Hallo!

Ich bin fertig mit
Kapitel 4.
Also, ich lese diese Ausgabe von Penguin Books:

Und ich muss sagen das Cover finde ich wirklich sehr hübsch.

Aber auch der Inhalt ist beeindruckend gut, Emiliy Bronte schreibt ausgezeichnet und sehr mitreißend. Obwohl mir auch aufgefallen ist, dass sie sehr viele ausgefallene Adjektive verwendet, von denen ich ungefähr die Hälfte nicht kenne, lassen gerade diese Beschreibungen das Geschehen so unglaubig lebendig erscheinen.
Die feine Ironie in manchen Passagen hat mich schon des Öfteren zum Lachen gebracht.

In den ersten beiden Kapiteln entsteht eine geheimnisvolle, düstere Stimmung, vor allem aufgrund des merkwürdigen Verhaltens der Bewohner von Wuthering Heights. Obwohl der Erzähler, Mr Lockwood, immer freundlich bleibt, sind seine unfreiwilligen Gastgeber äußerst unhöflich und grob. Ich würde die häuslichen Szenen zudem auch als "unkonventionell" bezeichnen, denn eigentlich wurde gutes Benehmen in der Regency sehr hoch angeschrieben, viele der hier beschriebenen Buchcharaktere verhalten sich jedoch völlig gegensätzlich zu dem damaligen Ideal des Gentleman.
Dazu fällt mir ein Zitat ein:
"They are not mine, " said the amiable hostess more repellingly than Heathcliff himself could have replied.
Im dritten Kapitel wird Lockwood in ein normalerweise für alle verbotenes Zimmer geführt und verbringt dort die Nacht unter Alpträumen. Allerdings wird die Neugier des Lesers entfacht, als er auf die Tagebücher der bis dahin unbekannten Catherine stößt. Die Geistererscheinung und Heathcliffs überraschender Gefühlsausbruch verwirren zusätzlich.
Nichts in Wuthering Heights ist wie es scheint und erst im 4.Kapitel wird der Leser ein wenig in das Vergangene eingeweiht. Catherine Linton ist die Ehefrau von Heathcliffs verstorbenen Sohn. Es bleibt aber unklar, ob sie diesselbe Catherine, die die Tagebücher geschrieben hat, ist oder nicht. Höchst wahrscheinlich ist sie es jedoch nicht, denn ihr Alter und auch Heathcliffs Abneigung ihr gegenüber passen sonst nicht ins Bild. Außerdem würde Heathcliff wohl kaum denken sie wäre ein Geist, wenn sie nicht bereits tod wäre.
Außerdem wird in diesem Kapitel Heathcliffs Kindheit durchleuchtet und danach stellt sich einem unweigerlich die Frage wie er, ein mittelloses Zigeunerkind, die alte Familie der Earnshaws aus ihrem rechtmäßigen Heim vertrieben habe, denn es besteht kein Zweifel an Heathcliffs späterem Eigentum von Wuthering Heights und Thrushcross Grange.
Bestimmt geht es noch spannend weiter!

Übrigens, diesen Satz Cathys fand ich sehr lustig:

"I could not bear the employment. I took my dingy volume by the scroop, and hurled it into the dog-kennel, vowing I hated a good book.
@Juggalette
Ich hatte auch einige Schwierigkeiten mit Joseph und ich hoffe, dass nicht mehr Charaktere in seinem Dialekt sprechen werden, denn es ist nicht immer besonders leicht sich alles zusammen zu reimen...

LG
bumbelbee