Kai Meyer - Wunschkrieg

“Wunschkrieg” ist der zweite Band der Sturmkönige-Trilogie und er schließt direkt an den ersten Band “Dschinnland” an. Sabatea und Tarik sind in Bagdad, wo sich ihre Wege getrennt haben. Während Sabatea im Palast ist, wo sie noch einen Auftrag zu erledigen hat, sitzt Tarik auf der Straße und macht Bekanntschaft mit Dieben, einem Sturmkönig und dem Stummen Kaufmann, denn Tarik muss wissen, was für eine Welt er mit seinem verletzten Auge sieht und erfährt so von dem Dritten Wunsch…
Junis ist währendessen bei den Sturmkönigen. Doch Junis muss schnell erfahren, dass die, die von ihnen gerettet wurden, gar nicht gern gesehen werden, besonders nicht von Maryam, die sich sehr verändert hat. Und dann ist da noch dieser kleine, geheimnisvolle Junge…
Und die Sturmkönige rüsten sich, für einen Angriff auf die Dschinne…
Anfangs hatte ich Angst, dass meine Erwartungen an den zweiten Band zu hoch sein könnten, doch die Angst war vollkommen unbegründet. So rasant, wie Band 1, geht es auch hier weiter, aber nicht nur rasant. Zwischendrin gibt es viele schöne, traurige und romantische Szenen, die mir die ein oder andere Träne entlocken konnten. Mittlerweile wurde auch das Geheimnis um Sabatea gelöst, sodass ich sie auch endlich richtig ins Herz schließen konnte.
Viele Fragen werden beantwortet, aber es kommen auch immer mehr dazu. Toll fand ich es, mehr von den Sturmkönigen zu erfahren und die ganzen Ideen konnten mich auch hier wieder begeistert.
Die Liebesgeschichte, die sich zwischen Sabatea und Tarik anbahnt, hat mir sehr gut gefallen und ehrlich gesagt, gönne ich es den beiden sehr, auch mal etwas Glück im Leben zu haben, wo ja sonst nicht so alles toll läuft…und wie ich finde, merkt man hier besonders, wie sich die Charaktere weiterentwickeln. Zwar sind noch Zweifel vorhanden, aber besonders Tarik kommt mir nicht mehr so störrisch, starsinnig wie in Band 1 vor.
Überhaupt finde ich die Figuren toll ausgearbeitet, auch die kleineren Nebenfiguren.
Man trifft hier auch auf viele bekannte Wesen, aber es kommen auch wieder neue dazu, wie z.B. die Kettenmagier oder die Kali-Assassinen oder auch das Mädchen in Honig, von der man zwar nicht viel erfährt, aber deren Schicksal mir doch nahe ging.
Kaum angefangen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und Kai Meyer hat mich wieder aufs neue verzaubert. Ich habe die Zeit, die ich im Dschinnland bzw. in Bagdad verbringen konnte, sehr genossen und ich freue mich sehr, auf den letzten Band der Reihe. Denn das offene Ende in dem Buch hat mich nicht nur sehr zum Weinen gebracht, sondern auch fragend zurückgelassen und ich finde es “schlimmer” als noch nach “Dschinnland“…
