Ich schliesse mich euch an mit folgendem Buch


Markus Breitscheidel - Abgezockt und Totgepflegt
Klappentext:
Dahinsiechende Bewohner, ausgebeutete Arbeitskräfte, fragwürdig verwendetet öffentliche und private Gelder - das, was Markus Breitscheidel während seiner Tätigkeit in verschiedenen Alters- und Pflegeheimen erlebte sprengte nicht selten die Grenzen der Menschenwürde und Rechtschaffenheit.
Sein Buch ist ein erschütterndes Protokoll der katastrophalen Zustände in unserem Pflegesystem.
Also ich bin zeitweise doch ganz schön geschockt über das was Breitscheidel da so erlebt hat.
geht es wirklich so zu in manchen Heimen?
Er, als ungelernte Kraft, mit höchstens einem halben Jahr Pflegeerfahrung,ist alleine für 12 schwerstpflegebedürftige Menschen in Pflegestufe III zuständig.
An seinem ersten Arbeitstag wird er ohne Einweisung, mit einem Zettel bewaffnet auf diese Station geschickt und muß sich schon im ersten Zimmer fast übergeben, denn hier liegt eine Frau mit Dekubitus welcher schon seit 10 Tagen nicht mehr versorgt wurde. Dementsprechend riecht es im Zimmer nach Verweseung, Eiter und allen möglichen.
Als ich das gelesen habe musste ich das Buch kurz zur Seite legen, denn obwohl ich selbst aus dem Beruf komme, ist es mir alleine beim Lesen schlecht geworden und ich dachte schon mein Abendessen sucht den Weg nach draussen.
Gibt es so Zustände wirklich???
Breitscheidel läßt sich vom Arbeitsamt vermitteln und geht immer in das Heim, welches als erstes auf der Liste steht.
Ich selbst habe 2 Jahre als Aushilfe in einem Altenheim gearbeitet und fand es schon unwürdig, das alle Bewohner geduzt wurden, aber sowas, wie es in diesem Buch beschrieben wird habe ich wirklich noch nicht erlebt.
Inzwischen bin ich auf Seite 118 von 226 und denke das ich es heute noch beende.
Uns allen ein angenehmes Lese WE
