

SIE WURDEN GEBOREN, EINANDER ZU HASSEN - DOCH IHRE LIEBE SOLLTE DIE WELT VERÄNDERN!
Einst, zu einer Zeit jenseits der Geschichte, saß eine Frau, so schön wie der Mond, auf einem Pferd und betrachtete ein Feuer. Das Feuer ist Teil der Geschichtsschreibung. Die Frau jedoch ist Teil der Legenden...
Tristan und Isolde, Tristram und Isot, Essylt und Drust, Yseult und Drystan: Die Namen haben sich im Laufe der Zeit geändert, Liebende aber waren sie immer - und ihr Schicksal wurde nie vergessen.
Yseult die Schöne ist eine Prinzessin der Tuatha Dé Danaan, und die Magie des Alten Volkes durchströmt ihre Adern. Doch die Macht der alten Gottheiten schwindet, da Missionare einen neuen Glauben bringen - an den Sohn, der am Kreuz starb, und an die natürliche Überlegenheit des Mannes über die Frau.
Drystan, der Sohn eines christlichen Königs, zieht die Dichtkunst dem Kampf vor. Doch in einem Duell ist er gezwungen, Yseults Onkel zu erschlagen - wobei er selbst lebensbedrohlich verwundet wird. Nun ist die Frau, die ihn am meisten hasst, Drystans einzige Hoffnung: Yseult mit ihren legendären Heilkünsten...
Yseult erkennt in dem verwundeten Fremden den Mörder ihres Onkels und einen Mann, der für alles steht, was das Alte Volk bedroht. Doch zu spät. Denn längst wirkt eine Kraft in ihrer beider Herzen, gegen die sie sich nicht wehren können - eine schicksalhafte Liebe, die den Lauf der Geschichte verändern wird...
(Umschlagtext "Flamme und Harfe")
Mit diesem Buch ist Ruth Nestvold ein erstklassiger Roman gelungen, der sich an die mittelalterliche Erzählung "Tristan und Isolde" anlehnt. Die Autorin verwebt die Geschichte der beiden Liebenden geschickt mit den historischen Hintergründen, den Kriegen Irlands und Britanniens und den Glaubenskonflikten.
Die Figuren sind sehr authentisch, neigen nicht zur Perfektion, sondern haben sowohl gute als auch schlechte Eigenschaften. Nestvold macht es dem Leser leicht, mit ihnen zu eifern, zu hoffen und zu bangen.
Allerdings ist der Beginn des Buches nur schwer zu verfolgen, da der Leser mit etlichen irischen Namen und Bräuchen regelrecht beworfen wird. Da kann auch die Auflistung der Namen und Orte im Anhang keine Hilfe leisten, da diese unvollständig ist und sich nur auf Randfiguren bezieht.
Trotzdem sollte das dem Buch nicht negativ angerechnet werden, denn wenn man die ersten Seiten gelesen hat, wird man belohnt mit einem umfangreichen Roman und einer fantastischen Geschichte.
"Flamme und Harfe" ist ein Buch, das nur schwer aus der Hand zu legen ist. Es erschreckt, erstaunt und erfreut - in jedem Fall zu empfehlen.
Bevor ich mit dem Lesen begonnen hatte, hatte ich bereits sehr hohe Erwartungen in das Buch gesetzt. Diese wurden nicht erfüllt, nein, sie wurden mehr als übertroffen. Meine Hoffnung, mal wieder ein "ganz großes" Buch zu lesen, hat sich erfüllt.
Zu empfehlen wäre das Buch Lesern von Juliet Marillier, allgemein historisch-fantastischer Literatur oder einfach für diejenigen, die ein Buch mal nicht an ein oder zwei Tagen komplett lesen wollen
EDIT: Amazonlink eingefügt. LG, Saltanah