Hallo ihr Lieben,
ich bin ab sofort dabei und werde meinen Teil dazu beitragen, dass sich dieser Thread auch schön füllt.

Ich hab mir zwar ein Osterbuch ausgesucht, werde das aber heute noch nicht beginnen, sondern noch ein paar "Altlasten" aufarbeiten. Da wäre neben meinem aktuellen Leserundenbuch "Der Drachentöter" von Mario Ulbrich, das so gar nicht zu Ostern passt, auch noch dieses hier:

Katharina Hagena - Der Geschmack von ApfelkernenKurzbeschreibung:Ein Buch über die Liebe, den Tod und das Vergessen! Schillernd und magisch sind die Erinnerungen an die Sommerferien bei der Großmutter, geheimnisvoll die Geschichten der Tanten. Katharina Hagena erzählt von den Frauen einer Familie, mischt die Schicksale dreier Generationen. Ein Roman über das Erinnern und das Vergessen - bewegend, herrlich komisch und klug. Als Bertha stirbt, erbt Iris das Haus. Nach vielen Jahren steht Iris wieder im alten Haus der Großmutter, wo sie als Kind in den Sommerferien mit ihrer Kusine Verkleiden spielte. Sie streift durch die Zimmer und den Garten, eine aus der Zeit gefallene Welt, in der rote Johannisbeeren über Nacht weiß und als konservierte Tränen eingekocht werden, in der ein Baum gleich zwei Mal blüht, Dörfer verschwinden und Frauen aus ihren Fingern Funken schütteln. Doch der Garten ist inzwischen verwildert. Nachdem Bertha vom Apfelbaum gefallen war, wurde sie erst zerstreut, dann vergesslich, und schließlich erkannte sie nichts mehr wieder, nicht einmal ihre drei Töchter. Iris bleibt eine Woche allein im Haus. Sie weiß nicht, ob sie es überhaupt behalten will. Sie schwimmt in einem schwarzen See, bekommt Besuch, küsst den Bruder einer früheren Freundin und streicht eine Wand an. Während sie von Zimmer zu Zimmer läuft, tastet sie sich durch ihre eigenen Erinnerungen und ihr eigenes Vergessen: Was tat ihr Großvater wirklich, bevor er in den Krieg ging? Welche Männer liebten Berthas Töchter? Wer aß seinen Apfel mitsamt den Kernen? Schließlich gelangt Iris zu jener Nacht, in der ihre Kusine Rosmarie den schrecklichen Unfall hatte: Was machte Rosmarie auf dem Dach des Wintergartens? Und was wollte sie Iris noch sagen? Iris ahnt, dass es verschiedene Spielarten des Vergessens gibt. Und das Erinnern ist nur eine davon.
Damit bin ich zur Hälfte durch, aber irgendwie gefällt es mir bis jetzt noch nicht so besonders gut. Der Roman erscheint mir krampfartig um Tiefgang bemüht, das gelingt ihm in meinen Augen aber nur bedingt. Anfangs hatte ich große Probleme mit der Zuordnung der Figuren; man wird als Leser plötzlich in einen große Familie hineingeworfen und mir war lange nicht klar, wer ist nun wer.
Die Sprache ist auch nicht unbedingt das, was ich als brillant bezeichnen würde. Ich mag es nicht besonders gerne, wenn so viele Sätze ganz ohne Verb auskommen müssen und irgendwelche Beschreibungen nur für sich dastehen. Was mir gut gefällt, ist die Erklärung des Titels; es kommt nämlich ein Mädchen vor, das vom Apfel auch das Kerngehäuse mitisst und erklärt, dass die Apfelkerne nach Mandeln schmecken. Hab gut Lust, das gleich heute mal auszuprobieren!

Äpfel hab ich genügend im Haus. Äpfel spielen in diesem Buch überhaupt eine wichtige Rolle und ihre Einbindung in die Handlung ist für mich ein positiver Aspekt.
Naja, mal sehen ob ich in der zweiten Hälfte noch mehr Zugang zu dem Buch finde. Da es mit 256 Seiten nicht besonders dick ist, werde ich es in jedem Fall bis zum Ende lesen und schauen, wie mein Endurteil ausfällt.
So, und auch anderswo in Deutschland, Österreich und Schweden wird fleissig gelesen, wie ich sehe.
Ihr habt euch auch sehr interessante Bücher ausgesucht, um das Wochenende zu bestreiten und ich bin jetzt schon fasziniert von Saltanahs Lektüre, die bestimmt keine leichte Kost ist, aber sehr lesenswert klingt.
@elsabina: "Die Farbe Lila" kenne ich bislang nur als Film - ganz schön mitreissend, ob das Buch das wohl genauso hinbekommt? Bin gespannt, was du dazu sagst.
@foenig: Jan Weiler ist für mich ja immer noch ein unbeschriebenes Blatt...

Dabei wurde er mir schon des öfteren empfohlen, aber es ist wie immer: so viele Bücher, so wenig Zeit. Die Geschichte klingt ja sehr abgefahren und ich werde mit Interesse verfolgen, was aus dem Forschungsprojekt wird...
@illy: na da hast du aber direkt ins Schwarze getroffen, ein besseres Thema gibt es wohl am Karfreitag nicht. Für deine Ausflüge wünsche ich dir viel Spaß und vielleicht reichts ja trotzdem für ein paar Leseeindrücke über das Judasbuch - würde mich jedenfalls freuen.
So, ich werde jetzt noch ein oder zwei Kapitel lesen und mich dann trotz des Feiertags ein bisschen über meine Wohnung hermachen. Die sieht nämlich nach ein paar wirklich stressigen Tagen einigermaßen chaotisch aus.
Viele liebe Grüße und bis bald

Miramis