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Autor Thema: William Makepeace Thackeray - Jahrmarkt der Eitelkeiten  (Gelesen 2673 mal)

Saltanah

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Kurzbeschreibung laut Amazon:
Einer der berühmtesten Romane der englischen Literatur, der das bunte Treiben des Lebens unnachahmlich mit Komik und Satire einzufangen versteht.

›Ein Roman ohne Held‹ - so der Untertitel des berühmten englischen Klassikers, 1847 bis 1848 in Fortsetzungen erschienen – ist dieses Monumentalbild aus der viktorianischen Zeit nur bedingt: Es gibt nicht nur eine herausragende Figur, sondern einen ganzen Fundus. Allen voran die so verschiedenen Schulfreundinnen Amelia Sedley und Becky Sharp.

Thackeray schildert in diesem großen Gesellschaftsroman den »Jahrmarkt der Eitelkeiten«, auf dem sich die viktorianische Society tummelt, aber die Gesellschaftskritik wird so durch Ironie, Satire und Situationskomik gebrochen, daß man um ein Schmunzeln und Lachen beim Lesen nicht herumkommt. Und mit Becky ist dem Dichter zudem eine der faszinierendsten Frauengestalten der englischen Literatur gelungen.

Teilnehmer:
Doris
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Viel Spaß!
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Doris

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Antw: William Makepeace Thackeray - Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #1 am: 28. Juni 2009, 22:10:34 »

Hallo zusammen,

dann will ich mal den Anfang machen. Die Verfilmung "Vanity Fair" kenne ich übrigens nicht, bin also völlig ahnungslos, was den Inhalt anbelangt.

Ich lese eine zweibändige Ausgabe mit ca. 1150 Seiten des Verlages Rütten & Loening, Berlin, mit vielen Illustrationen und einem Anhang, den man leider des öfteren vergeblich zu Rate zieht, wenn ein Wort unklar ist, da aus dem Text nicht hervorgeht, welche Begriffe oder Zitate erläutert werden.

Ich stecke derzeit im 9. Kapitel. Der Anfang wurde lebhaft geschildert und vor allem Rebecca war mir gleich sympathisch, weil sie sich zu behaupten weiß, obwohl sie keine unterstützende Familie oder materielle Werte im Hintergrund hat. Nachdem sich die Handlung aus dem Haus der Familie Sedley zu den Crawleys verlagert hat, dreht sich mir momentan der Kopf etwas vor lauter Namen. Wahrscheinlich hat ein Großteil von ihnen mit dem weiteren Verlauf wenig bis gar nichts zu tun.

Der Humor und die kleinen Spitzen und Randbemerkungen des Autors gefallen mir gut, sie lockern die Handlung auf, obwohl das eigentlich gar nicht vonnöten wäre. Im Gegenteil - ein bisschen mehr Tiefe würde mir gefallen, vor allem bei den verschiedenen Personen. Abgesehen von Rebecca bleiben sie alle etwas farblos.

Grüße
Doris
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Lucius Annaeus Seneca

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Antw: William Makepeace Thackeray - Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #2 am: 29. Juni 2009, 21:54:32 »

Hallo alle zusammen,  :winken:

schön, dass es jetzt doch noch so viele geworden sind bei unserer spontanen Leserunde.

Ich lese das Buch auf Englisch in der (sehr mühsamen) Penguin-Ausgabe. Aber dafür hat es auch nur 2,40 € gekostet.  :zwinker:

Angekommen bin ich jetzt bei Kapitel 5.
Der Untertitel "A novel without a hero" trifft wirklich zu. So richtig sympathisch finde ich bisher keinen Charakter, da sie alle eben sehr überspitzt gezeichnet sind. Vor allem bei Amelia fällt das auf, die als so gut beschrieben wird, dass es schon wieder lächerlich wirkt.
Becky Sharp finde ich auch nicht sonderlich sympathisch, aber dafür natürlich sehr unterhaltsam. Sie scheint doch berechnend zu sein, aber als Waisenkind zu der Zeit musste man eben schauen, wo man bleibt.  :zwinker:

Das Englisch finde ich gerade sehr angenehm zu lesen. Ich werde mir aber demnächst mal ein anderes Buch aus dieser Zeit suchen und vergleichen, denn mir kommt die Sprache oft so vor, als würde der Autor sich bewusst besonders umständlich ausdrücken, um die ganze Gesellschaft ins Lächerliche zu ziehen.
Besonders gefallen hat mir bisher der Satz: "If Miss Rebecca Sharp had determined in her heart upon making the conquest of this big beau, I don't think, ladies, we have any right to blame her; for though the task of husband-hunting is generally, and with becoming modesty, entrusted by young persons to their mammas [...]"
Irgendwie musste ich bei dem Wort "husband-hunting" sofort an Sex and the City denken.  :rollen:

So, das war's für heute.  :winken:
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Tami

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Antw: William Makepeace Thackeray - Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #3 am: 30. Juni 2009, 09:47:26 »

Guten Morgen  :winken:

ich häng noch ein bischen hinterher, aber das wird schon noch.
Gestern bin ich einfach nicht über Kapitel 1 hinausgekommen. Woran es liegt, weiß ich noch nicht genau:
Ist es die Sprache? Mir kommt es wie Mrs. Dalloway manchmal etwas lang formuliert vor.
Vielleicht ist es aber auch das Buch an sich - die Seiten sind bei mir schon arg dünn und klein bedruckt (ich
hab die Ausgabe aus dem Eingangspost).

Heute abend werd ich mich mal etwas entspannter mit dem Buch beschäftigen.

Bis dahin.....
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LG
Anne

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Antw: William Makepeace Thackeray - Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #4 am: 30. Juni 2009, 11:45:31 »

Ich bin natürlich auch dabei und habe gestern auch schon ein bisschen angefangen zu lesen. Ich bin bis Kapitel 3 gekommen, also noch nicht ganz so weit. Liegt aber vielleicht wirklich an dem etwas umständlichen Erzählstil. Meine Seiten sind auch sehr eng bedruckt, das führt bei mir immer dazu, dass ich länger zum lesen brauche oder zumindest das Gefühl habe, dass es langsam vorangeht.

Ich lese die englische Vintage Classics Ausgabe mit einem (meiner Meinung nach) sehr schönen Cover, da hab ich gleich mal etwas mehr Geld ausgegeben, als unbedingt nötig gewesen wäre.


Rebecca ist jetzt nicht unbedingt sympathisch, aber irgendwie mag ich sie trotzdem. Wie sie genau plant und berechnend beschließt, Amelias Bruder zu heiraten ist jetzt nicht unbedingt liebenswürdig, aber ich kann verstehen, dass sie sich nach Sicherheit sehnt und vor allem auch finanziell gerne etwas besser dastehen möchte.

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Doris

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Antw: William Makepeace Thackeray - Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #5 am: 30. Juni 2009, 21:47:34 »

Ich bin derzeit im 13. Kapitel, in dem sich die Geschichte wieder um Amelia dreht. Obwohl dieser Handlungsstrang auf den ersten Blick ruhiger als Rebeccas Erlebnisse erscheint, steckt doch auch einige Brisanz darin. Amelia ist weit entfernt von einer netten kleinen Liebesgeschichte mit ihrem Angebeteten, der anscheinend keine Gelegenheiten zu Abenteuern auslässt, und hat ihre Probleme mit der Familie des Verlobten. Wenn man das Verhältnis als Verlobung betrachten kann.

Was habt ihr denn nur gegen Rebecca?  :zwinker:   Sie hat niemanden, der sich um ihr Wohlergehen kümmert, wenn man mal von Amelia absieht, die ihr nicht mehr als ihre Freundschaft schenken kann, oder Miss Pinkerton, die ihr mit den besten Absichten eine Stelle als Gouvernante bei einem fragwürdigen Herrn vermittelt hat. In der Zeit, da diese Geschichte spielt, hatte eine alleinstehende Frau ohne finanziellen Hintergrund schlechte Aussichten, und wenn dann noch die Familie fehlt, blieb ihr fast nur noch der Gang ins Kloster oder eben die Erzieherin. Aber das ist nicht Rebeccas Ziel. Sie weiß genau, was sie will und versucht, es bestmöglich in die Tat umzusetzen. Das verdient doch Respekt! Wenn sie erstmal ihr Schäfchen im Trockenen hat und ihre Sorgen um die Zukunft begraben kann, wird sie sich sicher als liebenswerte Person entpuppen, wenn auch als eine, die weiß, was sie will. Ich mag Underdogs  :breitgrins:

Meine Ausgabe liest sich sehr gut. Nicht zu klein gedruckt, und die vielen Illustrationen, die von Thackeray selbst stammen, wie ich entdeckt habe, lockern alles zusätzlich auf.
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Antw: William Makepeace Thackeray - Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #6 am: 30. Juni 2009, 22:04:41 »

Was habt ihr denn nur gegen Rebecca?  :zwinker:   Sie hat niemanden, der sich um ihr Wohlergehen kümmert, wenn man mal von Amelia absieht, die ihr nicht mehr als ihre Freundschaft schenken kann, oder Miss Pinkerton, die ihr mit den besten Absichten eine Stelle als Gouvernante bei einem fragwürdigen Herrn vermittelt hat. In der Zeit, da diese Geschichte spielt, hatte eine alleinstehende Frau ohne finanziellen Hintergrund schlechte Aussichten, und wenn dann noch die Familie fehlt, blieb ihr fast nur noch der Gang ins Kloster oder eben die Erzieherin. Aber das ist nicht Rebeccas Ziel. Sie weiß genau, was sie will und versucht, es bestmöglich in die Tat umzusetzen. Das verdient doch Respekt! Wenn sie erstmal ihr Schäfchen im Trockenen hat und ihre Sorgen um die Zukunft begraben kann, wird sie sich sicher als liebenswerte Person entpuppen, wenn auch als eine, die weiß, was sie will. Ich mag Underdogs  :breitgrins:

Ich glaube, bei mir hat dieses komische Gefühl, dass ich wegen Becky habe, viel weniger mit ihren eigentlichen Handlungen zu tun als damit, wie der Erzähler sie beschreibt. Der Erzähler lässt dauernd bissige, zynische Bemerkungen über sie und ihre Berechenbarkeit los. Ich denke, das beeinflusst mich gerade sehr.
Du hast schon recht, Doris. Becky muss natürlich schauen, wo sie bleibt und vielleicht lasse ich mich sogar etwas zu sehr von dem Erzähler beeinflussen... Ich bin sehr gespannt, wie sich das noch entwickelt.
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Antw: William Makepeace Thackeray - Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #7 am: 01. Juli 2009, 11:49:11 »

 :rollen: Ich komm immernoch nicht so in die Geschichte, wie ich das gerne hätte  :rollen:

Als Becky das erste mal auftrat, mußte ich schon ein wenig schlucken. Sie paßte so gar nicht
dahin  :breitgrins: Dazu kommt, dass ich mich doch glatt um ein Jahrhundert vertan hatte, was
die Zeit angeht.  :redface:

@MrsDalloway:
Ich glaube, mir geht es wie dir, was Becky und den Erzähler angeht....

An sich find ich die Erzählweise ganz gut, ironisch angehaucht, mit Seitenhieben an allen möglichen
Stellen. Wenn es nur nicht so oft in soooooooooo langen Sätzen geschrieben wäre.

Amelia empfinde ich im Augenblick noch als etwas langweilig.
Was die eine für mich (und die Zeit) zu burschikos ist, ist die andere zu fad  :breitgrins:

Naja, heute ist erstmal Geburtstag feiern angesagt - da komm ich wohl nicht vorwärts.
Rennt mir also nicht weg  :zwinker:
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Anne

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Antw: William Makepeace Thackeray - Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #8 am: 03. Juli 2009, 09:29:15 »

So, nun bin ich auch ein Stückchen weitergekommen.

Sagt mal, was ist denn dieser Pitt Crawley für einer?  :confused:
Eine Zierde seines Standes ist das ja nun nicht. Wäre ich Bekky,
wäre ich wohl direkt wieder geflüchtet. Ich bin mir nicht sicher, ob
ich den Typen einfach nur schräg oder beängstigend finde *grübel*

Irgendwie bleibt es dabei, dass ich Amelia zu brav und kantenlos finde.
Jetzt noch mit ihrem ewig schon versprochenem Typen...........  :rollen:

Bekky ist zwar ne Kröte, aber immerhin ist bei ihr was los  :breitgrins:
An ihrer Stelle wäre ich froh gewesen, dass sie von Josef verschont geblieben ist.
Zumindest den Illustrationen zufolge  :zwinker:


Was mich etwas irritiert sind die Einflechtungen von wegen, was wäre gewesen wenn?
An einer Stelle wußte ich schon fast nicht mehr, worum es eigentlich gehen sollte.

Und noch eine Frage an die englisch-Lesenden:
In Kapitel 1 oder 2 taucht in meiner deutschen Fassung mal eine Formulierung in Richtung:
".... wenn das jetzt Herr Schulze lesen würde..." auf. Ich hab leider das Buch nicht da, um
nachzuschauen.
Welcher Name ist das bei euch? Schulze erscheint mir wie eine Einfügung im Deutschen.....


Erstmal
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Anne
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Antw: William Makepeace Thackeray - Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #9 am: 03. Juli 2009, 10:30:25 »

Ich bin mittlerweile auch bei Kapitel 13.

Beckys Sprung zu den Crawley's hat mir nicht so gut gefallen. Mir sind das gerade etwas zu viele Namen und ich komme dauernd durcheinander. Das nervt mich gerade etwas.

Was mich etwas irritiert sind die Einflechtungen von wegen, was wäre gewesen wenn?
An einer Stelle wußte ich schon fast nicht mehr, worum es eigentlich gehen sollte.

Sowas finde ich immer sehr schön. Meistens muss ich dann laut auflachen. Ich liebe diesen Erzähler einfach, weil er so schön sarkastisch ist. Mein Klappentext sagt auch: And through the narrative strolls the relaxed figure of the author, pointing out a moral hiere and there as he shines a light into society's murkier corners." Ich finde, das trifft's genau.

Und noch eine Frage an die englisch-Lesenden:
In Kapitel 1 oder 2 taucht in meiner deutschen Fassung mal eine Formulierung in Richtung:
".... wenn das jetzt Herr Schulze lesen würde..." auf. Ich hab leider das Buch nicht da, um
nachzuschauen.
Welcher Name ist das bei euch? Schulze erscheint mir wie eine Einfügung im Deutschen.....

Ich hab  gerade nochmal nachgeschaut, konnte die Stelle aber nicht finden. Weißt du vielleicht noch etwas genauer wo die war oder um was es gerade ging?


Mein Buch hat übrigens keine Illustrationen!  :heul: Die hätte der Penguin Verlag ja wohl noch reinpacken können und es dann für 3 Euro statt 2,40 verkaufen, oder?
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Antw: William Makepeace Thackeray - Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #10 am: 03. Juli 2009, 10:38:02 »

@Mrs. Dalloway: Schau mal hier, da sind ein paar Illustrationen zu sehen, ob die komplett sind, weiß ich natürlich nicht, in meiner Ausgabe sind auch keine enthalten.

Ich habe gestern mal wieder ein bisschen gelesen, bin allerdings erst bis Kapitel 6 gekommen. Ich bin momentan immer so müde und kaum schlage ich das Buch auf, fällt es mir beinahe aus der Hand.
Einerseits tat es mir für Becky fast leid, dass aus ihren Plänen, Joseph zu heiraten nichts geworden ist. Andererseits muss man sich ja wieder vor Augen halten, dass sie ihn nicht aus Liebe heiraten wollte, sondern nur, weil sie dann abgesichert wäre und nicht heiraten müsste. Sie ist schon eine falsche Schlange und ich hätte mich beinahe von ihr einwickeln lassen und Mitleid empfunden.

Jetzt bin ich mal gespannt, wie es weitergeht, wenn ihr schon sagt, dass da so viele Namen vorkommen, dann könnte das wirklich kompliziert werden. Hoffentlich komme ich wenigstens am Wochenende ein bisschen zum Lesen, online werde ich erst am Montag wieder sein.  :winken:
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Doris

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Antw: William Makepeace Thackeray - Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #11 am: 03. Juli 2009, 23:08:31 »

@Mrs. Dalloway: Schau mal hier, da sind ein paar Illustrationen zu sehen, ob die komplett sind, weiß ich natürlich nicht, in meiner Ausgabe sind auch keine enthalten.

Es sind bei weitem nicht alle Bilder, das sind nur einige der ganzseitigen Illustrationen. Auch jeden Kapitelanfang ziert ein kleines Bild, in dem der Anfangsbuchstabe des ersten Wortes versteckt ist. Schön gemacht!

Ich bin schon etwas weiter, berichte aber nur bis Kapitel 17, um nicht zu weit vorzugreifen. Meine Meinung über Rebecca muss ich wohl leicht revidieren, denn zwischenzeitlich trägt sie die Nase ganz schön hoch, obwohl sie kaum einen Anlass dafür hat (aber wann hat man den schon?  :breitgrins:).

Ein wesentlicher Umstand, der auf die weitere Handlung großen Einfluss haben dürfte, ist am Ende 14. Kapitels aufgetreten. Das hat mich total überrascht, vor allem, weil auch nicht der kleinste Hinweis darauf erschienen ist. Leider nimmt Meister Thackeray die Spannung raus, indem er auch gleich präsentiert, wer der wesentliche Beteiligte ist. Das hätte ich gerne noch ein bisschen rausgezögert, um Spekulationen freien Lauf zu lassen. Immerhin wird im 16. Kapitel erwähnt, dass diesbezüglich noch einige Abenteuer zu bestehen sein werden, über die ich mir schon jetzt Gedanken mache.

Mir gefällt das Buch gut. Mit dem Stil komme ich gut zurecht und die Sätze erscheinen mir nicht zu lang. Die vielen Personen, vor allem in Rebeccas Umkreis, sind zwar mühsam zu merken, aber mit der Zeit kennt man sie doch und weiß, wer zu wem gehört. Umständlich wird es vor allem wegen der vielen gleichlautenden Namen, z. B. Lady Crawley, Miss Crawley usw.
 
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Tami

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« Antwort #12 am: 07. Juli 2009, 09:39:37 »

So, die Geburtstage sind gefeiert, jetzt kann ich wieder lesen  :breitgrins:

Bin mittlerweile bei Kapitel 10 - also noch ewig hinter Doris. Aber immerhin gehts langsam vorwärts.

Die Reise mit Sir Pitt scheint ja ein echtes Erlebnis gewesen zu sein  :breitgrins: Da wär ich gerne
mitgefahren. Die Beschreibungen des Lebens auf dem Schloß selbst entsprechen irgendwie dem, wie
ich mir immer verarmte Adlige auf dem Land wirklich vorgestellt hab. Nicht so Jane-Austen-mäßig halt  :zwinker:
Ok, hier ist halt noch ein arger Knauser dabei, aber was soll's. Mit den Namen hab ich immernoch so
meine Probleme - warum heißen die auch alle gleich....

Irgendwie scheint es mir, als wäre Rebekka in die Geschichte mit der adligen Mutter etwa reingerutscht
und es kam gar nicht von ihr selber. Hat sie nicht nur einen Irrtum der anderen ausgeschmückt?

Doris, du hast mich neugierig gemacht - heute abend will ich wissen, was in Kapitel 14 los ist :breitgrins:
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Anne

Doris

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Antw: William Makepeace Thackeray - Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #13 am: 08. Juli 2009, 22:12:17 »

Leider weiß ich nicht, wie weit ihr schon seid, daher warne ich mal vor, dass ich hier einiges aus der Handlung konkret ansprechen werde, also lieber nicht zu weit lesen, wenn ihr euch überraschen lassen wollt.

Im 19. Kapitel beweist George einiges an Rückgrat, als er Amelia gegen den Willen seines Vaters einen Heiratsantrag macht. Dahinter steckt viel Mut, denn damals wurden  Ehen von Eltern arrangiert, und zwar so, dass man finanziell und standesgemäß nichts daran aussetzen konnte. Ich frage mich allerdings, ob da wirklich ausschließlich ehrliche Gefühle oder der Widerstand gegen den Vater dahintersteckt. Fraglich auch, ob Amelia damit auf Dauer glücklich sein wird. George macht den Eindruck, als würde er in gewissen Situationen nichts anbrennen lassen.
Unterdessen hat sich Becky verkalkuliert, denn ihr Gatte Rawdon ist nahezu mittellos. Meine Sympathien für sie haben sich mittlerweile fast in Luft aufgelöst, denn sogar ich habe inzwischen kapiert, dass sie wirklich nur auf eine gute Partie aus ist. Allerdings versteht sie es glänzend, aus jeder Situation das Beste zu machen.

Im 21. Kapitel wird es brisant, als genau dieser Fall eintritt, als klar wird, dass George die vermögende Miss Rhoda heiraten soll, die ein bedauernswertes Beispiel einer reichen Tochter abgibt: Mit Juwelen überladen, ausstaffiert mit feinen Tüchern, aber geistig verarmt. Wenn man das Bild betrachtet, das Thackeray zu dieser Szene gezeichnet hat, kann man verstehen, dass George sich weigert  :breitgrins:
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Antw: William Makepeace Thackeray - Jahrmarkt der Eitelkeiten
« Antwort #14 am: 09. Juli 2009, 21:19:07 »

@Doris:
Nicht mehr lange - dann hab ich dich :breitgrins:
Sind wir eigentlich die einzigen, die noch lesen?


Das ueberaschende Ereignis in Kapitel 14 hat mich auch etwas irritiert.  Ich hatte bislang angenommen,
Rebekka wollte noch hoeher hinaus. Naja, immerhin stellt sie im Nachhinein auch Ueberlegungen an, dass
sie weiter nach oben haette kommen koennen. (Ich entschuldige mich mal für die bis hierhin fehlenden
Umlaute - meine Tastatur am Notebook spinnt manchmal etwas)
Ich habe an jemanden anderes als des Rätsels Lösung gedacht,
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Mittlerweile bin ich bei Kapitel 18
Amelia und ihre Familie hat es schwer getroffen. Das hat gerade ihr Vater nicht verdient - den mag
ich nämlich. Was man von George nicht behaupten kann  :rollen:
Genauso wenig wie seinen Vater - aber so läuft es doch immer in der Welt....

Im übrigen find ich Miss Crawley so richtig schrullig. Die dreht und wendet sich schneller als ein Regenwurm. Typisch alte, reiche Schachtel  :breitgrins:
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Anne