
ich bin in meinem Buch "Der wilde Garten" von Penelope Lively ein Stück weiter gekommen und bin sehr erstaunt darüber, wieviele Parallelen es zu meinem letzten Buch "Der Geschmack von Apfelkernen" von Katharina Hagena gibt. In beiden geht es um einen Todesfall, der die Erbschaft eines Hauses mit großem Garten nach sich zieht. Die Hauptprotagonistinnen sind beide Bibliothekarinnen und verlieben sich ihren Anwalt, der die Erbschaftssache bearbeitet. Sogar die Neuentdeckung der Zucchini als Anbaugemüse wird in beiden Romanen thematisiert. Alles Zufall? 
Es gibt keine Zufälle!

Dann warte ich mal ab, wie deine abschließende Meinung über das Buch ist. Könnte durchaus etwas für mich sein...
Ich war ja am überlegen, ob ich "Rosenzeit" von Elizabeth Buchan nicht abbreche. Da die beiden endlich verheiratet sind und nach der Reiserei auch im Anwesen landen, habe ich dem Buch noch ein paar Seiten gegeben. Und tatsächlich wurde es besser, die Handlung wird interessanter und weniger oberflächlich. Matty spürt in ihrem neuen Zuhause manchmal vergangene Trauer, und sie sieht ein Kind was in der realen Welt gar nicht da ist. Familiengeheimnis! Über seine Mutter wird auch kaum gesprochen, also wird es etwas mit ihr zu tun haben. Matty ist beim Forschen auf dem Dachboden auch auf Briefe gestoßen, die scheinbar von einem Geliebten kamen. Ich nehme an, dieses ominöse Kind ist von ihm - es gibt auch auseinandergerissene Fotografien, auf denen eine Person fehlt.
Matty kann die Liebe ihres Mannes nicht erringen, auch wenn er wahrnimmt was sie alles verändert hat. Sie liebt ihn, und ist unglücklich über jedes zurückzucken von ihm. Außerdem nagt an ihr, dass sie nicht schwanger wird. Sie braucht einen Lebenssinn, und so beginnt sie sich für den Garten zu interessieren. Sie befragt den Gärtner, und schließlich entdeckt sie einen versteckten Teil des Gartens, der scheinbar irgendetwas mit Kits Mutter zu tun hat. Dieses Mädchen sieht sie dort auch wieder. In dem verwilderten Bereich gibt es auch ein Beet, in dem sie tatsächlich überlebende Blumen findet. Erst ein Veilchen, und dann eine Rose. Sie beginnt jedenfalls, diesen Teil des Gartens herzurichten. Der Gärtner hilft und gibt ihr Ratschläge, auch was die weitere Planung betrifft. Sie liest nun auch Gartenbücher - und plant, ihrem Mann erst einzuweihen, wenn sie etwas vorzuweisen hat. In der Hoffnung, dass sie sich dann auch um den restlichen Garten kümmern darf.
Es wird auch beschrieben, wie Kits Schwester Flora die Ballsaison erlebt, an einer Jagdgesellschaft teilnimmt und zu Hause dem neuen Arzt näher kommt. Was dem ganzen Dorf nicht passt, da er erst neu hergezogen ist. Eine Hausangestellte ist da auch sehr bestimmend und will ihre Ansichten durchboxen.
Äußerst langweilig sind für mich die Kriegserinnerungen des Vaters, und auch die Harry-Abschnitte verleiten zum Überfliegen. Ansonsten ist die Geschichte momentan aber so spannend, dass ich vorhin glatt die Zeit vergessen habe und meine Planung dahin war.