Meine Meinung: Mit einem Augenzwinkern blickt Rosendorfer auf unsere Welt, gut so manches Mal merkt man dem Roman schon an das er inzwischen auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, interessant wäre ja was wohl der gute Kao-tai von Laptops, IPhone oder Twitter und Facebook halten würde

Beim Lesen ist mir der Gedanke was wohl unsere Vorfahren von unserer Zeit halten würden durchaus gekommen und letztendlich würde wohl schon einem Menschen des frühen 20. Jahrhunderts die Haare zu Berge stehen.

Aber gut, eigentlich geht es ja auch eher darum mal das ein oder andre zu hinterfragen. Witzig fand ich auch wie Kao-tai manche Dinge ausspricht, da werden viele Begriffe chinesisch angehaucht. Manchmal musste ich da echt überlegen was gemeint ist, nicht immer ist das ganz einfach
Leider war mir das manchmal zu moralisch.Man wird zu sehr darauf gestoßen und das hat mich nach einiger Zeit dann doch ein bissl genervt. Ich mag es einfach ein bissl subtiler - ich glaub Satire in einem ganzen Roman ist wohl nicht immer so mein Fall. Ich hab jeden Falls ein paar kleinere Lesepausen eingelegt damit es nicht zuviel auf einmal ist. Insgesamt betrachtet nett zu lesen, mehr aber auch nicht.
Rosendorfs Roman "Die Schönschreibübungen des Gilbert Hasdrubal Koch" der meine erste Lesebegegnung mit ihm darstellte hat mir jedenfalls besser gefallen.
