenn sie auf Menschen stiessen, die in ihnen keine von Gott verstossenen Kreaturen sahen, so wie das in «Hiobs Brüder» auch den Protagonisten immer wieder passiert (das Gegenteil natürlich auch). Und auch eine andere Minderheit spielt eine grössere Rolle: die Juden. Im England des Hochmittelalters geduldet, aber nicht geliebt, hatten auch sie mit Vorurteilen zukämpfen und mussten öfter um ihre Sicherheit fürchten, wenn ein Mob ihnen wieder mal ein Verbrechen anhängen wollte.
Diese interessanten Themen werden in die Geschichte eingebettet, wie Henry Plantagenet vom ungestümen Jugendlichen mit halbem Anspruch auf den englischen Thron tatsächlich König von England wird und damit den jahrelangen Bürgerkrieg zwischen den Anhängern von König Stephen (der auf dem Thron sitzt) und Kaiserin Maud (die gerne auf dem Thron sitzen würde und Henrys Mutter ist) beendet. Und mitten drin sind natürlich die eingangs erwähnten Männer, deren ganz eigene Lebensgeschichten in dem Roman auch noch Platz finden.

Fazit:
Einmal mehr ein toller historischer Schmöker, der schnell gelesen ist, weil das Zuklappen des Buches äusserst schwer fällt.

8 von 10 Punkten

 :winken:

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Aredhel

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Antw:Rebecca Gablé - Hiobs Brüder
« Antwort #23 am: 27. Dezember 2009, 21:54:43 »

Ich habe das Buch schon Anfang Dezember zuende gelesen und danach gleich mit "Das zweite Königreich" von Gablé angefangen, weil ich so begeistert war (normalerweise lese ich selten zwei so dicke Bücher von dem selben Autor hintereinander, besonders wenn es kein zusammenhängender Mehrteiler ist).

Ich finde die Grundidee, das Leben von behinderten Menschen im Mittelalter zu thematisieren, sehr interessant und gut umgesetzt. Die Autorin schafft es, historische Fakten zu übermitteln ohne dass das Ganze auch nur einen Moment trocken oder gar langweilig wirkt.

Von den Charakteren mochte ich Simon am liebsten, dessen Entwicklung ich wirklich interessant fand. Aber auch die anderen wachsen einem schnell ans Herz, sogar oder vor allem Regy  :zwinker:

Manchmal kommt es dem Leser vielleicht so vor, als gäbe es ein wenig zu viele glückliche Zufälle für die Protagonisten und einige Probleme werden schnell und einfach gelöst, aber das fällt nicht weiter ins Gewicht, da die Autorin das geschickt löst, so dass es nicht negativ auffällt.


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cat

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Antw:Rebecca Gablé - Hiobs Brüder
« Antwort #24 am: 29. Dezember 2009, 11:34:37 »


Huhu,

so viele sehr gute Bewertungen *seufz* ... Mich konnte dieser Gablé leider nicht begeistern. Die Geschichte an sich fand ich zwar sehr interessant und manche Charaktere auch, aber die Umsetzung hat mich nicht überzeugt. Ich bin einfach nicht warm geworden mit den Helden, ich fand sie blaß und ausdrucklos. Die teilweise wirklich tollen Nebenfiguren konnten das nicht ausgleichen. Ich denke die Geschichte verzettelt sich in zu vielen Schauplatzen und Themen, da wäre diesmal m.E. weniger mehr gewesen.

Das Buch war leider kein richtiger Pageturner für mich, wenn auch immer noch besser als viele andere aus dem Genre. Frau Gablé kann es einfach besser.

Liebe Grüße - Inge   
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Muertia

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Antw:Rebecca Gablé - Hiobs Brüder
« Antwort #25 am: 07. Februar 2010, 01:03:32 »

Hier nun auch meine kurze Meinung zu diesem Buch:

Nach fast einem Jahr endlich mal wieder einen Gablé-Roman zu lesen, war für mich zu vergleichen mit in-den-Urlaub-fahren. Ich war gespannt auf dieses Thema und darauf, wie sie es in dem knapp 900 Seiten starken Werk umsetzen würde.

Wie immer bei Gablé fiel mir der Einstieg in die Geschichte recht einfach. Die Hauptfiguren sind von Beginn an interessant und vielschichtig beschrieben, sodass ich auch schnell einen Zugang zu ihnen fand. Auch wenn sich die Sympathien hier, im Gegensatz zu den vorigen Romanen, auf viele Personen verteilen, kommt doch niemand zu kurz. Ich empfand es sogar als angenehm, mich eben  nicht über die 900 Seiten auf eine einzige Hauptperson konzentrieren zu müssen. Und so flogen die Seiten quasi dahin und ich tauchte tiefer und tiefer ein, so wie es bei einem Wohlfühlbuch einfach sein muss.

Als Kritik kann ich sagen, dass Rebecca Gablé zwar wieder mal eine solide Geschichte liefert, mich aber nicht überraschen konnte. Ich mag es, wenn Autoren neben dem, was man als Leser von ihnen "erwartet", zusätzlich auch noch Neues mit einfließen lassen. Ansonsten fehlte mir im gleichbleibenden Strom der Ereignisse lediglich noch ein wenig mehr Spannung, um das Ganze runder zu machen. Natürlich werde ich auch die nächsten erscheinenden Romane von ihr lesen und mich dem Urlaubsgefühl voll hingeben.

Fazit: Solide, unterhaltsam, kurzweilig auch wenn ein wenig Würze fehlt.

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Viele Grüße,
Muertia
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:lesen: Rebecca Gablé - Der dunkle Thron
SuB: 6 (+16 bereits bestellte Bücher, um den SuB mal ein wenig aufzuwerten)

Doris

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Antw:Rebecca Gablé - Hiobs Brüder
« Antwort #26 am: 07. Februar 2010, 21:34:58 »

Auf dieses Buch von Rebecca Gabléwar ich besonders neugierig, weil der Schwerpunkt endlich einmal mehr auf einem sozialen Thema lag als bei den königlichen Familien und ihren politischen und innerfamiliären Streitereien. Mit der Umsetzung bin ich nicht so ganz zufrieden, weil es im zweiten Teil doch wieder auf die gewohnte Schiene abrutschte und von der Aufarbeitung des Themas der sozialen Außenseiter zugunsten des übliches Kampf- und Königsgeplänkel umschwenkte.

Einige Figuren boten ein großes Potenzial, das aber nicht ganz ausgeschöpft wurde. Gerade Losian wirkte unausgegoren. Manche Dinge fielen ihm so einfach in den Schoß, dass es mit der Zeit langweilig wurde. Sein persönlicher Hintergrund allein hätte ausgereicht, um das Buch zu füllen, aber viele Ereignisse wurden nur gestreift oder auf die Schnelle geklärt, was mich immer unzufrieden zurücklässt.

Die Aufteilung der Hauptrolle auf zwei Personen hat mich nicht gestört, weil es sich gut in die Handlung eingefügt hat. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Gablé ist erzählerisch eine Klasse für sich. Wenn man sie einmal für sich entdeckt hat, kann man neue Bücher eigentlich unbesehen kaufen, weil sie ihrem Stil immer treu bleibt.

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Es ist nicht wenig Zeit, was wir haben,
sondern es ist viel, was wir nicht nützen.
Lucius Annaeus Seneca

Lorelai

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Antw:Rebecca Gablé - Hiobs Brüder
« Antwort #27 am: 28. Februar 2010, 17:22:19 »

Da über den Inhalt hier schon genug geschrieben wurde, möchte ich darauf nur noch kurz eingehen.
Die Geschichte führt ihre Protagonisten von einer kleinen Insel im Norden, durch England und einem Teil Frankreichs, durch politische Wirrungen und Machtspiele.

Lange hatte ich mich auf den neuen Roman von Rebecca Gablé gefreut. Gestern habe ich ihn fertig gelesen und bin ein bisschen enttäuscht. Leider hat er mich nicht so sehr in seinen Bann gezogen wie seine Vorgänger.
Ich schätze an Gablé-Romanen die Fülle an historischen Personen und die immer gut entwickelten Verbindungen zu ihren erfundenen Figuren. Bis diese Verwicklungen eintreten müssen erst gut 300 Seiten gelesen werden und selbst danach entwickelt es sich eher schleppend. Der "richtige" Gablé-Stil stellt sich erst im letzten Drittel des Romans ein. Dann kann man sich aber wirklich nicht mehr beschweren. Plötzlich nimmt die Handlung an Fahrt auf, wird unheimlich spannend und man kann das Buch nur schwer aus der Hand legen.
Weiterer Kritikpunkt für mich ist Losian/Alan. Ich wurde leider nicht richtig mit ihm warm. Ich kann leider nicht beschreiben weshalb. Stellenweise mochte ich ihn sehr, stellenweise fand ich ihn unglaubwürdig und stellenweise ging er mir richtig auf die Nerven.
Ebenso schwach fand ich am Schluss die "Auflösung" um King Edmund.

Trotz dieser Kritikpunkten war das Buch wieder ein absolutes Lesevergnügen. Es liest sich flüssig ohne weiteres weg. Die Handlung wird niemals langweilig und es fällt schwer eine Pause einzulegen.
Die Figuren waren allesamt sehr lebendig beschrieben und einige sind mir sehr ans Herz gewachsen. Einer meiner Lieblinge ist Regy. Die Szenen mit ihm sind unheimlich spannend und intensiv. Von ihm hätte ich gerne mehr noch gelesen, aber wie die Autorin im Nachwort schreibt, hält sie sich ja - trotz Schwäche für Regy - nicht so gerne in der Gesellschaft von Serienmördern auf  :zwinker:
Simon erinnert ein bisschen an Caedmon aus "Das zweite Königreich”. Beide mit körperlichen Gebrechen geschlagen, werden sie Berater von mächtigen Herrschern. Genauso ins Herz geschlossen wie Regy und Simon habe ich auch Godric und Wulfric, die siamesischen Zwillinge. Immer für einen Lacher gut und mit einer gehörigen Portion Galgenhumor ausgestattet gehen sie ihren Weg.

Interessant aufgezeigt ist der Umgang der mittelalterlichen Gesellschaft in England und den Ausgestoßenen dieser Zeit. Die Kranken oder auch Juden, die von der Gesellschaft ausgeschlossen sind, aber trotzdem Mittel und Wege finden zu überleben und sogar sich gewisse Machtpositionen erarbeiten.

Alles in allem hat mir “Hiobs Brüder” einige kurzweilige Lesestunden beschert, die ich auf keinen Fall missen möchte. Allerdings hat Rebecca Gablé bewiesen, dass sie es besser kann, deshalb vergebe ich

 3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:











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Ciriana

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Antw:Rebecca Gablé - Hiobs Brüder
« Antwort #28 am: 02. März 2010, 17:28:54 »

Hi,

habe die Rezis gerade nur überflogen, weil ich noch mitten beim Lesen bin und ich Angst habe, dass ich doch irgendwie gespoilert werden könnte.
Ich bin gerade noch am Anfang des Buches und kann sagen, dass es schon anders ist. Es gibt bisher nicht die Hauptfigur, um die sich die Geschichte dreht. Es scheinen sich im Moment zwei Hauptfiguren herauszukristallisieren. Bisher kann ich nicht wirklich beschreiben, was mir nicht so ganz an dem Buch gefällt, aber bisher fesselt es mich nicht so, wie die anderen. Allerdings habe ich das Gefühl, dass die richtige Geschichte jetzt erst so richtig anfängt und ich das Buch genießen werde.

Edit:Ps: 25€ sind schon teuer, aber wenn ich sehe, dass mittlerweile einige Taschenbücher mit weniger Seiten auch schon 12€ kosten, geht der Preis sogar.
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Was wäre mein Leben ohne Bücher? Einfach nur leer.

Zu viele Bücher, die ich lesen möchte und zu wenig Zeit, sie alle zu lesen.

Daenerys Targaryen

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Re: Rebecca Gablé - Hiobs Brüder
« Antwort #29 am: 01. August 2010, 14:32:49 »

Gerade habe ich "Hiobs Brüder" zu Ende gelesen.
Von mir gibts für diesen weiteren äußert gelungenen historischen Roman von Rebecca Gablé

 5ratten :tipp:

Vielleicht ist es auch schon zu lange her, daß ich die früheren Bücher von ihr gelesen habe, aber der Aussage "Sie kanns noch besser" kann ich nicht direkt zustimmen.
Das Buch ist von vorne bis hinten spannend, mal wieder sehr gut recherchiert. Die Charaktere sind glaubhaft, die Handlung fesselnd. Selbst bei längerem Nachdenken, fällt mir nichts negatives ein, daß den Lesespaß in irgendeiner Weise gemindert hätte. Daher kann es nur die vollen 5 Ratten von mir geben.
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