
Titel: Betrams Hotel
Autor: Agatha Christie
Allgemein: 222 S.; Fischer; 2006; 7.95 €
Diesen Band habe ich auf englisch gelesen, ich fand es war recht gut zu verstehen, selbst wenn man nicht ganz so oft etwas in englischer Sprache liest, dürfte man damit zurechtkommenInhalt: Bertrams Hotel, das bedeutet,wunderbare Muffins, ein perfekt zu bereiteter Tee, perfekte Zimmermädchen, kurz um alles was sich eine alte Dame nur wünschen könnte. Und dennoch Miss Marple bleibt skeptisch, irgendetwas scheint nicht zu stimmen. Sie hat ein ungutes Gefühl... auch die Polizei kann nicht so recht glauben das mit diesem Hotel alles in Ordnung ist. Als einer der Gäste plötzlich verschwindet und kurz darauf mit Gdächtnisverlust wieder auftaucht, sieht sich Scotland Yard gezwungen zu ermitteln...
Meine Meinung: Ich war etwas überrascht das ich Bertrams Hotel bisher noch nicht gelesen hatte, aber das steigerte natürlich auch die Spannung, da ich nicht schon vorher eine Ahnung hatte, wie die Lösung aussehen würde.
Bertrams Hotel hat mir jedenfalls sehr gut gefallen! Allein dieses supertolle Hotel im Stil des beginnenden 20. Jahrhunderts. Es wird nostalgisch geführt und daher gibt es alles was das typisch englische Herz begehrt, wunderbare Eier, auf den Punkt gebraten oder gekocht oder pochiert, Doughtnuts die das Herz höher schlagen lassen und eine Teatime, die alle Gäste lieben. Aber schon bald wird nicht nur Miss Marple, sondern auch dem Leser klar, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Es ist einfach alles zuu perfekt. Hier scheinen kriminelle Machenschaften am Werk zu sein, doch genaues erfährt man zunächst nicht.
Hier hat mir vor allem natürlich Miss Marple gefallen, sie spielt zwar eher eine Nebenrolle – was in vielen Romanen der Reihe der Fall ist – aber sie taucht immer im richtigen Moment auf^^ es macht einfach Spaß ihre Schlussfolgerungen zu lesen und sich zu überlegen ob man nicht selbst vor ihr auf die Lösung kommt *gg* Ich finde Miss Marple ist einfach eine tolle Figur, sie ist natürlich schon etwas älter und so bleibt es nicht aus das sie manchmal etwas antiquierte Ansichten hat. Das ist aber oft auch recht amüsant zu lesen, außerdem meint sie es nie böse.
Der Kriminalfall war spannend aufgebaut, wie schon gesagt, vieles ist der mysteriös, es ist ein bisschen wie bei einem Puzzlespiel, die Teilchen fügen sich nach und nach zusammen aber man kann noch nicht sofort erkennen, welches Bild sie ergeben. Mir gefällt Agatha Christies Stil sehr, so oder so hat es mir der eher altmodische Krimi sehr angetan. Der Fokus ist hier mehr auf dem Fall selbst, nicht so sehr auf einem blutrünstigen Mord, der viel zu ausführlich beschrieben wurde, so wie es heutzutage ja allzu oft normal ist.
Das Ende ist aber in gewisser Weise etwas unbefriedigend. Dennoch, mir hat Bertrams Hotel von Anfang an gut gefallen und das hat sich auch bis zum Schluss nicht mehr geändert.
