Ja, stimmt schon, die Penguin Popular Classics sind von der Qualität her doch recht unterirdisch. An sich hab ich ja nichts gegen den englischen Billigdruck bzw. mass-market paperbacks, weil ich auf die überhaupt nicht achtgebe und sie dann immer so schön zerlesen aussehen

Außerdem riechen die englischen Bücher immer ganz eigen.. Aber so ein Mindestmaß an Qualität ist schon zu begrüßen. Am liebsten hab ich von den englischen Büchern die Modern Library Classics und die normalen Penguin Classics.
Aber zum eigentlichen Thema:
Ich war heute dann noch für meine Verhältnisse fleißig und bin jetzt mitten im
Kapitel 7 und da hat sich ja einiges getan.
"Gemein" fand ich natürlich, dass Jonathan Harker's Journal genau da abbricht, wo es am aussichtslosesten und damit natürlich am spannendsten wird.
Den Briefwechsel von Lucy & Mina und überhaupt die nachfolgenden Geschichten fand ich recht hübsch, typisch Roman des 19. Jh. irgendwie, es geht ums Heiraten und brav sein

. Die einzigen beunruhigenden Stellen sind wohl die Tagebucheinträge des Dr. Seward .. grausam!

Bin ja schon gespannt wo das hinführt (auch wenn ich dank Coppola eine vage Ahnung habe).
Im Moment kommt bei mir gerade das Schiff in Whitby an und ich bekomm leider nicht diese EWIG lange Filmszene von Herzogs "Nosferatu" aus dem Kopf, wo einfach nur das treibende/segelnde Schiff gefilmt wurde.... Das ist halt der Preis dafür, wenn man ein Buch nicht ohne Vorbelastung liest

Zur Sprache: Ich weiß nicht.. entweder meine Englischkenntnisse haben sich verabschiedet oder sie waren nie da. Teilweise habe ich schon ein bisschen Probleme mit den Vokabeln, bös waren die Stellen, wo sich Mina mit dem alten Mann unterhält (uah!) und auch jetzt das ganze nautische Vokabular bei der Beschreibung des Sturms.
Ich mein, es geht natürlich trotzdem zum Lesen & Verstehen, aber wie ganz so extrem einfach wie eingangs erwähnt find ich die Sprache dann doch nicht. Also definitiv über Harry-Potter-Level, würde ich sagen, und fast à la Jane Austen.