Richelle Mead – Succubus Blues: Komm ihr nicht zu nah (Band 1)Übersetzer: Alfons Winkelmann

Inhaltsangabe:Georgina Kincaid arbeitet für ihr Leben gern in der Buchhandlung Emerald City Book & Café in Seattle. Für ihren Vorgesetzten und die Kollegen ist sie eine hilfsbereite, gut aussehende, etwas überdrehte und zuverlässige junge Frau. Doch Georgina ist in Wahrheit eine Dämonin, genauer gesagt: ein Sukkubus. Das sind schlechte Voraussetzungen für eine Partnerschaft, daher hat sich Georgina mit ihrem Singleleben arrangiert. Doch dann taucht in der Buchhandlung der Bestsellerautor Seth Mortensen auf, dessen Bücher Georgina verehrt. Fast gleichzeitig lernt sie den Linguistikprofessor Roman kennen und Georginas Welt gerät ins Schleudern, denn sie möchte keinen der beiden mit der Wahrheit über sich konfrontieren – dass sterbliche Männer das Zusammensein mit einem Sukkubus niemals überleben könnten, da sie sich von der Lebenskraft anderer ernähren muss – ob sie will oder nicht. Das sind noch nicht genügend Probleme: in Seattle wird ein Vampir getötet, ein Kobold fast zu Tode geprügelt und die Gefahr ist noch lange nicht vorbei. Georgina wird in die Angelegenheit hineingezogen und gerät tiefer hinein, als gut für sie ist ...
Das Buch ist der erste Teil einer 6-bändigen Reihe:
1. Succubus Blues (Komm ihr nicht zu nah)
2. Succubus Dreams (Verlangen ist ihre schärfste Waffe)
3. Succubus on Top (Ihr Kuss ist tödlich)
4. Succubus Heat (Heißer wird’s nicht)
5. Succubus Shadows (Die dunkle Seite der Versuchung)
6. Succubus Revealed (merkwürdigerweise ohne deutschen Zusatztitel)
Der erste Satz:„Statistisch gesehen verkaufen die meisten Sterblichen ihre Seele aus fünf Gründen: Sex, Geld, Macht, Rache und Liebe.“
Meine Meinung zum Buch:
Das Buch war für mich die Entdeckung des Monats. Ich werde die Reihe ganz sicher weiterlesen.
Besonders gut hat mir gefallen, dass das Buch trotz aller lockeren Sprüche und lustiger Situationen die Gefühlswelt von Georgina und damit ihre Zerrissenheit und ihre Sehnsucht nach einem „normalen“ Leben deutlich machen konnte. Die melancholischen Sequenzen, in denen der Leser die Geschichte von Georginas Jugend und ihrer Wandlung zum Sukkubus erfährt, waren für mich mit die besten Stellen im ganzen Buch.
Georgina ist damit die am besten gezeichnete Figur in der Geschichte. Über die Nebenfiguren erfährt man nicht so viel, aber sie sind auf ihre Art jeweils ebenfalls unverwechselbar, so dass man sie gut auseinanderhalten kann. Seth fand ich dagegen etwas fade.
Auch dass durch das ganze Buch hindurch die Spannung gehalten wird, ist mir positiv aufgefallen. Die Geschichte lebt nicht nur von den Charakteren, sondern trägt sich selbst. Da macht es auch nichts aus, dass ich relativ früh auf die richtige Person tippte, welche sich am Ende auch als Bösewicht entpuppte.
Ein paar Punkte muss ich verspoilern:
Dass hinter Roman mehr steckt als ein einfacher Professor für Linguistik war mir nach seine Beschreibung bzw. die Art wie er zum ersten Mal in der Geschichte auftauchte sofort klar – solche tollen Männer gibt es unter den Sterblichen nicht.

Etwas unglaubwürdig erschien er mir gegen Ende der Geschichte - da fiel er irgendwie aus seiner bisherigen Rolle raus. Ich meine damit nicht, dass er sich als der Böse entpuppt hat, darauf habe ich schon früher getippt, sondern dass er mir plötzlich eher kindisch erschien und ich ihn nicht als Gefahr ernst nehmen konnte. Er erschien mir zu wenig bedrohlich.
Meiner Meinung nach sind Georgina und Seth ein zu ungleiches Paar, das nicht so richtig zusammenpasst. Ich weiß zwar aus der Buchbeschreibung des zweiten Bandes, dass beide wieder auftauchen und sie eine gemeinsame Geschichte (wie auch immer) bekommen werden, aber trotzdem – irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass sich Georgina in ihn verliebt.
Ich habe mich beim Lesen großartig unterhalten. Ich konnte lachen, vor Spannung Nägel kauen und ab und zu musste ich auch etwas schniefen. Das Buch ließ mich an keiner Stelle kalt.
Das Buch ist der erste Band einer Reihe, doch völlig in sich abgeschlossen. Die Autorin lässt sich zwar in einem Punkt die Optionen offen, aber es gibt keinen Cliffhanger oder sonstige fiesen Sachen.

Ich konnte das Buch sehr zufrieden zuklappen, es hat ein insgesamt rundes, stimmiges Ende.
Meine Bewertung:

Viele Grüße von Annabas
