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Autor Thema: Hugh Laurie - The Gun Seller (Bockmist)  (Gelesen 768 mal)

Kirsten

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Hugh Laurie - The Gun Seller (Bockmist)
« am: 19. Mai 2009, 17:43:23 »



Inhalt
Thomas Lang kann man mieten. Früher in Nordirland stationiert übernimmt er jetzt fast jeden Auftrag, meistens als Leibwächter. Auch wenn er da nicht immer zimperlich ist, ist Auftragsmord keine Option für ihn und so lehnt er ein solches Angebot ab. Mehr noch: er begibt sich in das Haus des Mannes den er töten soll und will ihn warnen. Das hätte er besser nicht getan, denn jetzt sind verschiedene Geheimdienste, Waffen- und Drogenhändler hinter ihm her und trachten ihm nach dem Leben. Mehr noch: er verliebt sich in die Tochter seines potentiellen Opfers und muss die Seiten wechseln um für ihre Sicherheit zu garantieren...

Meine Meinung
The Gun Seller ist zwar ein Krimi, aber der Leser sollte ihn nicht zu ernst nehmen. Die Geschichte ist sehr verwirrend, es fällt oft sehr schwer die Guten und die Bösen auseinander zu halten. Thomas Lang stolpert von einer misslichen Lage in die nächste und kommentiert das alles wunderbar sarkastisch. Seine Art, die Dinge zu sehen und zu erzählen ist definitv das Highlight des Buchs. Die Handlung ist dagegen etwas schwach und mehrmals habe ich mich gefragt, worum es denn eigentlich geht. Teilweise hat sich die Geschichte totz der humorvollen Erzählweise sehr gezogen, deshalb gibt es von mir
3ratten

Liebe Grüße
Kirsten
« Letzte Änderung: 09. April 2010, 09:01:16 von Kirsten »
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Cuddles

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Re: Hugh Laurie - The Gun Seller
« Antwort #1 am: 20. Mai 2009, 09:09:50 »

Kirsten, in letzter Zeit rezensierst du lauter Bücher, die ich auch schon gelesen habe. :zwinker:

Hier kann ich mich deiner Meinung voll und ganz anschließen. Ich fand die Handlung auch ziemlich verwirrend, aber der Humor hat's wieder wettgemacht. Außerdem habe ich beim Lesen immer das Gefühl, dass Hugh Laurie mir die Geschichte erzählt (zu der Zeit, als ich das Buch gelesen habe, habe ich auch viel "Dr. House" und "Blackadder" im Original gesehen), was auch kein schlechtes Gefühl ist. :breitgrins:

mohan

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Re: Hugh Laurie - The Gun Seller
« Antwort #2 am: 20. Mai 2009, 11:11:14 »

Laurie erzählt einen Thriller über eine internationale Intrige in der Tradition von Frederick Forsyth und Alistair MacLean, komprimiert diesen extrem und durchsetzt ihn mit Späßen, vom intelligenten Wortwitz bis hin zum dumpfen Kalauer. Das Buch erinnert mich auch an Filme, besonders Die nackte Kanone und Fortsetzungen.

Mir gefällt Lauries absurde Idee, die Entwicklung der Handlung immer wieder anzuhalten, damit uns der Held über alle möglichen Dinge informieren kann, die in ihm vorgehen.

Ja, und was Cuddles geschrieben hat, trifft auch auf mich zu. Ich sehe gerne House und Blackadder, lieber noch Jeeves & Wooster im Original. Deshalb haben mich beim Lesen von The Gun Seller Lauries äußere Erscheinung und seine Stimme "begleitet".

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Tetr4

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Antw:Hugh Laurie - The Gun Seller
« Antwort #3 am: 07. November 2009, 15:10:31 »

Schon während dem Lesen ist mir aufgefallen, dass eine solche Geschichte heute bestimmt kein Autor mehr schreiben würde.
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« Letzte Änderung: 07. November 2009, 18:44:31 von Tetr4 »
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Myriel

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Re: Hugh Laurie - The Gun Seller
« Antwort #4 am: 30. März 2010, 19:36:06 »

Ich habe das Buch im Rahmen des SLW 2010 gelesen und zwar in der deutschen Übersetzung "Bockmist":



Der Ex-Soldat Thomas Lang verdient seinen Lebensunterhalt mittlerweile als Sicherheitsberater, wobei ihm seine Kampf- und Waffenkenntnisse zu Hilfe kommen. Wegen dieser Kenntnisse tritt man auch an ihn heran und bietet ihm Geld an, wenn er eine unliebsame Person beseitigt. Dies ist der Punkt, an dem sein Leben außer Kontrolle gerät, denn der vermeidliche Waffen- und Drogenhändler entpuppt sich als Köder, mit dem Lang in eine Affäre zwischen Geheimdiensten und der Waffenlobby hineingezogen wird.

Hugh Laurie, Darsteller des Dr. House, wollte ursprünglich nur ein Tagebuch führen, doch nach einigen eintönigen Einträgen beschloss er, einen Roman zu schreiben, der mit seinem eigenen Leben so gar nichts gemein hatte. Was dabei herauskam, ist ein reichlich überdrehtes und verqueres Buch.

Die Hauptperson Thomas Lang ist ein ziemlich undurchsichtiger Charakter, dessen verschiedene Wesenszüge sich ständig abwechseln: Mal ist er der unsichere Verliebte, der nicht weiß, wie er mit der Frau seiner Wahl umgehen soll. Dann wieder ist er der eiskalte Kämpfer, der sich ohne mit der Wimper zu zucken einer Terrorzelle anschließt. Ambivalente Charaktere sind ja grundsätzlich zu begrüßen, aber nur so lange, wie sie in sich stimmig sind. Diese Grenze hat Laurie meiner Meinung nach überschritten, so dass Lang nicht mehr glaubwürdig ist und vor allem als Sympathieträger versagt. Daran ändert auch die Ich-Erzählperspektive nichts, die normalerweise durch die Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt des Erzählers dabei hilft, die Person zu verstehen.

Was die weiteren Charaktere angeht, so herrscht ein reges Kommen und Gehen, bei dem keiner der Beteiligten einen dauerhafteren Eindruck hinterlässt. Vielmehr hat mich die Anzahl der Handelnden zunehmend verwirrt, zumal alle ein falsches Spiel spielen und auch rein gar nichts so ist, wie es scheint.

Eventuell hätte der von Dr. House bekannte Humor noch etwas retten können, doch blitzte der nur sehr sporadisch auf und auch nicht in der aus der Fernsehserie gewohnten Qualität. Wer das Buch nur aus dem Grund liest, dass der Autor der Darsteller von Dr. House ist, der könnte eine herbe Enttäuschung erleben. Zu mehr als 2ratten kann ich mich beim besten Willen nicht durchringen. Was für den Schuster gilt, gilt auch für Laurie: er sollte lieber bei dem bleiben, was er beherrscht und das ist nicht die Schriftstellerei.
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MacOss

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Re: Hugh Laurie - The Gun Seller
« Antwort #5 am: 09. April 2010, 01:07:50 »

Vielleicht sollte man den Thread-Titel noch um den deutschen Buchtitel ergänzen. :winken:
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Auf zu neuen Ufern! :smile:

Kirsten

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Re: Hugh Laurie - The Gun Seller
« Antwort #6 am: 09. April 2010, 09:02:13 »

Vielleicht sollte man den Thread-Titel noch um den deutschen Buchtitel ergänzen. :winken:

Ist passiert :winken:
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