Ralf Isau - Die Träume des Jonathan Jabbok
Klappentext:Jonathan ist an den Rollstuhl gefesselt. Niemand ahnt, dass er in seinen Träumen in eine fremde Welt wandert. In Neschan, dem geheimen, von gnadenlosen Feinden bedrohten Reich, erlebt er unzählige Abenteuer. Doch die Traumwelt greift immer stärker in Jonathans Leben ein, und der Junge bemerkt, dass er sich mit jedem Tagtraum weiter von der Realität entfernt. Ihm bleibt jedoch keine Wahl: Um Neschan zu befreien, muß er sich auf eine gefährliche Reise ohne Wiederkehr machen...
Meinung:Das Buch erzählt eigentlich weniger die Geschichte von Jonathan, sondern eher die Geschichte seines Traumbruders Yonathan in der Welt Neschan. Anders als der Klappentext es darstellt, sind für mich Yonathan und Jonathan zwei unterschiedliche Personen, die sich zwar ähnlich sind, aber auf keinen Fall die gleiche Person.
Jonathan lebt in unserer Welt und ist ein sehr netter Charakter, mit dem sich sicher viele junge Leser gut identifizieren können (ein Träumer) und auch gerne so sein möchten wie er (er tritt für seine Überzeugungen ein, ist intelligent und witzig). Im Laufe des Buches verliert sich Jonathan immer mehr in der Traumwelt und hat sogar Gedächtnisverluste und ihm fehlen die Erinnerungen über Tage hinweg. Das ist schon ein wenig beängstigend, aber man erfährt in diesem Teil der Triologie leider nicht mehr davon.
Yonathan dagegen lebt in Neschan - ein Welt voller Gefahren, außergewöhlichen Lebewesen - mal mit freundlichem, mal mit gefährlichen Charakter. Er findet einen Stab und bekommt somit einen großen Auftrag, der ihn durch ganz Neschan führt und auf dem er vielen Gefahren, und vielen Gegnern begegnet, aber zum Glück auch Freunde zur Seite hat.
Man merkt von Anfang an, dass das Buch für Kinder und Jugendliche geschrieben ist, denn man fällt mit den ersten Seiten schon in das erste Abenteuer des Protagonisten Yonathan. Diese Spannung von einem Abenteuer ins nächste zu fallen bleibt nahezu das ganze Buch erhalten. Ralf Isau versteht es unglaublich gut Gegenden plastisch zu schildern, man fühlt sich richtig wie ein Reisegefährte. Leider übertreibt es Isau ein wenig mit den Legenden von Neschan, so dass man leicht den Überblick verliert.
Dennoch halte ich das Buch für sehr lesenswert und ich freue mich auf Band 2.
Daher gibts von mir:

lg bane