Kate Morton – Der verborgene GartenÜbersetzer: Charlotte Breuer und Norbert Möllemann

Inhaltsangabe:Als die Australierin Cassandra sich nach der Beerdigung ihrer geliebten Großmutter Nell mit ihren Tanten unterhält, erzählen diese ihr das Familiengeheimnis: Nell war gar nicht die leibliche Tochter der Urgroßeltern, sondern ein Kind, das eines Tages am Hafen gefunden wurde, die Habseligkeiten in einem kleinen Kinderköfferchen verstaut. Ihre Herkunft wurde nie geklärt. Doch als Cassandra von Nell ein Haus in Cornwall erbt und aus den Tagebüchern ihrer Großmutter erfährt, dass diese bereits vor dreißig Jahren eine intensive Suche nach ihren Eltern durchgeführt hatte, ist ihre Neugier geweckt. Sie reist nach Cornwall, um die Suche zu Ende zu bringen ...
Der erste Satz:„Es war dunkel in der Ecke, aber das kleine Mädchen tat, was man ihm befohlen hatte, und blieb in seinem Versteck hocken.“
Meine Meinung zum Buch:Wer Bücher um Familiengeheimnisse mag, wird mit dieser Geschichte bestens bedient. Das ist ein richtig schöner Schmöker für lange Abende.
Mit mehreren Handlungssträngen, die zu unterschiedlichen Zeiten spielen, erzählt die Autorin einen spannenden Roman. Durch die unterschiedlichen Perspektiven lernt man die Hauptpersonen und ihre Gedanken und Gefühle sehr gut kennen, so dass man immer nachvollziehen kann, warum eine Person gerade dies und nichts anderes tut oder sagt.
Allerdings wäre es in meinen Augen besser gewesen, wenn sich die Autorin auf zwei oder drei Handlungsstränge beschränkt hätte. Doch es werden im Lauf des Buches immer mehr und sogar einige der Nebenfiguren bekommen einen (wenn auch kurzen) eigenen Faden in der Geschichte. Das war in meinen Augen unnötig und riss mich aus dem Lesefluss heraus. Außerdem ist es bei mir meistens so, dass mich ein Handlungsstrang mehr interessiert als die übrigen, die ich dann nur noch flüchtig lese. So war es auch hier.
Zu den Personen habe ich schnell Zugang gefunden, nur mit Cassandra wurde ich nicht warm. Aber bei den vielen anderen, faszinierenderen Protagonisten machte das nichts aus.
Das Buch liest sich fast von alleine, ich hatte die 600 Seiten innerhalb von zwei Tagen gelesen. Es ist spannend, die Ergebnisse von Cassandras Suche mit den Erlebnissen von Eliza und Rose in der Vergangenheit zu verbinden und zu spekulieren, wer nun Nells Eltern sind und wie sie auf das Schiff nach Australien kam.
Meine Bewertung:

Viele Grüße von Annabas
